Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zu den Programmen und Projekten, auf der linken Bildleiste finden Sie darüber hinaus gezielte Links zu Bekanntmachungen, unserem Newsletter und Hinweise auf Veranstaltungen.

FEBRUAR 2010
Fachtagung "Gesund arbeiten in Kleinunternehmen: Ein Thema für Kammern und Verbände?!" in Berlin

Im Haus des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin fand am 18. Februar 2010 die Fachtagung "Gesund arbeiten in Kleinunternehmen: Ein Thema für Kammern und Verbände?!" statt.

Das Ziel der Tagung bestand darin, den in großer Anzahl anwesenden Vertreterinnen und Vertretern von Kammern und Verbänden Hilfestellung anzubieten, wie sie ihre Mitglieder, in der Hauptsache Kleinst- und Kleinunternehmen, unterstützen können, den Aspekt der Prävention soweit in die Firmenphilosophie zu integrieren, dass die Gesundheit der Beschäftigen über alle Lebensphasen hinweg erhalten bleibt. So wird gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt.
 
Die Fachtagung stellte eine Zwischenbilanz der praktischen Erfahrungen aus den Modellaktivitäten des Vorhabens "Gesünder arbeiten in kleinen Unternehmen: Ein Thema für Kammern und Verbände" - "prätrans" der beiden Verbundpartner Sozialforschungsstelle Dortmund und RKW Kompetenzzentrum vor. Außerdem wurde der Tag genutzt, um weitere Entwicklungspartnerschaften zu verfestigen bzw. herzustellen.

Ausgangsüberlegungen zum Projekt bestanden in der Annahme, dass es seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr Klein(st)betriebe gibt. Diese kleinen Firmen haben Unterstützungsbedarf. Das betrifft sowohl den Erhalt der Gesundheit der Mitarbeiter(innen) als auch die Wettbewerbsfähigkeit. Kammern und Verbände als Organe der wirtschaftlichen Selbstverwaltung bzw. als Interessenorganisationen mit freiwilliger Mitgliedschaft sind die idealen Unterstützer auf diesem oft nicht leichten Weg.
 
Als Entwicklungspartner für das Vorhaben wurden die Apothekerkammer Nordrhein, DEHOGA Wiesbaden-Rheingau-Untertaunus, der Einzelhandelsverband Hessen-Nord, die Ingenieurskammer Sachsen-Anhalt und der Landesinnungsverband des Friseurhandwerks Hessen gewonnen. Mit Hilfe dieser Partner und ihren Mitgliedsunternehmen wurden Modelle und Instrumente entwickelt, um auf der Basis einer wissenschaftlichen Grundlage zur Integration des Themas Prävention in das Kommunikations- und Dienstleistungsspektrum der jeweiligen Kammer- oder Verbändeorganisation beizutragen.
 
Einen ersten Einblick in die entwickelten und in der Praxis erprobten Instrumente erhalten Interessierte auf der Homepage des Projektes http://www.gesundheit-unternehmen.de .


FEBRUAR 2010
Veröffentlichung: Betriebliche Sanierungs- und Innovationsvereinbarungen in der Metall- und Elektroindustrie: Nachhaltige Bündnisse für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit?

Betriebliche Vereinbarungen können einen wichtigen stabilisierenden Impuls für Beschäftigung und Standorte geben, wie jetzt in einer Studie des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Organisationspsychologie der Universität Rostock in Zusammenarbeit mit Wilke, Maack und Partner und PCG - Project Consult nachgewiesen wurde. Die Forscher analysierten dafür am Beispiel von 13 Unternehmen aus dem Bereich der Metall- und Elektroindustrie deren Sanierungs- und Innovationsvereinbarungen.
Verhandlungssituationen und Inhalte der Vereinbarungen wurde verglichen, zudem wurde untersucht, inwieweit sich die Vereinbarungen in der Praxis bewährt haben. Dazu wurden 19 Interviews mit Betriebsräten und Managementvertretern geführt.

Die Studie legte die Frage zugrunde, unter welchen Bedingungen von Management, Betriebsrat und Beschäftigten gemeinsam getragene Sanierungs- und Innovationsvereinbarungen als Basis für betriebliche Innovationsvorhaben wirken. Die größte stabilisierende Wirkung wurde in denjenigen Unternehmen nachgewiesen, die Investitionen in die Produktentwicklung und Prozessverbesserungen beschlossen und verwirklicht haben. Gleichzeitig stellen Sanierungs- und Innovationsvereinbarungen für Unternehmen ein wichtiges Instrument für die zeitliche Überbrückung zur Bewältigung von Krisen und zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit dar.

Die Publikation entstand im Rahmen des von BMBF und Europäischem Sozialfonds (ESF) geförderten Projekts "BMInno - Betriebsräte und Mitarbeiter in betrieblichen Innovationsprozessen" und ist in der Reihe Rostocker Beiträge zur Wirtschafts- und Organisationspsychologie erschienen.

Judith Beile, Emanuel Glass, Reinhard Röhrig & Stefan Stracke: "Betriebliche Sanierungs- und Innovationsvereinbarungen in der Metall- und Elektroindustrie: Nachhaltige Bündnisse für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit?", Rostock (Rostocker Beiträge zur Wirtschafts- und Organisationspsychologie Nr. 4), 2010

Weitere Informationen: www.bm-inno.de


JANUAR 2010
Leitfaden veröffentlicht
Servicemärkte im Ausland systematisch erschließen

Diese nun vorliegende Publikation ein Gemeinschaftswerk des Verbundvorhabens DEXINPRO unter Leitung des Fraunhofer ISI in Karlsruhe - zeigt in aller Deutlichkeit die direkten und indirekten Potentiale von Dienstleistungen rund um industrielle Produkte und um Produkte eines Stadtwerkes. Hier wird in wissenschaftlich vorbildlicher Art und Weise und gerade für Unternehmen nachvollziehbar gezeigt, wie in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen ökonomische Potenziale im Bereich der Dienstleistungen erkannt, systematisch erschlossen und in einträgliche Geschäftsmodelle und unternehmerische Strategien der Marktsicherung und Markterschließung transferiert werden können.

Gunter Lay (Hrsg.): Servicemärkte im Ausland systematisch erschließen. Leitfaden zur Erweiterung des Auslandsangebots produktbegleitender Dienstleistungen. VDMA Verlag, Frankfurt am Main, 2010, ISBN 987-3-8163-0582-8


JANUAR 2010
Broschüre erschienen
Hybride Wertschöpfung
Konzepte, Methoden und Kompetenzen für die Preis- und Vertragsgestaltung

Die Anforderungen an das Leistungsportfolio von Industriegüterunternehmen haben sich grundlegend gewandelt. Wurden Sach- oder Dienstleistungen früher vorwiegend isoliert bereitgestellt, gewinnen heutzutage Angebote an wirtschaftlicher Bedeutung, die anteilig sowohl Sach- als auch Dienstleistungen integrieren und als kundenindividuelle Leistungsbündel am Markt verkauft werden. Unter dem Begriff "Hybride Wertschöpfung" verfolgen Unternehmen eine neue Strategie, die ihren Kunden Lösungen statt Produkte offeriert.

Im Fokus der hybriden Wertschöpfung steht der Mehrwert für den Kunden. Oft werden die Kunden umfassend und aktiv in die Problemlösung eingebunden. Dabei besteht auf Anbieter- wie auf Käuferseite gegenwärtig noch erhebliche Unsicherheit insbesondere hinsichtlich der Preis- und Vertragsgestaltung sowie deren Umsetzung. Dies ist auch nicht verwunderlich, handelt es sich doch in der Regel um Wertschöpfungsprozesse, die den gesamten Lebenszyklus eines Leistungsbündels umfassen.

Das vom BMBF im Rahmen des Programms "Innovationen mit Dienstleistungen" im Förderschwerpunkt "Integration von Produktion und Dienstleistung" geförderte Forschungsprojekt HyPriCo widmete sich der Aufgabe, Konzepte, Methoden und Modelle für die Gestaltung hybrider Wertschöpfungsprozesse zu entwickeln. Die in diesem Ergebnisband dargestellten Denk- und Lösungsansätze (mit Fallbeispielen aus der Praxis) betrachten vertieft drei zentrale Gestaltungsfelder:
- Organisation und Interaktionsprozesse,
- Personal- und Kompetenzentwicklung sowie
- den Einsatz der Informationstechnologie für die Methoden- und Werkzeugentwicklung.

Für den besonderen Fokus der Preis- und Vertragsgestaltung wird mit dem Solution Management Cockpit ein innovativer Werkzeugprototyp vorgestellt, der ein Referenzmodell und ein Anwendungssystem für ein systematisches Solution Data Management enthält und damit zur Verbesserung bestehender Prozesse in Unternehmen beitragen kann.

Ralf Reichwald, Helmut Krcmar und Michael Nippa (Hrsg.): Hybride Wertschöpfung - Konzepte, Methoden und Kompetenzen für die Preis- und Vertragsgestaltung. Schriften zu Kooperations- und Mediensystemen, Band. 23, Josef Eul Verlag, Lohmar-Köln, 2009, ISBN 978-3-89936-855-0


JANUAR 2010
Sammelband erschienen
Anforderungen an kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Berufe

Die beiden Autoren Klaus Zühlke-Robinet und Ingeborg Bootz des PT wurden vom BIBB eingeladen, zu diesem Sammelband einen Beitrag aus Sicht der Dienstleistungsforschung beizusteuern. In diesem Beitrag "Dienstleistungsfacharbeit" als Leitbild für Dienstleistungsarbeit - der BMBF-Förderschwerpunkt "Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit" im Überblick wird insbesondere auf die Bedeutung der Qualifikationstriade Facharbeit - Meister - Techniker/Ingenieure für die Qualität der Arbeit und der Produkte eingegangen. Der Förderschwerpunkt hat u.a. die Aufgabe, diese Beziehungen sichtbar zu machen.

Klaus Zühlke-Robinet, Ingeborg Bootz: "Dienstleistungsfacharbeit" als Leitbild für Dienstleistungsarbeit - der BMBF-Förderschwerpunkt "Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit" im Überblick. In: Rainer Brötz, Franz Schapfel-Kaiser (Hrsg.): Anforderungen an kaufmännisch-betriebwirtschaftliche Berufe. Aus berufspädagogischer und soziologischer Sicht, W. Bertelsmann Verlag, 2010, ISBN 978-3-7639-1133-2

Flyer


DEZEMBER 2009
Workshop der Metaprojekte

Am 16. Dezember 2009 fand in Bonn der erste Workshop der Metaprojekte für die Forschungsprogramme "Arbeiten, Lernen, Kompetenzen entwickeln - Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" und "Innovationen mit Dienstleistungen" statt.

Ziel des Workshops war die kontinuierliche Vernetzung der Metaprojekte als wesentlicher Bestandteil der lernenden Programme des BMBF. Neben der Diskussion bestehender wie zukünftiger Herausforderungen wurde an einem "gemeinsamen Blickwinkel" der Metaprojekte gearbeitet, der Methoden bzw. Dienstleistungen für die Arbeits- und Dienstleistungsforschung berücksichtigt. Folgende Leitfragen wurden diskutiert und sollten bei weiterführenden Veranstaltungen aufgegriffen werden:
 
- Welche Rolle kommt einem Metaprojekt bei der Gestaltung des Lernprozesses von Verbundprojekten, Fokusgruppen und Forschungsprogrammen zu?
- Welche Instrumente nutzen Metaprojekte bzw. welche sind von den Akteuren zu entwickeln?
- Wie kann die Wahrnehmung der Forschungsergebnisse auch außerhalb der geförderten Projekte gestärkt werden?
- Auf welche Weise können Metaprojekte als Begleitstruktur einen Beitrag hinsichtlich mittelbarer und unmittelbarer Wirkungen der Forschungsförderung leisten?


DEZEMBER 2009
Auftakttreffen
Verbundprojekt INNOinSENS - Innovationen in der Sensorik

Leitziel des Verbundprojekts INNOinSENS ist die wissenschaftlich begleitete und evaluierte Entwicklung von neuen Lösungen zur nachhaltigen Stärkung der Innovations- und Vertrauenskultur im Cluster Sensorik. Der Forschungsverbund setzt sich aus Experten der Bereiche Industrie, Bildung und Forschung sowie dem Management des Clusters Sensorik zusammen, die Methoden und Werkzeuge zur Unterstützung des gemeinsamen Denkens, Lernens und Handelns der Akteure in Innovationsprozessen entwickeln.

Die sechs Verbundpartner arbeiten an innovativen Ansätzen für eine nachhaltige Fachkräftegewinnung, mit deren Hilfe Folgen des demografischen Wandels und der Flexibilisierung der Arbeitsmärkte besser als bisher bewältigt werden können. Erprobt werden die Lösungen in aktuellen Innovationsprojekten von Unternehmen aus dem Cluster Sensorik. Das Verbundprojekt wird mit Mitteln des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie des Europäischen Sozialfonds im Rahmen des Programms "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" gefördert. Der offizielle Startschuss fiel im Dezember 2009 in Regensburg.

Im Zentrum des Erkenntnis- und Entwicklungsinteresses des Verbundprojekts INNOinSENS steht das Zusammenspiel fachlicher, betriebswirtschaftlicher, methodischer und personaler Kompetenzen. Ergebnis von INNOinSENS soll das Pilotmodell eines Fachkräftepools sein, der für das Cluster Sensorik mit einem individualisierbaren Portfolio aus Beratungs-, Profiling-, Matching-, Weiterbildungs- und Coaching-Komponenten für Unternehmen und Fachkräfte ein innovatives Dienstleistungsangebot offeriert. Nach Projektabschluss soll der Fachkräftepool anderen Netzwerken zur Verfügung stehen und so branchenweit und regional Anwendung finden.

Die aktuelle Forschung hat gezeigt, dass gerade regionale Milieus als zentrale Innovationsquelle am Standort Deutschland dienen. Unter dem Dach des Clusters Sensorik mit Sitz in Regensburg hat sich bereits ein spezifisches Innovationsmilieu für die Region Bayern herausgebildet. Die dichte Ansiedlungsquote von Sensorik-Unternehmen in Bayern und die bereits vorhandene Vernetzung der KMU über die Strukturen des Clusters stellen ein beispielhaftes Untersuchungsgebiet im Hinblick auf derzeit offene Fragen im Förderschwerpunkt "Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt" dar.

Im Netzwerk der Strategischen Partnerschaft Sensorik e.V./Cluster Sensorik (Projektleitung INNOinSENS) finden sich Akteure aus unterschiedlichen Institutionen und mit unterschiedlichen Perspektiven wieder: KMU, Großunternehmen, Hochschulen und Personalentwicklungsexperten. Die Akteure arbeiten bereits an gemeinsamen Innovationsprojekten. Unterstützungsleistung zur Umsetzung von Innovationsprojekten bietet das Cluster Sensorik dabei gezielt für KMU ohne eigenständige Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Gerade für die Sensorik-KMU sind ein ebenso flexibler wie abgesicherter Zugriff auf Know-how und qualifiziertes Fachpersonal notwendig.

Da die Sensorik eine Hochtechnologie mit extremer Wachstumsdynamik ist, verschärft sich Erwartungen zufolge die allgemeine Ressourcenknappheit im Bereich technischer Fachkräfte. Schon bisher liegt ein Arbeitsschwerpunkt der Strategischen Partnerschaft Sensorik e.V. in diesem Spannungsfeld von Bedarf und Mangel an qualifizierten Sensorik-Fachkräften für KMU-Innovationsprojekte, der nun im Rahmen von INNOinSENS weiter vertieft wird.

INNOinSENS zielt dabei auch auf Erkenntnisse über die benötigte Flexibilität und Stabilität in Sensorik-Innovationsprojekten sowie unterschiedliche Sichtweisen von Management und Fachkräften ab. Positive wie auch negative Faktoren, die Vertrauensbeziehungen im Unternehmen und im Cluster Sensorik beeinflussen, sollen identifiziert und der Beitrag vernetzter Kompetenzentwicklungsansätze zur Problemlösung ergründet werden. INNOinSENS setzt unter Berücksichtigung dieser Forschungsziele somit einen neuen Entwicklungsfokus, denn bislang wurden Personalpools in KMU-Netzwerken vor allem als Instrument zur Flexibilisierung des Personaleinsatzes genutzt.

Projektleitung/Kontakt:
Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. (SPS)
Dr. Hubert Steigerwald
Josef-Engert-Straße 9, 93053 Regensburg
Telefon: 0941 630916-0
E-Mail: innoinsens@sensorik-bayern.de; www.innoinsens.de


NOVEMBER 2009
Verbundvorhaben "Dienstleistungsinnovation und Methoden - Identifikation von methodischen Entwicklungs- und Anpassungsbedarfen" gestartet

Das jetzt begonnene Verbundvorhaben beschäftigt sich mit den Spezifika der Dienstleistungsinnovationen. Es wird davon ausgegangen, dass für Dienstleistungen andere Innovationsmuster gelten als für Sachgüter.

Mit diesem Verbundvorhaben werden die klassischen Wahrnehmungsmuster auf den Prüfstand gestellt und die Besonderheiten für Dienstleistungen explizit herausgearbeitet. Dabei ist eine wichtige Vorgehensweise der Dialog mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Verbundkoordination liegt beim Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO, Stuttgart).


NOVEMBER 2009
Auftaktveranstaltung zum Programm "Wissenstransfer Dienstleistungsforschung" und zur "Dienstleistungszukunftswerkstatt"

Die Auftaktveranstaltung zum Programm "Wissenstransfer Dienstleistungsforschung" der Landesstiftung Baden-Württemberg diente dazu, die vier bewilligten Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Projekte aus Konstanz, Lahr, Karlsruhe und Stuttgart präsentierten ihr Vorhabensdesign und stellten den gut 40 Teilnehmenden erste Ergebnisse vor. Im Rahmen der vier Landesstiftungsprojekte arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen bereits vorliegende Erkenntnisse aus der Dienstleistungsforschung zusammen mit Transfereinrichtungen so auf, dass diese in KMU transferiert werden können. In einem zweiten Schritt werden die erarbeiteten Vorgehensweisen in Pilotbetrieben implementiert, erprobt und evaluiert.

Die vom Wirtschaftministerium Baden-Württemberg initiierte Dienstleistungszukunftswerkstatt hat es sich zum Ziel gesetzt, Transfereinrichtungen in Baden-Württemberg für die Ergebnisse der Dienstleistungsforschung zu sensibilisieren und zu deren Nutzung zu motivieren. Hierzu wurden insbesondere mögliche Themenfelder systematisch analysiert, Kontakte zu geeigneten Transferpartnern aufgebaut und erste Maßnahmen auf den Weg gebracht.


NOVEMBER 2009
Fachtagung "Organisation, Innovation und Musik"

Um gute Rahmenbedingungen für Innovationen in der Verknüpfung von Organisationskultur und Musik ging es am 13. November 2009 in Düsseldorf bei der Fachtagung des Projektes "music innovation corporate culture (MICC)". Erste Ergebnisse aus dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt wurden einem interdisziplinären Publikum aus Unternehmenspraxis, Wissenschaft und Beratung vorgestellt.

MICC ist eines der wenigen Projekte im Förderschwerpunkt "Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements", die sich den schwer zu erfassenden guten Bedingungen von Innovationen mit Hilfe der Kunst nähern, in diesem Falle mit der Musiksprache.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stark untersucht ein Team der Universität Duisburg-Essen (Oliver Bluszcz, Gisela Humpert, David Vossebrecher), warum manche Firmen besonders innovativ sind und auf Herausforderungen des komplexen Alltags in Organisationen erfolgreich reagieren. Mit der Entdeckung und Beschreibung von Mustern (patterns) sollen Organisationskulturen in ihrer Tiefendimension erfasst werden. Mit dem Musiker Christopher Dell und dem Jazz-Ensemble DRA werden diese Muster musikalisch hörbar gemacht - man kann noch einmal nachhören, was als Organisationsverlauf reflektiert wurde.

Als Eröffnung führte Prof. Dr. Holger Schulze, Professur für Klanganthropologie an der UDK Berlin, mit seinem Beitrag "Neu ansetzen - zur Handlungstheorie in erneuernder Absicht" in die Welt von Klang und Resonanz und die Wirkung auf den Menschen ein. Anschließend zeigte das MICC-Team wie bedeutsam es ist, Erfahrungsbestände für Innovation zu erschließen, die nicht ausschließlich kognitiv-sprachlich repräsentiert sind. Am Modell der Verbundpartner wird erprobt, auf welche Weise Musik als Zugang zur "DNA" von Unternehmen wirkt. Die Verbindung von Mustern der Organisationskultur mit der Musiksprache macht das so erschlossene implizite Wissen (über das Funktionieren der sozialen Systeme) für Reflexion und Lernen nutzbar. Organisationen improvisieren auf Mustern der Organisationskultur vergleichbar wie in der Musik - so lautet die These im aktuellen Forschungsprozess.

Christopher Dell gab einen Einblick in die historische Entwicklung von Partituren mit besonderem Schwerpunkt auf die "erweiterte Notation" der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts und deren spezifischer musik-organisationaler Fragestellungen.
Über die vor diesem Hintergrund neu entwickelte Methode, das Schreiben von Partituren, lässt sich Aufschluss über die verschiedenen Perspektiven und Vorgehensweisen der Handelnden in Organisationen erlangen. Im "Gesprächskonzert" spielte Christopher Dell mit DRA experimentell die aus der Praxis entstandenen Partituren (vgl. Abbildung) und bot Einblick in die Arbeitsweise einer musikalischen Organisation.

"Wie klingt ein Unternehmen?" - Die Antwort auf diese Frage ist mehr als eine neue Idee zur Profilierung von großen Organisationen, vielmehr ein Weg, um über Vergemeinschaftung und geteiltes Wissen Innovationen zu generieren, die eben nicht planbar sind.

Workshops am Nachmittag vertieften die zentralen Themen und zwischen den aufgeschlossenen Teilnehmenden entspannen sich lebhafte Diskussionen und neue Fragestellungen wie: Lassen sich vergleichbare Ergebnisse auch ohne Musik erzielen? Unterschied zwischen Regeln und Mustern (Beschreibung erfolgreicher Problemlösungsstrategien)?

Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die "verrückte Idee", Vorgehensweisen in Organisationen musikalisch zu transportieren, auf großes Interesse stößt. Erste Arbeitserfahrungen in MICC zeigen, es lohnt sich den Weg weiterzugehen.

Weitere Informationen über MICC unter: http://www.micc-project.org/
Hier finden Sie demnächst die Dokumentation mit Hörproben.


NOVEMBER 2009
Zeitarbeit versus "nine2five-Mentalität"? - Erste Ergebnisse aus dem Projekt Flex4Work

Zeitarbeit ist seit Jahren ein wachsendes Beschäftigungsfeld in vielen EU Ländern, vor allem in den Niederlanden und in Frankreich, aber auch in Deutschland. Dabei wird die Nachfrage nach Zeitarbeit von vielen Wirtschaftsexperten auch als ein Frühindikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angesehen. Zeitarbeit erfährt besonders zu Beginn von Wachstumszyklen eine hohe Nachfrage. Demgegenüber stehen vielfach Einbrüche zu Zeiten schlechterer Wirtschaftslage. Auf den Einsatz von  Zeitarbeitenden wird oft zurückgegriffen, um die eigene Stammbelegschaft zu sichern. Flexibilität und Stabilität bilden dabei einen fließenden Übergang - und schließen sich auch bei Zeitarbeit nicht zwingend aus.

Das Bild des Zeitarbeiters als modernem Tagelöhner ist vielfach falsch und antiquiert. Viele "Gastmitarbeiter" sind heute besser qualifiziert als große Teile der Stammbelegschaft, bleiben lange im Kundenunternehmen und besetzen dort auch Fach- und Führungspositionen. Aktuelle Forschungsarbeiten der Universität Greifswald prognostizieren, dass die Zeitarbeit in den kommenden Jahren deutlich zunehmen wird. Infolgedessen wird zu diskutieren sein, inwieweit es gerechtfertigt ist, Zeitarbeit als "atypische" Beschäftigungsform einzustufen.

Die meisten Zeitarbeiter, zu den Boomzeiten Anfang 2008 waren es rund 800.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, arbeiten in der Metall- und Elektroindustrie. Sie sind dort in allen Tätigkeitsfeldern und Berufsbildern zu finden. Diese Branche ist daher am ehesten geeignet, um das Nebeneinander von Stammbelegschaft und Zeitarbeitern zu untersuchen.

Gemeinsam mit zwei Unternehmen, einem Nutzer von Zeitarbeit und einem Zeitarbeitsunternehmen, werden die Universitäten Bayreuth und Greifswald in den kommenden drei Jahren untersuchen, wie die schwierige Balance von Flexibilität und Stabilität in Unternehmen verbessert werden kann.

Erste Ergebnisse bestätigen, dass die alte, dualistische Sichtweise, nach der es Arbeitgebern stets um mehr Flexibilität und Arbeitnehmern ausschließlich um die Aufrechterhaltung der "nine2five-Mentalität" geht, heutzutage nicht mehr den Anforderungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern entsprechen.

Weitere Informationen: http://www.flex4work.de/


NOVEMBER 2009
Innovationsfähigkeit stärken - Wettbewerbsfähigkeit erhalten
Der Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" auf der A+A 2009

Der Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" präsentierte sich auf dem diesjährigen 31. Internationalen Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - A+A in Düsseldorf, der international führenden Fachmesse für Persönlichen Schutz, Betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. In der Zeit vom 3. bis zum 6. November 2009 wurden die Ergebnisse und die in der Unternehmenspraxis erprobten Lösungen für Prävention und Gesundheitsförderung in der modernen Arbeitswelt vorgestellt. Dabei standen die Themen Prävention als Wettbewerbsfaktor, Betriebliches Innovationsmanagement, Gesundheitsförderung im demografischen Wandel, Innovationsstrategien und Gesundheit, Überbetriebliche Allianzen sowie Partizipation und Führung im Mittelpunkt.

Im Ausstellungsbereich waren die in fünf Fokusgruppen gebündelten 18 Verbundvorhaben des Förderschwerpunkts sowie das zugehörige Metaprojekt "Strategischer Transfer im Arbeits- und Gesundheitsschutz (StArG)" auf einem eigenen Stand vertreten. In enger Nachbarschaft zur DGUV, LASI, BGn und zu anderen Verbänden konnten so die zahlreichen interessierten Besucher von den Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern umfassend informiert werden.

Den wissenschaftlichen Kongressteil konnten die Teilnehmer(innen) ebenfalls wesentlich mitgestalten. So wurde der Workshop "Innovation in CE-Prozessen von Maschinen und Anlagen: Neue Technologien und Vorgehensweisen" durchgeführt. Anhand von sechs Vorträgen wurde das Forschungsvorhaben, in dem Methoden und Werkzeuge zur Unterstützung des CE-Kennzeichnungsverfahrens von Maschinen und Anlagen entwickelt wurden, anschaulich dargestellt.


Die vielfältigen strukturellen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft prägen die Gestalt der modernen Arbeitswelt heute und in Zukunft. In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die vielfältigen Herausforderungen, die diese Veränderungen für Unternehmen und die handelnden Menschen bedeuten, ohne einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz kaum zu bewältigen sind. Die 18 Verbundprojekte mit insgesamt 52 Teilvorhaben des BMBF-Förderschwerpunktes "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" geben richtungweisende Antworten und zeigen innovative Lösungen auf, wie die Innovationsfähigkeit gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden kann.

Erhalten Sie unter http://www.starg-online.de/ einen Eindruck des Messeauftrittes im Rahmen des Forums "Forschen für die Praxis" auf der A+A 2009!


NOVEMBER 2009
"Personalentwicklung und Motivation in der Krise - Basis für Innovationserfolge oder Ausweg aus der Krise?"

Seit Jahren befassen sich Politiker, Praktiker und Forscher mit Fragen zu den bestmöglichen Strategien der Innovationsförderung. Innovationen haben heute ihren Ursprung nicht mehr nur in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Die Entwicklung von Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen, Verfahren und soziale Neuerungen findet mittlerweile in der gesamten Organisation statt. Daher gewinnt die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Interessenvertretungen an betrieblichen Innovationsprozessen zunehmend an Bedeutung.

Aktuell zeigt die betriebliche Praxis jedoch, dass Investitionen in die Zukunft in Form von Innovationsprojekten in Krisenzeiten für Unternehmen häufig geringe Priorität haben. Als erste Reaktion auf Auftragsmangel, Umsatzeinbruch und Kreditklemme sehen sich viele Unternehmen zu raschen und effektiven Kostenanpassungen gezwungen. Doch wie wirkt sich dies auf kooperativ angelegte Innovationsvorhaben aus? Wie lassen sich die Beschäftigten unter den aktuellen Arbeitsbedingungen weiterhin zu innovativem Verhalten motivieren? Diese Problematik wurde im dritten Transferworkshop des Verbundprojektes BMInno aufgegriffen, der am 28. Oktober 2009 bei der Firma Atlas Copco Construction Tools GmbH stattfand. Unter dem Motto "Personalentwicklung und Motivation in der Krise - Basis für Innovationserfolge oder Ausweg aus der Krise?" wurden betriebliche Handlungsansätze vorgestellt und von den Teilnehmern des Workshops - Unternehmenspraktikern, Betriebsräten, den BM-Inno-Verbundpartnern und Mitgliedern der Fokusgruppe "Partizipation und Innovation" des BMBF Förderschwerpunktes - diskutiert.

Das Projekt BM-Inno wurde im April 2008 vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationspsychologie an der Universität Rostock. Das Projekt arbeitet mit sechs Unternehmen aus dem Bereich der Metall- und Elektroindustrie zusammen, die unter Einbeziehung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch Potenziale für betriebliche Innovationen erschließen. Ziel des Vorhabens ist es, die Beteiligung der Beschäftigten und ihrer Erwartungen an die Betriebsräte zu erforschen und neue Ansätze zur Gestaltung betrieblicher Innovation zu begleiten. Das von Prof. Dr. Friedemann W. Nerdinger geleitete Forschungs- und Kooperationsvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Es ist Teil der Förderung im Rahmen des Programms "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln - Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" und läuft bis September 2010.

Weitere Informationen: www.bm-inno.de


NOVEMBER 2009
Veröffentlichung des Sammelbandes "Innovation und Prävention"

Am 4. November 2009 überreichte der Projektleiter des Verbundprojekts NOAH, Achim Schulte, auf der A+A 2009 in Düsseldorf dem Vertreter des Projektträgers, Dr. Claudius H. Riegler, ein Exemplar des von der Fokusgruppe "Betriebliches Innovationsmanagement" verfassten und vom itb - Institut für Technik der Betriebsführung (Karlsruhe) herausgegebenen Sammelbandes "Innovation und Prävention".

Achim Schulte (itb Karlsruhe) und Christina Lücke (IAI Bochum)
überreichen die Veröffentlichung an den Vertreter des PT-DLR, Dr. Claudius H. Riegler

In dieser im Rainer Hampp Verlag München/Mering erschienenen 240seitigen Veröffentlichung werden die bisher erzielten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse von vier Verbundprojekten aus dem vom BMBF geförderten Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" dargestellt. Die Fokusgruppe, bestehend aus den Verbundprojekten IMMMA, INOPE, NOAH und PRÄGO, präsentiert hier zum ersten Mal einem breiten Publikum aus Wissenschaft und Praxis ihre Zwischenergebnisse.


NOVEMBER 2009
Innovation in CE-Prozessen von Maschinen und Anlagen: Neue Technologien und Vorgehensweisen
Abschluss-Workshop in Düsseldorf

Am 3. November 2009 fand in Düsseldorf im Rahmen der A+A die Abschlusstagung des Verbundprojekts "Interaktive Module zur Umsetzung der Maschinenrichtlinie in der Entwicklung und Nutzung von Maschinen und Anlagen" (IMMMA) - Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" - statt. Das Verbundprojekt, bestehend aus den Partnerorganisationen Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF), Magdeburg, der Universität Magdeburg sowie dem bit - Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung, Bochum, stellte nach dreijähriger Laufzeit wesentlichen Ergebnisse vor.

An der Veranstaltung, die durch Hartmut Karsten vom Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt eingeleitet wurde, nahmen die Projektbeteiligten, Vertreter(innen) weiterer BMBF-geförderter Verbundprojekte im Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" sowie interessierte Besucher der A+A 2009 teil. Torsten Schulz, Wissenschaftler am IFF und Projektleiter, moderierte die Präsentation der Forschungsergebnisse durch Projektmitarbeiter(innen) und die Industriepartner Staedtler GmbH & Co. KG, Nürnberg, Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG, Erkelenz, sowie Schiess GmbH STMCL, Aschersleben.


NOVEMBER 2009
3. Monitoring-Bericht des Meta-Projektes "Hybride Wertschöpfung"

Der vorliegende Bericht ist der dritte Monitoring-Bericht im Rahmen des zum BMBF- Förderschwerpunkt "Integration von Produktion und Dienstleistungen" laufenden Meta-Projektes "Begleitung, Bewertung und Schlussfolgerungen des Förderschwerpunktes Integration von Produktion und Dienstleistungen - Wachstumsstrategien für hybride Wertschöpfung - neue Formen unternehmensbezogener Dienstleistungen".

Ziel des dritten Monitoring-Berichts ist es, den Förderschwerpunkt "Integration von Produktion und Dienstleistungen" in die internationalen Entwicklungen einzuordnen. Relevante Forschungs- und Innovationsaktivitäten mit Bezug zu Dienstleistungen im Allgemeinen und hybrider Wertschöpfung im Besonderen aus neun Ländern - Finnland, Schweden, UK, Frankreich, Dänemark, USA, Japan, Südkorea und Taiwan - werden dargestellt. Dabei werden ggf. relevante Fragestellungen zu hybrider Wertschöpfung identifiziert und aufgelistet, die entweder aktuell in der Forschung untersucht werden oder Gegenstand zukünftiger Forschungsprojekte werden sollen.

Das Wissen um solche Entwicklungen kann dazu beitragen, rechtzeitig die Weichen für neue Forschungs- und Innovationsmaßnahmen in Deutschland zu stellen und deshalb deutsche Anbieter hybrider Produkte dabei unterstützen, sich rechtzeitig auf das zukünftige Angebot ausländischer Mitbewerber einzustellen.

Um eventuelle "blinde Flecken" in der deutschen Forschungsförderung zu hybrider Wertschöpfung sowie für die deutsche Forschungsförderung relevante zukünftige Fragestellungen zu identifizieren, werden internationale Forschungsaktivitäten zu hybrider Wertschöpfung den im Rahmen des Förderschwerpunktes "Integration von Produktion und Dienstleistungen" untersuchten Themen gegenübergestellt.

Der Bericht kann heruntergeladen werden unter: www.zukuenftigetechnologien.de/meta-projekt3

Weitere Informationen:
Dr. Sylvie Rijkers-Defrasne
VDI TZ GmbH - Zukünftige Technologien Consulting
Airport City, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf
rijkers@vdi.de


NOVEMBER 2009
Hybride Wertschöpfung - Verfahren und Instrumente

Die Broschüre der Fokusgruppe "Verfahren und Instrumente" fasst die Ergebnisse der BMBF-Projekte FlexNet, HyPro, MindBau, PIPE und SPRINT überblicksartig und praxisnah zusammen. Verfahren und Instrumente für die hybride Wertschöpfung können ferner auch anhand des Ordnungsrahmens der hybriden Wertschöpfung systematisiert werden, der von der Fokusgruppe erstellt wurde.

Weitere Informationen:
Daniel Beverungen
WWU Münster - ERCIS
Leonardo-Campus 3, 48149 Münster
Tel.: 0251 8338092
http://www.fokusgruppe-vui.de/


NOVEMBER 2009
HyPro - Veränderungen zum Produkt-Service-Anbieter

Integrierte Produkt-Service-Angebote haben sich als Erfolgsfaktor für produzierende Unternehmen herausgestellt. Professionell angeboten können sie Margen vergrößern und die Kundenbindung verbessern. Bis ein professionelles Angebot steht, gilt es jedoch viele Fragen zu beantworten:
- Was empfindet der Kunde als wirklichen Mehrwert?
- Wie können mit Kernkompetenzen echte Wettbewerbsvorteile erzielt werden?
- Welche ist die optimale Service-Strategie für unser Unternehmen?
- Wie lässt sich die erforderliche Lösungsorientierung bei den Mitarbeitern ausbauen?

Ziel der Informationsveranstaltung »Veränderung zum Produkt-Service-Anbieter«, die am 24. November 2009 in Aachen stattfindet, ist es, Unternehmen praxiserprobte Vorgehensweisen zu vermitteln. Ihnen wird die HyPro-Systematik anhand eines Anwenderleitfadens, eines Online-Diagnosetools und von Einzelwerkzeugen vorgestellt. Fallbeispiele aus drei Unternehmen, die am Forschungsprojekt HyPro beteiligt waren, bieten die Grundlage für einen angeregten Erfahrungsaustausch.

Weitere Informationen und Anmeldung:
Dipl.-Psych. Sarah Hatfield, Tel.: 0241 8904-257, Fax: 0241 8904-6257, sarah.hatfield@ipt.fraunhofer.de
Anmeldungen zur Teilnahme werden mit formlosem Schreiben per E-Mail, Fax oder Brief bis zum 17. November 2009 erbeten. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 35 Personen begrenzt.


OKTOBER 2009
Neue Projektträgerschaft des PT-DLR für das BMWi im Bereich Standardisierung

Ende Oktober 2009 wurde im Bundesanzeiger Nr. 168 (06.11.2009) die Ankündigung eines neuen BMWi-Förderprogramms publiziert, welches speziell an "Forschende Institutionen und Unternehmen" gerichtet ist. Die Förderrichtlinie lautet "Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen (FuE) durch Normung und Standardisierung".

Allgemeine Informationen zum Förderprogramm (DIN-Webseite) finden sich unter  http://www.ebn.din.de/cmd?level=tpl-bereich&languageid=de&cmsareaid=forschungsverwertung.


OKTOBER 2009
Schichtarbeit im Spannungsfeld zwischen Flexibilität und Stabilität

Die vorherrschenden Arbeitszeitsysteme in der chemischen Industrie sind sowohl teil- als auch vollkontinuierliche Schichtsysteme, welche nur bedingt dem natürlichen Biorhythmus des Menschen entsprechen. Zur Reduzierung dieser Belastungen für die in Wechselschicht Beschäftigten sind deshalb Ausgleichsmöglichkeiten von besonderer Bedeutung. Diese tragen zur Gesundheitsförderung, einer guten Arbeitsorganisation und Unternehmenskultur im Sinne einer demographiefesten Personalpolitik bei. Komplementär zur Problematik der Schichtarbeit führen altersstrukturelle, biographische und milieubedingte Faktoren zu tendenziell wachsenden Spannungen zwischen dem betrieblichen Interesse an Leistungs- und Zeitstabilität der Beschäftigten einerseits und dem Bedürfnis ausreichender Zeitflexibilität zur Übernahme von lebensweltlichen Verpflichtungen andererseits.

In der Regionalkonferenz "Demographie und Fachkräftebedarf", die vom 29. bis 30. Oktober 2009 in Leuna stattfand, führte die Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC) Betriebspraktiker(innen), Wissenschaftler(innen), Verbandsvertreter(innen) und Verwaltungsmitarbeiter(innen) zusammen. Der Geschäftsführer der QFC GmbH, Helmut Krodel, eröffnete die Veranstaltung. Betriebe, die im Rahmen eines bundesweiten Projektes (deci) Demographiefeste Personalpolitik in der chemischen Industrie umsetzten, stellten ihre Projektergebnisse zur Diskussion. Mit dem Ziel Synergien herzustellen und voneinander zu lernen, tauschten die Teilnehmenden der Konferenz ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus.

Prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft diskutierten in einer Podiumsdiskussion zu der Frage "Demographischer Wandel - Fachkräftemangel - Arbeitslosigkeit - Was bedeutet das für eine nachhaltige und demographiefeste Personalpolitik?". Beteiligt waren u. A. Egbert Biermann, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE, Hans-Günther Glass, Geschäftsführer Bildung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt des Bundesarbeitgeberverbandes der chemischen Industrie, Andreas Hiltermann, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH, Dr. Sigrun Mantei von der Initiative Neue Qualität der Arbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie Vertreter(innen) der lokalen Industrie und Politik.

Ein Thema, das alle bewegt, ist der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bis zum Renteneintrittsalter. Bereits existierende praktische Erfahrungen von Unternehmen zur Work-Life-Balance der Beschäftigten wurden in Foren vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit fand das Servicebüro für Familien der InfraLeuna GmbH, das die Mitarbeiter(innen) des Chemiestandortes Leuna nutzen können. Die InfraLeuna GmbH ist zertifiziert nach dem Siegel "Beruf und Familie" und finanziert gemeinsam mit anderen Unternehmen am Standort Leuna dieses Büro.

Schichtarbeit erfordert in hohem Maße eine Balance von Flexibilität und Stabilität, insbesondere unter dem Aspekt guter Arbeit. Neue Ansätze und Ideen für die Praxis und mit der Praxis sind gefragt, welche im Rahmen des Verbundprojektes "Schichtarbeit zwischen Anforderungen von Arbeitswelt und Lebenswelt" (SCHICHT) von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des zsh, Promotoren des QFC, Akteuren der Stadtverwaltung Bitterfeld-Wolfen gemeinsam und in Zusammenarbeit mit der InfraLeuna GmbH entwickelt werden. Die Partner des Projektes erproben mit einer größeren Anzahl von Betrieben praxistaugliche Lösungen an den Chemiestandorten Bitterfeld-Wolfen und Leuna. Das Verbundprojekt SCHICHT hat im August dieses Jahres begonnen und wird durch das BMBF und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


OKTOBER 2009
Fachtagung "Zeitarbeit im Wandel?!"

Wie kann eine zukunftsgerichtete Gestaltung von Zeitarbeit aussehen, die den Interessen aller beteiligten Akteure gerecht wird? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Eichenbaum GmbH im Rahmen einer Fachtagung "Zeitarbeit im Wandel", die am 29. Oktober 2009 im Erfurter Airport-Hotel stattfand. Eingebettet war die Veranstaltung in das von der Eichenbaum GmbH koordinierte Verbundprojekt "Bildungszeit". Dieses erarbeitet unter Einbeziehung der Interessen aller beteiligten Akteure Handlungsansätze, die Zeitarbeit künftig weiterhin flexibel für die Wirtschaft zu gestalten und gleichzeitig verbesserte sozialverträgliche Rahmenbedingungen für die Arbeitnehmer(innen) zu schaffen.

Auf der Fachtagung wurden erste Ergebnisse zur Diskussion gestellt. Eine aus dem Verbund heraus initiierte und von der Universität Duisburg-Essen umgesetzte Onlinebefragung von Branchenunternehmen befasste sich neben der perspektivischen Entwicklung der Branche auch mit den Themenkomplexen Weiterbildung, Kompetenzerfassung und Dokumentation von Arbeitseinsätzen. Im Ergebnis zeigte sich, dass vor allem die Finanzierung ein Aspekt ist, der bei vielen Unternehmen nicht geklärt ist. Deutlich wurde aber auch, dass die derzeit am Markt angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen nicht den Besonderheiten der Zeitarbeit entsprechen.
Dies bestätigt den Ansatz des Verbundprojektes, spezielle Weiterbildungsangebote für die Branche zu erarbeiten und zu erproben. Ein anderer Beitrag der Universität Duisburg-Essen zeigt auf, wie Weiterbildungsangebote für die Zeitarbeit gestaltet sein müssten. Erste Umsetzungsansätze dazu sind das vom Günter-Köhler-Institut entwickelte Konzept eines Karriereservice oder die Ansätze der Universität Duisburg-Essen hybride Curricula zu entwickeln. Letztere sind von Interesse, da die Arbeitseinsätze im Rahmen von Zeitarbeit im Vergleich zu herkömmlichen Arbeitseinsätzen ein breiteres Qualifikations- und Kompetenzprofil erfordern.

Diskussion erster Ergebnisse auf der Fachtagung

Für die Entwicklung von tragfähigen Konzepten ist auch die Perspektive der Beschäftigten hinsichtlich Weiterbildung von Interesse. Diese wurde im Rahmen einer qualitativen Kurzstudie von START e.V. ermittelt und auf der Veranstaltung zur Diskussion gestellt. Interessant ist vor allem eine sich abzeichnende Gruppierung der Befragten bezüglich ihrer Haltung zu Weiterbildung in "Interessierte", "Skeptische", "Verweigernde" und "Gleichgültige".
Eine gute Basis für die dauerhafte Etablierung von Weiterbildungsbemühungen in der Zeitarbeit ist die systematische Auseinandersetzung mit der Erfassung der bei den Zeitarbeitskräften vorhandenen Kompetenzen. Hierzu stellte das Teilprojekt der Eichenbaum GmbH verschiedene Handlungsansätze als auch erste Erprobungen vor. Auf Interesse bei den Tagungsteilnehmenden stieß das bereits erprobte LERNSTÜCK-Verfahren, mit dem im Arbeitsprozess erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten dokumentiert und in ein anerkanntes Kammerzertifikat überführt werden können.

Im weiteren Projektverlauf werden die Konzeptansätze noch stärker an den spezifischen Bedarfen der Branche auszurichten sein. Diese werden in Kooperationen mit interessierten Zeitarbeitsunternehmen weiter erprobt und ggf. modifiziert.

Weitere Informationen sowie die Beiträge der Fachtagung erhalten Sie auf der Website www.bildungszeit.net oder direkt bei der Eichenbaum GmbH in Gotha: 03621 510-400 oder info@eichenbaum.de


OKTOBER 2009
Prävention weiterdenken!
Forschung und Wirtschaft im Dialog - gemeinsam lernen und handeln

Von der dritten Jahrestagung des Förderschwerpunktes "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" geht ein Impuls aus: Rund 150 Akteure aus Wissenschaft,
unternehmerischer Praxis, Interessensvertretern und Verbänden sowie der Politik kamen am 22. und 23. Oktober 2009 in Aachen zusammen, um eine gemeinsame Erklärung des Förderschwerpunktes zu entwickeln und zu diskutieren.

Im Aachener Impuls "Präventionsforschung neu ausrichten - Innovationsfähigkeit stärken" werden die Ergebnisse des Förderschwerpunktes zu einem forschungspolitischen Perspektivpapier zur Zukunft von Prävention in der modernen Arbeitswelt kondensiert und die weiteren Forschungsbedarfe definiert.

Der Aachener Impuls bündelt die Ergebnisse der aktuell durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Förderschwerpunkt geförderten 18 Verbundprojekte mit insgesamt 52 Teilvorhaben. Die Akteure aus Wissenschaft, Unternehmen und Präventionsdienstleister bilanzieren nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit: Forschung zur betrieblichen Prävention

- stärkt die Innovationsfähigkeit,
- fördert Beteiligung und Kreativität sowie Potenziale in der modernen Arbeitswelt
- unterstützt innovative Arbeitsgestaltung und
- erfordert dienstleistungsorientierte und kooperationsfähige Akteure.

Die Ergebnisse der Projekte belegen die Möglichkeiten und Notwendigkeiten betrieblicher Präventionsforschung und zeigen in der "Vision Prävention" zukünftige Forschungsbedarfe auf:

Partizipation und Führung für eine präventive Arbeitsgestaltung
- Strategien, Modelle und Instrumente, mit denen partizipative Prävention zum Bestandteil von Führung und Organisationskultur wird,
- ambivalentes Verhältnis von Partizipation und Führung,
- Rahmenbedingungen zur Förderung von Veränderungsbereitschaft,
- innovative Beteiligungsansätze für Prävention in sich wandelnden Unternehmens- und Lernkulturen.

Prävention zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensqualität
- Modelle kreativitätsförderlicher und alternsgerechter Erwerbsverläufe,
- Veränderungsmanagement, das die Wechselwirkungen zwischen Arbeit und anderen Lebensfeldern positiv gestaltet.

Präventive und innovative Unternehmens- und Lernkulturen
- Zusammenhang von Unternehmens- und Lernkultur, Prävention sowie Innovation,
- kontinuierliche Lernprozesse zu Prävention und Innovation als Bestandteile der Unternehmenskultur,
- präventive Arbeitskulturen über Unternehmensgrenzen hinaus.

Prävention als Hebel für nachhaltige Unternehmenspolitik
- Modelle für Unternehmenspolitiken, in denen Risiken vorausschauend erkannt werden,
- Konzepte und Kriterien zur Unternehmensbewertung und zur wert(e)schaffenden Unternehmenssteuerung,
- Verknüpfung von Prävention und sozialer Verantwortung von Unternehmen (CSR).

Innovative Präventionsallianzen
- Regionale Ansätze und Gewinnen neuer Akteure, um insbesondere kleine Unternehmen zu erreichen,
- Kooperationskompetenzen der Akteure,
- marktfähige Transferstrategien,
- prozessorientierte und ganzheitliche Dienstleistungsangebote.

Weitere Informationen zur 3. Jahrestagung und zum Förderschwerpunkt unter: http://www.starg-online.de/


OKTOBER 2009
Wie können Unternehmen ihr Innovationspotential steigern?
Erste Tagung des Förderschwerpunkts
"Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" in Berlin

Wie können Innovationen gefördert werden? Was können Unternehmen tun, um erfolgreich zu innovieren und ihre Potentiale für künftige Innovationsprozesse zu stärken? Vieles spricht dafür, dass neue Wege gegangen werden müssen, um insbesondere die Organisation der Unternehmen und die Organisation der Arbeit "innovationsfähig" zu machen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert 43 Verbundvorhaben im Förderschwerpunkt "Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" seit 2008 und noch bis 2012. Ziel des Förderschwerpunktes ist es, wissenschaftliches Know-how in einem Bereich von besonderem Interesse aufzubauen und Unternehmen, vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen, auch langfristig zu ermöglichen, Marktvorteile im globalen Wettbewerb zu entwickeln und auszubauen.

Am 8. und 9. Oktober 2009 fand die Erste Tagung des Förderschwerpunkts "Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" am Fraunhofer Institut IPK in Berlin statt. Die Tagung wurde vom Metaprojekt MANTRA (Fraunhofer Institut IPK und Sozialforschungsstelle Dortmund) organisiert und in enger Kooperation mit den sechs Fokusgruppen inhaltlich vorbereitet.

Im Mittelpunkt dieser Tagung stand die inhaltliche Arbeit der Fokusgruppen und ihrer Verbundvorhaben. Erste Forschungsergebnisse wurden in Workshops der Fokusgruppen diskutiert:
- Neue Qualität gesundheitlicher Belastung in der Wissensarbeit als Innovationsbremse?
- Hightech-Entwicklung zwischen Technologiemanagement und Arbeitsteilung - Mit Innovationsarbeit den Lock-in-Effekt überwinden?
- Aktionsforschung - Zeit für eine Neuentdeckung?
- Open Innovation: methodologische Präzisierung und praktische Umsetzung
- Realität und Rhetorik von Innovationen bei organisationaler und individueller Kompetenzentwicklung
- Bedeutung von Partizipation und Anknüpfungspunkte für Innovationen für die Wirtschaft im Aufschwung nach der Krise.

Die Ergebnisse der Workshops wurden im Plenum vorgestellt, so dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit hatten, Querbezüge zwischen allen Verbünden des Förderschwerpunkts zu identifizieren, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ansätze zu erkennen und die eigene Arbeit im Kontext des gesamten Förderschwerpunkts einzuordnen.

Frau Zahn-Elliott (BMBF) verortete in ihrer Keynote das Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" innerhalb der High-Road-Strategie der Bundesregierung und betonte die Bedeutung des Förderschwerpunktes darin wie auch die Erwartungen an Ergebnisse hinsichtlich der Innovationsfähigkeit von Unternehmen und der Beschäftigungsfähigkeit der Menschen. Der Kurs der Forschungs- und Innovationspolitik werde auch in der Wirtschaftskrise durch Ausbau staatlicher Förderung und ein konsistentes nationales Innovationskonzept beibehalten, um schneller von Forschungsergebnissen zu Produkten und Märkten zu kommen.
Für die Zukunftsgestaltung scheine aber ein Paradigmenwechsel hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Innovationsprozessen unerlässlich. Der Innovationsprozess müsse (auch) als sozialer Prozess verstanden werden. Vielfach werde erst auf den zweiten Blick deutlich, dass komplexe Innovationsprozesse nur dann erfolgreich sind, wenn das Zusammenspiel von technologischen Entwicklungen mit den sogenannten "weichen Faktoren" (Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung) gelingt.
"Innovationspolitik ist mehr als Forschungspolitik", so Zahn-Elliott. Innovationen entstünden in spezifischen, komplexen Interaktionsbeziehungen und beruhten auf Kreativität und Vertrauen: Komplexe Systeminnovationen und Transformationsprozesse erfordern und sind zugleich soziale Innovationen - unter intelligenter Nutzung neuer Technologien. Daher bestünde Bedarf an Lösungsvorschlägen, an praxisorientierten und gleichzeitig wissenschaftsbasiert abgesicherten Konzepten, Werkzeugen und Vorgehensweisen aus den Projektverbünden.

Workshopatmosphäre der Fokusgruppe Organisations- und Personalentwicklung

Frau Dr. Kutzner (Universität Bielefeld) betonte in ihrer Vorstellung "Innovation und Diversity" zunächst, dass zur Innovationsfähigkeit von Unternehmen neben der Fähigkeit, neue Trends und Bedürfnisse frühzeitig wahrzunehmen, auch die Fähigkeit gehöre, Impulse von innen zu nutzen, d.h. kreative Ideen ihrer Beschäftigten zu fördern. Aus dem Zusammenwirken von Beschäftigten mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen, Arbeits- und Lebensumwelten könne ein erfolgreiches Ideen- und Innovationsmanagement entwickelt werden. Diversity-Management sei ein Konzept, das sich auf die personelle Vielfalt (Diversity) in Unternehmen stütze, um sie zur Innovationsförderung zu nutzen.
Die Untersuchung will sich auf der Ebene der betrieblichen Organisation damit auseinandersetzen, wie aus dem Zusammenwirken unterschiedlicher Beschäftigtengruppen Innovationsimpulse entstehen können und welche (partizipativ orientierten) Organisationsstrukturen dazu förderlich sind. Ziel des Projekts sei es, Ansatzpunkte, Instrumente und Empfehlungen zur Gestaltung eines innovationsförderlichen Diversity-Managements zu erarbeiten.

Das Metaprojekt MANTRA, das die Verbundvorhaben wissenschaftlich begleitet, gab einen ersten Überblick über die von den Vorhaben zu erwartenden neuen Methoden und Instrumente für die Unterstützung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Es wird an einem breiten Spektrum innovativer Methoden gearbeitet, mit denen das Unplanbare, die Innovation, dennoch mithilfe strategischer Maßnahmen gefördert werden kann. Der Förderschwerpunkt selbst, so zeigte eine erste explorative Übersicht über die bearbeiteten Forschungsideen, hat ein hohes Innovationspotential. Er verfolgt unterschiedliche Ansätze zur Analyse und Implementation nicht-linearer Organisationsformen sowie der Kooperation über die Unternehmensgrenzen hinweg mit anderen Unternehmen oder weiteren Partnern im Innovationsprozess. Darüber hinaus werden in mehreren Verbundvorhaben die z.Z. auch in der Öffentlichkeit viel diskutierten Potentiale der Kollaboration mit weiteren Personen, Gruppen und Organisationspartnern untersucht, die insbesondere durch die interaktiven Möglichkeiten des Internet einen neuen Schub für die Innovationsstrategien versprechen: Welche Beiträge können internet-basierte Social Communities und Web 2.0 Applikationen im Innovationsprozess leisten? Muss man hier von einer neuen Dimension von Innovationsprozessen sprechen, die nicht mehr auf einzelne Unternehmen, Netzwerke oder Cluster beschränkt sind? Wird Innovation auf diese Weise zu einer Aufgabe für neue Gruppen in der Gesellschaft oder gar für alle?

Anlässlich der Tagung konstituierte sich der Nationale Transferkreis (NTK). Eine Gruppe von Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden begleitet den Förderschwerpunkt, um bereits während seiner Laufzeit den Transfer der Projektergebnisse in die Praxis zu unterstützen und weiteren Interessierten die Möglichkeit zu geben, frühzeitig von den Ergebnissen zu profitieren.

Das Metaprojekt MANTRA hatte im Vorfeld die wichtigsten Schlüsselbegriffe, Projekte und eine versinnbildlichte Zusammenfassung der sechs Fokusgruppen in Form von Plakaten zusammengestellt. Abgerundet wird diese Posterreihe durch ein Übersichtsplakat zum Förderschwerpunkt, das wie ein Orientierungsplan alle Verbundprojekte graphisch darstellt. Alle Poster sind auf den Internetseiten http://www.mantra-interaktiv.de/ eingestellt und können von dort herunterladen werden.

Die Ergebnisse dieser Tagung werden derzeit für eine Veröffentlichung aufbereitet. Anfang des Jahres 2010 wird damit ein erstes gemeinsames Buch vorliegen, dass die Arbeit aller Verbundprojekte des Förderschwerpunkts einer größeren Öffentlichkeit zugänglich macht.

Die Zweite Tagung des Förderschwerpunkts wird am 24. und 25. Juni 2010 in Dortmund stattfinden.

Weitere Informationen: http://www.mantra-interaktiv.de/


OKTOBER 2009
Menschengerechte Arbeit in der ambulanten Pflege -
Abschluss-Workshop in Mainz

Unter dem Titel des Verbundprojekts "Partizipative Prävention im Arbeits- und Gesundheitsschutz durch sozialen Dialog" (PaPsD) haben die Akteure des Teilvorhabens "Menschengerechte Arbeit in der ambulanten Pflege" (Arbeit und Zukunft e.V. Hamburg)" die Bedingungen menschengerechter Arbeit in der ambulanten Pflege untersucht und Gestaltungsmaßnahmen mit den Beteiligten in einigen Orten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz in die Wege geleitet.

Der Abschluss-Workshop des Teilvorhabens, der am 6. Oktober 2009 fand in den Räumen des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familien und Frauen in Mainz stattfand,  wurde durch Staatssekretär Christoph Habermann eingeleitet. an der Veranstaltung nahmen die Projektbeteiligten aus Pflege- und Ausbildungseinrichtungen, Vertreter(innen) von Krankenkassen und Verbänden sowie Auszubildende aus Pflegeschulen teil. Dr. Christoph Smieszkol, ehemaliger staatlicher Gewerbearzt Rheinland-Pfalz, berichtete über Aktivitäten des Ministeriums im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie. Alexander Frevel (Arbeit und Zukunft e.V.) gab einen Überblick über die Gestaltungsmaßnahmen in den beteiligten Pflegediensten und die Forschungsergebnisse, die in das Gesamtresultat des Verbundprojekts PaPsD einfließen werden.


SEPTEMBER 2009
Partizipation im sozialen Dialog
Abschlusstagung in Hamburg

Das Verbundprojekt "Partizipative Prävention im Arbeits- und Gesundheitsschutz durch sozialen Dialog" (PaPsD), bestehend aus den Partnerorganisationen ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Arbeitnehmerkammer Bremen und dem Beraternetzwerk "Arbeit und Zukunft e.V. Hamburg, stellte am 30. September 2009 in Hamburg in den Räumen der historischen Hamburger Kaffeebörse nach dreijähriger Laufzeit wesentliche Projektergebnisse vor.

An der Veranstaltung, die durch Petra Höfers von der Arbeitnehmerkammer Bremen eröffnet wurde, nahmen die Projektbeteiligten sowie Vertreter weiterer BMBF-geförderter Verbundprojekte im Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" teil.

Teilnehmer(innen) des Präventions-Cafés

Dr. Michael T. Wright, Wissenschaftler am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung in der Forschungsgruppe "Public Health", berichtete über Forschungsergebnisse zum Thema "Zur Notwendigkeit der Partizipation für eine erfolgreiche Prävention". Es folgten Präsentationen der Projektergebnisse aus den drei Teilvorhaben. Heinz-Josef Itkowiak gab in seinem Vortrag unter dem Thema "Der soziale Dialog als vermittelnde Aktionsform zwischen Prävention und Partizipation" einen Überblick über die Gestaltungsmaßnahmen in den beteiligten Einrichtungen und die Forschungsergebnisse des Verbundprojekts PaPsD. Daran schlossen sich interaktive "Präventions-Cafés" zu den Themen "Sozialer Dialog als Verfahren", "Partizipative Prävention als Veränderungsprozess" und "Sozialer Dialog als Grundhaltung" an.

Die gut besuchte Veranstaltung vermittelte eine solide fundierte empirische Basis für die wesentlichen Thesen der von der Fokusgruppe "Partizipation und Führung" im April 2009 bereits herausgegebenen Broschüre "Partizipation und Prävention", an der das Verbundprojekt PaPsD maßgeblich mitgewirkt hat.


SEPTEMBER 2009
Projekt BiG erfolgreich abgeschlossen

Am 8. und 9. September 2009 fand im Werk Sindelfingen die von der Daimler AG und der Universität Heidelberg ausgerichtete Abschlusskonferenz des Projekts "Benchmarking in einem Gesundheitsnetzwerk (BiG) - Nachhaltiges Gesundheitsmanagement als Voraussetzung für die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen" statt.

Das Projekt "BiG" ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt, das in Kooperation des Bereichs Health & Safety der Daimler AG mit der Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Heidelberg in den Jahren 2006 bis 2009 durchgeführt wurde. Am Projekt beteiligte Partnerunternehmen waren die Deutsche Bahn AG, die REWE Group, die Neff GmbH und die Fraport AG.

Thematische Schwerpunkte der zweitägigen Konferenz waren die Präsentation der Projektergebnisse und -erfahrungen sowie eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Gesundheitsmanagement in Krisenzeiten - können Forschungsprojekte positiv beeinflussen?" An ihr nahmen Ilona Kopp als Vertreterin des Projektträgers im DLR, Dr. Helmut Schmidt, Leiter Health & Safety der Daimler AG, sowie Vertreter aus verschiedenen Teilen des Konzerns und des Betriebsrats teil. Weitere Vorträge wurden von Prof. Dr. Karlheinz Sonntag (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Ansgar Thiel, Universität Tübingen, zu Themenbereichen des Projekts gehalten.

Michael Böhm, Leiter Gesundheitsmanagement-Projekte und Internationales Gesundheitsmanagement, Daimler AG, führte ein Interview mit dem Projektteam, das die dreijährige Forschungs- und Projektarbeit sowie die Zusammenarbeit mit den Produktionsbereichen bei Daimler und den Benchmarking-Partnern verdeutlichte. Anschließend wurden drei parallele Workshops angeboten, auf denen zentrale Themen des Gesundheitsmanagements bearbeitet wurden. Vertreter(innen) der Fokusgruppen-Partner des Projekts BiG, die Projekte PARSAG und PAGS-Monitor, gestalteten einen eigenen Workshop zur Übertragbarkeit der Projektergebnisse in KMU.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurde der innerhalb des Konzerns ausgeschriebene "Health & Safety Award" verliehen. Er ging für 2009 an die Werke Hamburg (2.) und Berlin (1.). Mit diesem Preis wird jährlich der Daimler-Standort mit den besten Kennzahlen im Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz ausgezeichnet, an dem zusätzlich innovative Maßnahmen im Bereich des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes durchgeführt worden sind.


SEPTEMBER 2009
Erster Doktorandenworkshop im BMBF-Förderschwerpunkt
"Diensleistungsqualität durch professionelle Arbeit"

Sechzehn Doktorandinnen und Doktoranden waren der Einladung zum 1. Doktorandenworkshop im BMBF-Förderschwerpunkt "Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit" nach Münster an die Deutsche Hochschule der Polizei am 14. und 15. September 2009 gefolgt. Sie wollten ihre Dissertationsthemen vorstellen sowie Ziele, Forschungsfragen, methodisches Vorgehen und Probleme untereinander und mit wissenschaftlichen Betreuern diskutieren. Die Arbeitsthemen der Dissertationen konnten drei inhaltlichen Schwerpunkten zugeordnet werden:
- Kompetenzmodelle und Kompetenzmessung
- Interaktion zwischen Kunden und Organisation
- Stolz und Wertschätzung.

So wurde in drei Gruppen gearbeitet. Jeweils zwei Betreuer (fast alle Hochschulprofessoren) wirkten als Moderatoren, Berater bzw. Ansprechpartner - sowohl bezogen auf Inhalte und Methoden als auch auf organisatorisch-technische Fragen der Qualifikationsvorhaben. Nicht nur die Gespräche in den Arbeitsgruppen waren geprägt von einer offenen und angenehmen Atmosphäre sondern die zwei Tage insgesamt, einschließlich der Diskussionen im Plenum und der gemeinsamen Veranstaltungen am Abend.

Einige ausgewählte Reflexionen der Teilnehmenden untermauern diese Einschätzung und bestätigen, dass die mit dem Workshop verbundenen Erwartungen und Zielstellungen erreicht wurden.  Eine Abfrage bezogen auf Positives ergab u.a.:
- Andere Perspektiven kennenlernen (z.B. Soziologie, Psychologie, BWL).
- Gefühl von Vertrauen in der Gruppe ist wichtig - kein Ideenklau, sondern Weiterhelfen.
- Interdisziplinäre Zusammensetzung in den Kleingruppen ist interessant und bringt Anregungen für die eigene Dissertation.
- Reflexion der Arbeit durch Außenstehende / thematische Neulinge ist sehr gut.
- Wertschätzung des Forschungsthemas durch andere hat sehr motiviert.
- Termine des Workshops sind als externer Faktor Teil der Motivation (als Hilfestellung für den persönlichen Zeitplan).
-  Plenumsveranstaltung ist eine schöne Zusammenfassung und sehr hilfreich.

Zum Gelingen der Veranstaltung, speziell zu einer sehr effektiven und konstruktiven Arbeit trug ganz wesentlich die gute Vorbereitung der Doktorandinnen und Doktoranden bei, die sich nicht allein in qualitativ anspruchsvollen Präsentationen äußerten. Bereits aus den im Vorfeld verschickten Abstracts war erkennbar, dass insgesamt sehr interessante Fragestellungen aufgenommen wurden, die das Themenfeld "Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit" mit den dort formulierten Schwerpunkten aus der Sicht unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen ausleuchten. Es wurden neue Aspekte aufgenommen, die möglicherweise über die Dissertationen hinaus weiter zu verfolgen bzw. zu vertiefen wären.

Aus dieser Sicht war der Workshop gerade auch für den Projektträger sehr interessant. Es wurde ein guter Einblick in konkrete Forschungsthemen ermöglicht, die durch diese Qualifikationsvorhaben recht intensiv bearbeitet werden und sehr fundierte Erkenntnisse erwarten lassen. Gleichfalls wird ein Bild über die gegenwärtige Realisierung des Förderschwerpunktes sowie des darüberliegenden Förderprogramms "Innovationen mit Dienstleistungen" vervollständigt.

Das Interesse an der Weiterführung des Dialoges ist groß - über den nächsten Workshop wird bereits nachgedacht.


SEPTEMBER 2009
Umweltdienstleistungen
Internationalisierungsstrategien für dynamische Märkte

Dieser Band wurde von der Fokusgruppe "Umweltdienstleistungen" innerhalb des Förderschwerpunktes "Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen" erarbeitet. Er umfasst die wesentlichen Ergebnisse der drei Vorhaben, die in den Bereichen erneuerbare Energien und Wasserwirtschaft drei Jahre geforscht haben.

Das Buch beleuchtet die Grundlagen der Exportfähigkeit von Dienstleistungen in den genannten Bereichen, zeigt die Treiber für erfolgreiche Strategien auf und vermittelt Erfahrungen aus Unternehmen. Zu diesen Zukunftsmärkten bietet das Buch praktische Beispiele, Hinweise zur Finanzierung und Gestaltung von Geschäftsmodellen sowie politische Empfehlungen zur Erschließung der Exportpotenziale von Umweltdienstleistungen.

Bernd Hirschl, Julika Weiß, Wilfried Konrad (Hrsg.): Umweltdienstleistungen. Internationalisierungsstrategien für dynamische Märkte. Oekom, München, 2009


SEPTEMBER 2009
Arbeitsgegenstand Mensch:
Psychologie dialogisch-interaktiver Erwerbsarbeit

Insbesondere vor dem Hintergrund des BMBF-Förderschwerpunktes "Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit" ist dieses Buch ein wichtiger Meilenstein für alle Forscherinnen und Forscher, die sich mit (interaktiver) Dienstleistungsarbeit befassen (wollen).

In der Einleitung des Buches wird durch ein Zitat des Bundespräsidenten deutlich, welches Ziel das Buch verfolgt: den Wert und die Würde der Arbeit neu entdecken. Dienstleistungsforschung, die sich mit der Arbeit am und mit den Menschen beschäftigt, kann aus diesem Lehrbuch viele Anregungen und Denkanstöße gewinnen.

Winfried Hacker: Arbeitsgegenstand Mensch: Psychologie dialogisch-interaktiver Erwerbsarbeit. Ein Lehrbuch. Pabst Science Publishers, Lengerich, Berlin, Bremen u.a.


JULI 2009
PerLe: Studie zu Performanz-Leitbildern veröffentlicht

Die Publikation "PerLe: Performanz-Leitbilder entwickeln - Unternehmenswerte leben!" zeigt anhand praktischer Beispiele und erprobter Instrumente, wie Performanz-Leitbilder in Unternehmen entwickelt, gestaltet und erfolgreich umgesetzt werden. Im komplexen Wirtschaftsleben, in Zeiten sich rasch wandelnder, turbulenter Umweltbedingungen und oft unvorhersehbarer Ereignisse ist eine zunehmende Sensibilisierung von Unternehmen gegenüber den Themen Unternehmensleitbilder und -kultur zu verzeichnen.

Leitbilder sollen innerhalb eines Unternehmens Orientierung und Identität für alle Akteure stiften, im Außenraum Transparenz vermitteln und die Besonderheit eines Unternehmens gegenüber Wettbewerbern und Kunden unterstreichen. Damit erhalten in jüngster Zeit Schlagworte wie Werte und Unternehmenskultur eine neue Bedeutung und werden über marketingorientierte Lippenbekenntnisse hinaus zum erfolgskritischen Faktor.

In Abgrenzung und als Ergänzung zu Leitbildern, die das ganze Unternehmen adressieren, fokussiert sich das Konzept der Performanz-Leitbilder auf das konkrete Arbeitshandeln auf der Ebene von Arbeitsbereichen, Gruppen oder Teams. Ziel ist es, Unternehmensleitbilder eng mit Maßnahmen der Personal- und Organisationsentwicklung zu koppeln, um somit möglichst direkt auf die tägliche Arbeitswirklichkeit von Mitarbeitern und Führungskräften Einfluss zu nehmen.

Die Studie "PerLe: Performanz-Leitbilder entwickeln - Unternehmenswerte leben!" zeigt anhand praktischer Beispiele und erprobter Instrumente, wie Performanz-Leitbilder in Unternehmen entwickelt und gestaltet werden. Sechs Praxisbeispiele aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen demonstrieren die universelle Einsetzbarkeit und die Vielfalt an Themenstellungen zu denen Performanz-Leitbilder entwickelt und umgesetzt werden. So können Performanz-Leitbilder Identifikation und Orientierung von Mitarbeitern in der Montage fördern, einen Rahmen für die Gratwanderung zwischen Wettbewerb und Kooperation vorgeben oder als Instrument zur Entwicklung gemeinsamer Leitsätze in jungen, wachsenden Unternehmen dienen.

Die Publikation entstand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts "Entwicklung und Gestaltung arbeitsorientierter Performanzleitbilder". Durch die enge Verzahnung von Forschungsergebnissen mit praktischen Erfahrungen aus der Unternehmenswirklichkeit richtet sich die Studie nicht nur an Wissenschaftler, sondern bietet insbesondere interessierten Unternehmen wertvolle Hilfestellung bei der systematischen Entwicklung und Umsetzung von Leitbildern.

Bezugsmöglichkeit: Die Studie kann im IAO-Shop unter http://shop.iao.fraunhofer.de/details.php?id=424 bestellt werden.

Weitere Informationen zum Projekt: http://www.pm.iao.fraunhofer.de/projekte/Perle.jsp?print=true


JULI 2009
INDINA gewinnt mit BG Metall Nord Süd leistungsstarken Kooperationspartner

Gesunde, kompetente und motivierte Beschäftigte sind die Voraussetzung  für den Erhalt und die Steigerung der betrieblichen Leistungs- und Innovationsfähigkeit - so lautet nicht nur das Motto des Projektverbundes INDINA mit seinen sieben betrieblichen und wissenschaftlichen Partnern, sondern diese Aussage deutet auch gleichzeitig das Ziel des Projektes an. Der Projektverbund INDINA wies bereits nach, dass gute, gesundheits- und entwicklungsförderliche Arbeitsbedingungen einen positiven Einfluss auf die Beschäftigten in der Gießerei-Branche haben, die unmittelbar auch die Innovationsfähigkeit der Unternehmen stimulieren. INDINA entwickelt einen konzeptionellen Ansatz, Analyse- und Gestaltungsinstrumente zur Implementierung eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements, das auch für andere Unternehmen Referenzcharakter besitzt.

Management, Betriebsrat und Beschäftigte werden bei der beteiligungsorientierten Entwicklung einer Gesundheitskultur begleitet, unterstützt und qualifiziert, die u.a. auf Salutogenese und Prävention setzen und die bisherige Reparatur- und Kompensationskultur im Arbeits- und Gesundheitsschutz ablösen. Auf die Vernetzung von Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen innerhalb und außerhalb der Organisation für gemeinsames Handeln wird im Projekt großer Wert gelegt. Daher kommt der BG Metall Nord Süd als neuem Partner ein besonderes Gewicht zu. Mit der BG Metall Nord Süd ist vereinbart, gemeinsam ein branchenbezogenes Dialogforum zum Thema "Prävention in der Gießereibranche" aufzubauen. Darüber hinaus wird die BG Metall Nord Süd mit ihrer Industrieberatung die betrieblichen Partner im Verbund INDINA - pilotmässig insbesondere das Unternehmen Gienanth Eisenberg - fachlich begleiten. Für die Umsetzung und langfristige Verwertung der Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt bedeutet dies einen großen Schritt. Mit der Kooperation ergeben sich neue Möglichkeiten, die Projektergebnisse über gemeinsame Veröffentlichungen und regionale oder überregionale Veranstaltungen interessierten Unternehmen und Organisationen zugänglich zu machen. Damit erreichen die Ergebnisse und konzeptionellen Ansätze aus INDINA einen großen Kreis von Unternehmen, der weit über die Gießereibranche hinaus reicht.

Weitere Informationen: http://www.indina.de/


JULI 2009
BMBF initiiert Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

"Unternehmen, die innovative Produkte und Dienstleitungen schnell und erfolgreich auf den Markt bringen, sind nicht nur der Konkurrenz einen Schritt voraus. Innovatives Unternehmertum ist auch ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg aus der derzeitigen Krise", betont Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Anlass war der offizielle Auftakt einer neuen strategischen Partnerschaft mit dem Titel "Fit für Innovation" in Berlin. Die vom BMBF geförderte Initiative vereint namhafte Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartner und Politik.

"Durch diese Zusammenarbeit von Forschung und Praxis soll das Bewusstsein für die Bedeutung von Innovationsfähigkeit in Unternehmen und Gesellschaft geschärft werden. Die Partnerschaft unterstützt die Innovationsdynamik und die Entwicklung einer nachhaltigen Innovationsfähigkeit von Unternehmen, indem sie gute Lösungen aus der Forschung schnell in die Wirtschaft überträgt", erklärte Quennet-Thielen.

Sprecher der Partnerschaft ist Dr. Manfred Wittenstein, Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagebau e.V. (VDMA). Bis Mitte 2010 werden in sechs Arbeitskreisen unter anderem folgende Fragen diskutiert: Wie lässt sich Kreativität und Mut zum Neuen entfalten? Wie rekrutiert man kompetente Fachkräfte? Oder wie lassen sich Kunden, Beschäftige und Partner in Innovationsprozesse einbinden? Als Ergebnis werden Strategien und Handlungsleitfäden erarbeitet und interessierten Unternehmen sowie Politik und Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Durch öffentliche Veranstaltungen der Arbeitskreise in ganz Deutschland soll außerdem ein Netzwerk von Unternehmen und Wissenschaft entstehen, das eine nachhaltige Innovationsfähigkeit in Deutschland weiterentwickelt. Geplant ist, dass die Partnerschaft vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation organisatorisch unterstützt wird.

"Qualifizierte Fachkräfte und wandlungsfähige Unternehmen sind entscheidende Faktoren im Innovationswettbewerb. Es bedarf eines geeigneten Klimas und unterstützender Strukturen, um Einfallsreichtum, Kreativität, Risikobereitschaft und Mut zu Neuem entfalten zu können. Es geht darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der sich Motivation und Leistungsfähigkeit bei jedem und jeder Einzelnen entfalten können. Um dies zu erreichen, sind Netzwerke wie die heute gestartete strategische Partnerschaft unerlässlich", sagte Quennet-Thielen.


JULI 2009
Anschaulich und überzeugend im FILM:
Innovationsstrategien für KMU

Wie kann es der Politik, den Sozialpartnern, Kammern, Verbänden, Agenturen, Netzwerken und Beratern gelingen, kleine und mittelständische Unternehmen für die Entwicklung nachhaltig wirksamer Innovationsstrategien zu gewinnen und auf welche Weise können sie dabei unterstützt werden?

Antworten gibt ein Imagefilm, der von der Dortmunder Film- und Medienproduktion KonzeptMedia4 produziert und erstmals auf dem 2. Zukunftsforum des BMBF in Berlin im April 2009 sehr erfolgreich eingesetzt wurde. Gedreht wurde in der Sozialforschungsstelle Dortmund, der G.I.B. in Bottrop und bei dem Dortmunder Mikrooptikhersteller LIMO. Das Unternehmen für Lasertechnologie zeigt, dass die Verbindung zwischen technischer und sozialer Innovation die Grundlage für einen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg ist.

Im Mittelpunkt stehen Ziele, Projektpartner und Beispiele aus dem Verbundprojekt KMU-INNOSTRAT - "Erarbeitung eines breitenwirksamen Interventionssystems zur Initiierung von Innovationsstrategien in kleinen und mittelständischen Unternehmen" - das sich zum Ziel gesetzt hat, aktuelle Erkenntnisse der Innovationsforschung für kleine und mittelständische Unternehmen besser verfügbar zu machen. Weitere Informationen zum Verbundprojekt KMU-INNOSTRAT sind im Internet unter http://www.kmu-innostrat.de zu finden.

Der Film liegt in deutscher und englischer Fassung vor. Er kann bei G.I.B. auch als CD-ROM kostenlos bestellt werden.

Hier geht es zum Film: http://video.gib-nrw.de/KMUInnostrat/KMUINNOSTRAT.html


JULI 2009
Expertenworkshop "Innovationstransfer für KMU"

Was sind betriebsinterne und -externe Treiber und Hemmnisse für Innovationsstrategien in KMU? Wie kann der Innovationstransfer gestärkt werden? Diese Fragen wurden im Rahmen eines Expertenworkshops am 13. Mai 2009 engagiert unter 15 betrieblichen Expertinnen und Experten in Dortmund diskutiert.

In der teilweise kontrovers geführten Diskussion wurde schnell deutlich, dass betriebliche Innovationen nur im Kontext des jeweiligen Unternehmens verstanden und entwickelt werden können. Sie sind niemals Selbstzweck, sondern dienen der nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten. Deutlich wurde auch, dass Innovationen innerbetrieblich vor allem von der Unternehmerpersönlichkeit sowie von qualifizierten und motivierten Beschäftigten vorangetrieben werden.
Workshop
Externe Anreize zur Förderung betrieblicher Innovationen müssen niedrigschwellig, einfach und unbürokratisch gestaltet werden und von unternehmensnahen Agenturen mit kompetenten und verantwortungsvollen Vertrauenspersonen umgesetzt werden, die als "Grenzgänger" zwischen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Systemen agieren.

Organisiert wurde der Workshop vom Projekt KMU-INNOSTRAT unter dem Titel "Innovationstransfer". Das Ziel des Projektes KMU-INNOSTRAT ist es, das verfügbare Wissen über erfolgreiche Innovationsstrategien für kleine und mittelständische Unternehmen besser zugänglich zu machen. Der Workshop ist Teil des Projekts, das die Anregungen des Workshops aufgreifen und in ein Konzept zur Verbesserung des breitenwirksamen Transfers umsetzen wird.

Weitere Informationen zum Projekt KMU-INNOSTRAT: http://www.kmu-innostrat.de/

Die Dokumentation dieses Workshops ist jetzt erschienen. Sie enthält die Zusammenfassung der Diskussion, die Präsentationen der Veranstaltung, weitere Hintergrundinformationen, die Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops sowie einige Bilder der Veranstaltung. Die Dokumentation ist unter folgender Internetadresse erhältlich: www.gib.nrw.de/service/downloads/Workshop_KMU_INNOSTRAT_090515.pdf


JUNI 2009
Europäische Studie "Workplaces of the future"

Carin Håkansta und Kenneth Abrahamsson vom schwedischen Institut für Arbeitsforschung sind die Herausgeber des Buches "Workplaces of the future", das im Rahmen des Netzwerkes  WORK-IN-NET erstellt wurde. Das Buch beherbergt eine gleichermaßen weitblickende wie spannende Sammlung von Beiträgen europäischer Expertinnen und Experten, die sich mit dem Thema befassen, wie die Arbeitsplätze der Zukunft aussehen und welche An-forderungen sie an die Organisation der Arbeit stellen. Diese Themen waren auf dem Foresight-Seminar am 4. und 5. September 2008 in Stockholm diskutiert worden.

Carin Håkansta, Kenneth Abrahamsson (Ed.) "Workplaces of the future." Stockholm/Bonn (2009), 143 pgs.
Als download verfügbar unter: http://www.workinnet.org


JUNI 2009
Brochüre erschienen
Dienstleistungen systematisch entwickeln

Mit dieser Broschüre hat das Vorhaben  "Service Enegineering - Innovationstreiber in KMU" einmal mehr bewiesen, dass es möglich ist, Forschungsergebnisse für Unternehmen lesenswert aufzubereiten. Service Enegineering für kleine und mittlere Unternehmen bietet eine Methode an und stellt einen Werkzeugkasten bereit aus dem konkreter betrieblicher Nutzen gezogen werden kann. Ausgehend von betrieblichen Problemstellungen werden mit dem Instrument Service Engeineering Lösungswege zur Verfügung gestellt und beschrieben, die es Unternehmen erlauben, sowohl ihre Prozesse als auch ihre Produkte nutzenstiftend zu verändern. Welche Wirkungen damit erzielbar sind und wie sie erfasst werden können, wird im Abschnitt "Erfolgskontrolle" erläutert. Die Broschüre richtet sich insbesondere an Unternehmen.

Dirk J. Harms, Ewald Heinen, Kristina Kuiper u.a. (2009): Dienstleistungen systematisch entwickeln. Ein Methoden-Leitfaden für den Mittelstand. itb - Institut Technik der Betriebsführung, Karlsruhe, ISBN: 978-3-926509-29-1, 50 Seiten, mit Begleit-CD


JUNI 2009
Veröffentlichung zum Solution Selling

Wer sich zum Stand der Forschung zu hybriden Lösungen in Zusammenhang mit umfangreichen betrieblichen Falluntersuchungen befassen möchte, wird in diesem Heft eine Fülle interessanter Ergebnisse finden. Als Beispiele dienen mehr als zehn (international tätige) kleine und große Unternehmen. Eine "Roadmap" schließt die Studie ab.

Ahlert, Dieter; Kawohl, Julian, Kes, Isabelle (2009): Case Studies zum Solution Selling. Best Practice Beispiele der Organisation, Vermarktung und Umsetzung von Lösungen. Transolve, Projektbericht 5, Universität Münster, Institut für Handelsmanagement und Netzwerkmarketing, ISSN 1866-4970


JUNI 2009
Veröffentlichung zur Internationalisierung von Dienstleistungen

Die Internationalisierung von Dienstleistungen hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dienstleistungsunternehmen, die in verschiedenen Ländern tätig sind, müssen nicht nur spezifische Strategien für die einzelnen Auslandsmärkte entwickeln, sondern ihre in- und ausländischen Engagements auch in eine globale Unternehmensstrategie integrieren, um dadurch länderübergreifende Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Dazu dienen die 3K-Instrumente. Der Band enthält die Ergebnisse des Projektes "3K - Globale Strategien von Dienstleistungsunternehmen", das an der Universität Nürnberg und an den beiden Technischen Universitäten Dortmund und München durchgeführt wurde. Er reiht sich ein in nun schon eine umfangreiche Reihe von empirisch gesättigten Forschungsergebnissen zur Internationalisierung von Dienstleistungen im Rahmen der BMBF-Dienstleistungsforschung. Das Buch richtet sich an Lehrende an Hochschulen und an Interessierte in Unternehmen.

Dirk Holtbrügge, Hartmut H. Holzmüller, Florian von Wangenheim (Hrsg.) (2009): Management internationaler Dienstleistungen mit 3K. Konfiguration - Koordination - Kundenintegration. Gabler Edition Wissenschaft, 259 Seiten


JUNI 2009
Management von Dienstleistungen

Unter diesem Titel fand die 71. Jahrestagung des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB) vom 3. bis 6. Juni 2009 an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg statt.
Im Titel wird schon sehr deutlich, dass die sich Inhalte der Tagung stark an aktuellen Fragestellungen der Dienstleistungsforschung orientiert haben. Auf der sogenannten Pre-Conference am 3. Juni hatte der PT im DLR die Möglichkeit, am Beispiel der BMBF-geförderten Dienstleistungsforschung das Procedere der Drittmitteleinwerbung zu verdeutlichen. Am Vormittag des ersten Konferenztags standen 3 Keynote Speaker im Zentrum der Aufmerksamkeit: aus politischer, unternehmerischer und betriebswirtschaftlicher Sicht wurde die Bedeutung der Dienstleistungen bzw. der Dienstleistungsforschung gewürdigt. Dass die BMBF-geförderte Dienstleistungsforschung innerhalb der BWL eine wichtige Rolle spielt zeigte sich außerdem daran, dass in mehreren Workshops für unsere Vorhaben die Gelegenheit bestand, ihre Ergebnisse vorzutragen: Internationales Service Management, industrielle Dienstleistungen - hybride Wertschöpfung sowie Kosten- und Preismanagement für hybride Produkte. Weitere wichtige Foren fanden zu den Themen Service Science und Service Innovationen statt. Der 72. Verbandstag findet vom 27. bis 29. Mai 2010 in Bremen statt. Der Call for Papers and Vorträge ist schon veröffentlicht.
Beitrag "Handelsblatt", 10. Juni 2009


JUNI 2009
Fachtagung "Markterfolg durch industrielle Dienstleistungen
- regional - national - international -"

Am 25. Juni 2009 veranstaltet das Institut für Technologie und Arbeit (ITA) e.V. zusammen mit dem Fraunhofer ISI, der IHK Zetis GmbH und der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. eine Fachtagung zum Thema "Markterfolg durch industrielle Dienstleistungen". Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie werden von ihren Erfahrungen aus der Projektumsetzung bei der Einführung industrieller Dienstleistungen berichten. Thematische Schwerpunkte sind dabei:
- Regionale, nationale und internationale Geschäftsstrategien zum Angebot von industriellen Dienstleistungen sowie
- die Entwicklung zum Anbieter von industriellen Dienstleistungen.
Von besonderem Interesse sind die Gestaltung des Dienstleistungsangebots, die Organisations- und Personalentwicklung sowie die wirtschaftliche Verwertung. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion, welche sich dem Thema "Chancen und Risiken produktbegleitender Dienstleistungen" widmet. Die Tagung bildet den Abschluss der Forschungsprojekte InnoWa-KMU und InProDi des ITA e.V. sowie des Forschungsprojektes DEXINPRO des Fraunhofer ISI.

Weitere Informationen: Programm und Anmeldung


MAI 2009
Bundesforschungsministerin gibt Gewinner des BMBF-Wettbewerbes "Gesundheitsregionen der Zukunft" bekannt

Am Mittwoch, den 27. Mai 2009 wurden beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin von Bildungsministerin Anette Schavan die Gewinner der ersten Runde des Wettbewerbs "Gesundheitsregionen der Zukunft" vorgestellt. Die von der 14-köpfigen Jury aus 20 Wettbewerbsteilnehmern als Sieger ausgewählten Regionen Nordbrandenburg und Neckar-Alb erhalten für die Realisierung ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die nächsten vier Jahre insgesamt bis zu 15 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dazu kommt jeweils derselbe Betrag von regionalen Partnern.
Während sich die Region Gesundheitsregion Neckar-Alb in besonderer Weise darum bemüht, neue regenerationsmedizinische Behandlungsmethoden zu erforschen und in die klinische Routine zu integrieren, ist das Ziel der Gesundheitsregion Nordbrandenburg die Unterstützung von Hausärzten durch den Einsatz von Telemedizin, was insbesondere die Betreuungsqualität in strukturschwachen ländlichen Gebieten zu verbessern hilft.
Das Ziel des Wettbewerbes Gesundheitsregionen der Zukunft - Fortschritt durch Forschung und Innovation des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist, Verantwortliche aus medizinischer Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung einer Region zu vernetzen und infolge Innovationen für das Gesundheitssystem zu ermöglichen.
Außer den jeweiligen Fachreferaten im BMBF ist der Projektträger im DLR mit den Arbeitsbereichen Gesundheitsforschung sowie Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen durch fachspezifische Expertise an dem Wettbewerb beteiligt, der im Sommer in eine weitere Runde starten wird.

Link zur offiziellen Pressemitteilung:
www.bmbf.de/press/2560.php


MAI 2009
Theater auf dem 2. Zukunftsforum - Improvisationen über Innovation

Anlässlich des 2. Zukunftsforums Innovationsfähigkeit am 2. und 3. April 2009 in Berlin setzte das Improvisationstheater Betty LaMinga & Olaf Bürger aktuelle Themen der Arbeitswelt in Szene. Typische Szenen des Arbeitsalltags übertrugen die Schauspieler in eine überspitzte Formen des Dialogs und führten schauspielerisch gekonnt vor Augen, das häufig absurde Situationen entstehen können. Besonders gelungen: die Zuschauenden gaben die Regieanweisungen. Sie durften vorgeben, zu welchen Themen Szenen gespielt werden sollten.

Die Aktivität ging von der Fokusgruppe "Innovationsstrategien und Partizipation" aus, in der sieben BMBF-geförderte Projekte in einem thematischen Netzwerk zusammengefasst sind. Gemeinsam mit den Schauspielern hatten die Projekte wichtige Themen vorbesprochen und für Kerninhalte der in der Fokusgruppe zusammengefassten Projekte geeignete Formen von Sketchen und Improvisationen vorbereitet. Koordiniert wurde die Aktivität vom Projekt KMU-INNOSTRAT, deren Sprecherin die G.I.B. ist.

Weitere Informationen: Übersicht über die an der Fokusgruppe beteiligten Projekte hier.

Mitschnitte der Improvisationen:
Teil 1 des Improvisationstheaters
Teil 2 des Improvisationstheaters
Teil 3 des Improvisationstheaters


MAI 2009
BMBF-Wettbewerb "Energieeffiziente Stadt"

Am 7. und 8. Mai 2009 fand in Hamburg unter Teilnahme von Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Kramer die Kick-Off-Veranstaltung für 15 Städte und ihre jeweiligen Projektpartner statt. In 15 Städten werden nun durch breit angelegte Konsortien Konzepte und Umsetzungspläne für mehr Energieeffizienz erarbeitet. Insgesamt haben sich 72 Kommunen in der ersten Phase des Wettbewerbs beworben. Bei dem Wettbewerb geht es um die Untersuchung und Umgestaltung des Energiesystems einer Stadt. Die Konsortien berücksichtigen dabei die zukünftigen Entwicklungsszenarien. Die ausgewählten Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Städte als Gesamtsystem betrachtet einen hohen Innovationsgrad haben, die erwartete Energieeinsparung hoch ist, das Konzept nachhaltig angelegt ist und die Vorschläge gut umsetzbar und auch auf andere Kommunen übertragbar sind. Am Ende des Wettbewerbs (die nächste Entscheidung wird Mitte 2010 fallen) werden ca. 5 Kommunen gefördert um ihre Konzepte in einem Zeitraum von gut vier Jahren verwirklichen zu können. http://www.wettbewerb-energieeffiziente-stadt.de/ stellt Ihnen den gleichnamigen Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vor.


MAI 2009
Service Engineering für Handwerk und Mittelstand - eine Erfolgsgeschichte

In einem Beitrag (Werkzeugkasten für den Mittelstand) für die FAZ-Verlagsbeilage "Innovationsoffensive" stellt Ewald Heinen, Geschäftsführer des Instituts für Technik der Betriebsführung in Karksruhe (itb), die Bedeutung der systematischen Dienstleistungsentwicklung für kleine und mittlere Unternehmen deutlich hervor.


MAI 2009
E-Commerce-Leitfaden in der 2. überarbeiteten und erweiterten Auflage erschienen

Der Leitfaden (Titel) gibt kompakt Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den elektronischen Handel: Einstieg in den E-Commerce, Erfolgskontrolle der Online-Aktivitäten, Auswahl geeigneter Zahlungsverfahren, Schutz vor Zahlungsstörungen, Versand und Bestellabwicklungen sowie Erschließung ausländischer Märkte. Verdeutlicht werden die Inhalte durch Experten-Interviews, Fallbeispiele, Checklisten, Infoboxen, Grafiken und Tabellen. Ein umfangreiches Glossar schließt den Band ab. Weitere Informationen sind unter http://www.ecommerce-leitfaden.de/ erhältlich.

Ernst Stahl, Thomas Krabichler, Markus Breitschaft, Georg Wittmann, 2009: E-Commerce-Leifaden. Erfolgreicher im elekronischen Handel. Universitätsverlag Regensburg, ISBN 978-3-86845-020-0.


MAI 2009
Innovation - Unternehmergipfel

Am 5. Mai fand auf dem Neuen Schloss in Stuttgart der dritte vom F.A.Z.-Institut gemeinsam mit dem Gastgeberland Baden-Württemberg sowie dem Mitveranstalter A.T. Kearney GmbH und Partnern ausgerichtete Unternehmergipfel "Innovation - Unternehmergipfel 2009" statt. Dort stellten Praxispartner und Wissenschaftler aus den BMBF-geförderten Projekten FlexNet, HyPro, ServPay und Pride ihre Erfahrungen aus der Innovationspraxis wachstumsstarker Spitzenunternehmen vor ca. 350 Top-Entscheidern deutscher Unternehmen vor. In den anschließenden Foren wurde den Anwesenden die Gelegenheit gegeben, angesichts der aktuellen Rezession Probleme und Lösungsansätze aus dem branchenübergreifenden Themenbereich der Innovationen zu diskutieren. Die Veranstaltung diente gleichzeitig als öffentliches Kick-Off zur BMBF-geförderten Weiterentwicklung des "Portals der Hybriden Wertschöpfung" im Rahmen des Projekts FelxNet. Das Portal dient zum einen Praktikern wie Wissenschaftlern als Forensammlung der Diskussion zum Thema hybride Wertschöpfung, zum anderen soll es mit der angegliederten Datenbank zu gängigen Verfahren und Instrumenten als eine Anlaufstelle zur interdisziplinären Bearbeitung von Forschungsproblemen der hybriden Wertschöpfung genutzt werden (Online unter: http://www.forschungslandkarte-hybridewertschoepfung.de/).

Weitere Informationen zum Gipfel wie auch zum Forum "Perspektive Dienstleistungsbranche" finden Sie unter dem Link:
http://www.innovation-unternehmergipfel.de/index.htm

Eine rückblickende Zusammenfassung der Veranstaltung mit weiterführenden Links zu relevanten BMBF-geförderten Projekten ist unter der folgenden Webaddresse auffindbar:
http://www.wi.uni-muenster.de/landkarteHybrWertsch/modules/news/

Einen aktuellen Fernsehbericht zum 3. Unternehmergipfel in Stuttgart finden sie beim SWR unter dem Link:
http://www.swr.de/bw-aktuell/-/id=98428/did=4666650/pv=video/gp1=4808250/nid=98428/3khba1/index.html


April 2009

Im Rahmen des BMBF-Förderprogramms "Innovationen mit Dienstleistungen" ist am 24. April 2009 die Bekanntmachung "Produktivität von Dienstleistungen" erschienen. Um die Innovationspotentiale im Dienstleistungssektor auszuschöpfen, sollen im neuen Förderbereich die theoretischen Grundlagen für die Messung und Bewertung der Produktivität von Dienstleistungen gelegt, aber auch praktische Umsetzungskonzepte für die Gestaltung von Dienstleistungen abgeleitet werden. Skizzen können bis zum 3. Juli 2009 beim Projektträger des DLR eingereicht werden.

Die Bekanntmachung ist unter folgendem Link erhältlich:
http://pt-ad.pt-dlr.de/_media/Seiten_aus_BAnz_062_Amtlich_1.pdf

Die Pressemitteilung des BMBF zur neuen Förderrichtlinie liegt unter dem Link:
http://www.bmbf.de/_media/press/pm_20090424-087.pdf


APRIL 2009
2. Zukunftsforum
Ergebnisse vorgestellt - Erfahrungen ausgetauscht - Perspektiven entwickelt

"Motivierte und kompetente Mitarbeiter entscheiden letztlich über Erfolg oder Misserfolg im globalen Wettbewerb", betonte Andreas Storm (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), anlässlich des 2. Zukunftsforums "Innovationsfähigkeit" des BMBF, das am 2. und 3. April 2009 im bcc in Berlin stattfand. Er hob weiterhin hervor: "Deshalb steht die Stärkung der Innovationskraft von Beschäftigten und Unternehmen ganz oben auf der politischen Agenda. Wenn das gut gelingt, können wir gestärkt aus der Krise hervorgehen."

Der Innovationsfähigkeit von Menschen, Unternehmen und Netzwerken gilt daher die besondere Aufmerksamkeit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" widmet sich dieser Thematik umfassend.

Podiumsdiskussion: Britta Baron, Vice-Provost & Associate Vice-President für Internationales; Christa Dahme, DGB; Astrid Frohloff, Moderatorin; Ingrid Hofmann, Geschäftsführende Alleingesellschafterin I. K. Hofmann GmbH, Nürnberg; Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Fachhochschule Gelsenkirchen (v.l.n.r.)
In enger Kooperation zwischen  Wissenschaft und Wirtschaft werden praxistaugliche Strategien, Handlungskonzepte und Instrumente erarbeitet, die zur Stärkung der Innovationskompetenz und Wettbewerbsfähigkeit der Akteure im Lern- und Arbeitsprozess beitragen und eine erfolgreiche Gestaltung von Innovationsprozessen ermöglichen. Antworten werden gegeben, wie Innovationsfähigkeit und Innovationsbereitschaft erhalten und wirksam gefördert werden können. Hemmnisse im Innovationsprozess und Möglichkeiten ihrer Überwindung werden verdeutlicht.

In diesem Sinne eröffnete das 2. Zukunftsforum den über 530 nationalen und internationalen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Forschung, Verbänden und Politik vielfältige Möglichkeiten, um Ergebnisse vorzustellen, Probleme zu diskutieren und zu lösen, Strategien herauszuarbeiten, Grundlagen für Innovationen festzumachen, Zukunftsaufgaben zu formulieren. Die Inhalte spiegelten dabei aktuelle Themen mit einer Schlüsselfunktion für unternehmerischen Erfolg wider: Innovationsstrategien, Wissensmanagement und neue Wissensarbeitsplätze, betriebliche Gesundheitsförderung, Veränderungsmanagement, innovationsförderliche Personal- und Organisationsentwicklungskonzepte, demografischer Wandel, Open Innovation und Kundenintegration, Enterprise 2.0, Innovationen in und mit Netzwerken, Unternehmenskultur, Wandel in der Beschäftigung sowie die Weiterentwicklung der Arbeitsforschung.

Zum Beispiel wurde "Open Innovation" in einem der Foren aufgegriffen: Blogs, Wikis, Internetforen sind als Medien aus einer zukünftigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Kunden und Beschäftigte werden dadurch auf neue Weise in den Innovationsprozess integriert. Diese Instrumente können auch im kleinmaßstäblichen Stil genutzt werden: Das Forum selbst wurde interaktiv gestaltet und eröffnete Interessentinnen und Interessenten die Möglichkeit, ihre kreativen Fähigkeiten einzubringen und Prototyping als Werkzeug offener Innovationsprozesse selbst zu erproben.

Begleitend zu den Foren bot der "Marktplatz" breiten Raum zum Erfahrungsaustausch. Hier wurden Forschungs- und Projektergebnisse anschaulich präsentiert, Standpunkte erläutert, engagierte und kontroverse Diskussionen geführt, der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zur Innovationsfähigkeit vertieft. Der Marktplatz war mit unterschiedlichen Themeninseln und mehr als 35 Ausstellern einer der zentralen Treffpunkte für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Interaktive Instrumente zur betrieblichen Gesundheitsförderung wurden zum Beispiel auf der Themeninsel "Innovationsstrategien und Gesundheit" vorgestellt. Die Themeninsel "Innovation und Partizipation" machte mit einem Improvisationstheater in Spiel- und Moderationsszenen humorvoll aber provozierend auf tägliche Herausforderungen der Personalpolitik, des beteiligungsorientierten Innovationsmanagement oder der beruflichen Weiterbildung für Beschäftigte in der Zeitarbeit aufmerksam.

Über konkrete Inhalte und Ergebnisse des 2. Zukunftsforums informiert ein Tagungsband, der im Herbst 2009 erscheinen wird. Einen Einblick in die Atmosphäre des 2. Zukunftsforums können Sie in Kürze in einer Bildergalerie unter http://www.arbeiten-lernen-kompetenzen-entwickeln/ erhalten.


APRIL 2009
Deutsche Dienstleistungsforschung zeigt internationale Präsenz

Die Ergebnisse der deutschen Dienstleistungsforschung werden international stark beachtet und nachgefragt. Auf Initiative der AFSM International (The Association for Services Management International German Chapter e.V.) konnten auf der TSE-Konferenz vom 1. bis 3. April 2009 in Barcelona Resultate aus den Vorhaben zur BMBF-geförderten Dienstleistungsforschung einem internationalen Publikum präsentiert werden. Informationen sind auf der Tagungswebsite http://www.technologyserviceseurope.com/spring09/agenda.php zu finden.

Auf Einladung des Tokyo Institute of Technology konnte Prof. Fähnrich, Universität Leipzig, zur deutschen Dienstleistungsforschung auf der "2.Invited Workshop on Services Science Management and Engineering" Ende Februar 2009 in Tokio sprechen. Mitveranstalter war die "International Society for Systems Sciences".
Vom 23. bis 25. März 2009 fand in Leipzig im Rahmen der SABRE-Multikonferenz die "First International Symposium on Service Science" (ISSS'09) statt. Das Symposium beschäftigte sich mit dem aktuellen State of the Art der Services Science und bot eine Plattform für den intensiven Austausch zwischen Forschung und Praxis. Geboten wurden ein intensives wissenschaftliches Programm und die Vorstellung von Best-Practices aus der Wirtschaft sowie Keynotes - u.a. von Stephen Vargo, American Marketing Association, University of Hawaii. Weitere Informationen sind unter http://isss.uni-leipzig.de/index.php/german/Home.html eingestellt.

Nach der RESER 2008-Konferenz in Stuttgart findet nun vom 11. bis 14. Juni 2009 in Wolfsburg die "QUIS11" statt, eine der renommiertesten internationalen Dienstleistungskonferenzen überhaupt. Auch hier werden Vertreterinnen und Vertreter aus geförderten BMBF-Dienstleistungsvorhaben ihre Ergebnisse vorstellen. Der Link zur Tagung ist: http://quis11.kampagne24.de/.


APRIL 2009
Ausgebrannt?

Ergebnisse der Burnout-Befragung der Fokusgruppe "Innovationsstrategie und Gesundheit" im Rahmen des Marktplatzes auf dem 2. Zukunftsforum "Innovationsfähigkeit" am 2. und 3. April 2009 finden Sie hier:
Ergebnisse der Burnout-Befragung


APRIL 2009
BMBF-Dienstleistungsforschung trägt Früchte - Internationale Preise für Nachwuchswissenschaftler der TU München

Dipl.-Kff. Nancy Wünderlich, M.A., vom Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing der Technischen Universität München, hat den ersten Platz bei der 2009 Fisher IMS and AMA SERVSIG Dissertation Proposal Competition belegt. Mit diesem internationalen Preis wird jährlich das beste Dissertationsvorhaben im Forschungsfeld Dienstleistungen gekürt. Frau Wünderlich erhielt den ersten Platz für ihr Dissertationsvorhaben "Rediscover the Counterpart - A Study on B2B-Acceptance of Interactive Remote Services", welches im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekte "EXFED - Export ferngelenkter Dienstleistungen" (FKZ: 01HQ0553) und "3K - Konfiguration, Koordination und Kundenintegration" (FKZ: 01HQ0604) entstand.
Das Dissertationsvorhaben von Nancy Wünderlich befasst sich mit der Akzeptanz von neuen technologisch-mediierten Dienstleistungen im Maschinenbau. Dazu führt N. Wünderlich qualitative und quantitative Studien in der Druckindustrie in Deutschland, China und in den USA durch.

Auszeichnung Nancy Wünderlich
Das Dissertationsvorhaben von Frau Wünderlich wurde im Rahmen einer Special Session für die Gewinner des Fisher Awards auf der diesjährigen Winter Educators' Conference der American Marketing Association (AMA) am 22. Februar 2009 in Tampa, Florida vorgestellt und von herausragenden Forschern wie Mary Jo Bitner, Ray Fisk und A. Parasuraman kommentiert. Frau Wünderlich erhält damit nach einer Auszeichnung im 4. wissenschaftlichen Nachwuchswettbewerb des BMBF sowie dem Dissertation Proposal Competition der Society for Marketing Advances für ihr Dissertationsvorhaben zum wiederholten Male eine besondere Auszeichnung ihrer Arbeit.

Auch Dipl.-Psych. Jan H. Schumann vom Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing der Technischen Universität München ist ein Preisträger des diesjährigen Fisher IMS und AMA SERVSIG Dissertation Proposal Award. Herr Schumann erhielt das Honorable Mention I für sein Dissertationsvorhaben "Trust in Relational Service Exchange: Evidence of Cross-Cultural Differences from an 11-Country Study", welches ebenfalls im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojektes EXFED entstand.

Auszeichnung Jan H. Schumann
In seinem Dissertationsvorhaben beschäftigt sich Herr Schumann mit der Analyse interkultureller Unterschiede im Vertrauensaufbau bei international erbrachten Dienstleistungen sowie den daraus resultierenden Anforderungen an deren Gestaltung. Auch Herrn Schumanns Dissertationsvorhaben wurde bereits in der 2008 Dissertation Competition der Relationship Marketing SIG der American Marketing Association ausgezeichnet.

Weitere Informationen:
Technische Universität München - Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing marketing@wi.tum.de


APRIL 2009
Informationsveranstaltung zum Thema
"Gesunde Handwerker"

Am 24. April 2009 veranstaltete das itb Institut für Technik der Betriebsführung Karlsruhe (im Deutschen Handwerksinstitut e.V.) im Rahmen der betrieblichen Umsetzung des vom BMBF geförderten Verbundprojekts "NOAH - Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben" in Freiburg eine Informationsveranstaltung zum Thema "Gesunde Handwerker". Veranstaltungspartner war die IKK (Innungskrankenkasse) Baden-Württemberg und Hessen. Das Programm dieser Umsetzungsmaßnahme wurde zusammen mit Handwerksunternehmen in einem NOAH-Workshop erarbeitet.

Die Veranstaltung richtete sich an Eigentümer und Beschäftigte in Handwerksbetrieben und deren PartnerIn. Angeboten wurden Vorstellungen zur Aktion "Gesunde Handwerker", Gesundheitschecks, Nordic Walking zum Schnuppern und Ernährungsberatung ("Gesunde Vesper").

Weitere Informationen: http://www.noah-projekt.de/


APRIL 2009
Neue Broschüre der Fokusgruppe "Partizipation und Führung"

Partizipation und Führung bilden innerhalb der Betriebe einen engen Zusammenhang, sind aufeinander verwiesen. Heutzutage kann die Steuerung der Unternehmen oder von Unternehmensabteilungen ohne einen gewissen Grad und eine gewisse Art der Partizipation überhaupt nicht mehr gelingen. Der Gestaltungsraum für die Beteiligung der Beschäftigten und die Entwicklung ihrer Partizipationskompetenz wird durch Führung eröffnet. Zugleich wirkt Partizipation verändernd auf Führung zurück, erfordert ein neues Führungsverhalten und anders gestaltete Führungsstrategien.
An diesem Zusammenhang setzt eine Reihe von Fragen an: Werden die heutigen Formen der Partizipation dem Anspruch einer Verwirklichung der Interessen der Beschäftigten gerecht? Wie viel eigenständigen Raum benötigt Partizipation? Muss Partizipation vor Führung geschützt werden? Wie verändert sich Führungsverhalten im Umgang mit partizipativen Ansätzen?
Diesen und ähnlichen Fragestellungen nachzugehen ist die Aufgabe, der sich die Fokusgruppe "Partizipation und Führung" stellt. An der Fokusgruppe "Partizipation und Führung" sind folgende Projekte bzw. Verbundprojekte des BMBF-Förderschwerpunkts "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" beteiligt: PaPsD, PARGEMA, 3P - Pflege dich selbst und QUIERO. In der aktuellen Broschüre "Prävention und Partizipation" präsentieren die Projekte der Fokusgruppe "Partiziation und Führung" einen Zwischenstand ihrer Arbeiten.

Weitere Informationen http://www.pargema.de/files/brosch_re-fokusgruppe.pdf (Broschüre als Download)


APRIL 2009
Neue Studie zur Außenorientierung von Dienstleistungen

Seit langem fördert das BMBF Vorhaben im Bereich der Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen. Wer sich vertiefend und konzeptionell fundiert mit diesem Bereich befassen möchte, dem sei die neue Studie des Karlsruher ISI empfohlen, die im Auftrag der EFI-Kommission erarbeitet worden ist:

Studien zum deutschen Innovationssystem 14-2009 Lay, G.; Brandt, T.; Maloca, S.; Schröter, M.; Stahlecker, T. (2009): Auswirkungen der Außenorientierung und der Dienstleistungen auf Innovationen, Berlin.

Weitere Informationen: http://www.e-fi.de/


APRIL 2009
Export von Gesundheitsleistungen
Chancen und Grenzen eines Wachstumssektors

Die Fokusgruppe Export von Gesundheitsleistungen bündelt insgesamt acht Projekte, die in einem der größten Wachstumssektoren der Volkswirtschaft Bedingungen für den internationalen Austausch von Dienstleistungen analysieren.

Die Veranstaltung präsentiert neben den Ergebnissen der beteiligten Projekte resultierende Forschungs- und Gestaltungsfelder, deren Bearbeitung in Zukunft maßgeblich zur Entwicklung des Gesundheitssektors und seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit beitragen können.

Weitere Informationen: Programm/Anmeldung


MÄRZ 2009
Senioren und Technik
Selbständiges Leben im Alter

Mikrosystemtechnisch basierte Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung. Insbesondere die dafür notwendigen Geschäftsmodelle fehlen hierzu. Damit beschäftigt sich das Verbundvorhaben E-Health@Home (FKZ 01FC08001-01FC08007). Es forscht an Grundlagen für neue Geschäftsmodelle, in welchen es auch um die Frage nach geeigneten Trägereinrichtungen (Krankenkassen, Pflegeversicherung) geht. Über das vom BMBF im Förderschwerpunkt "Technologie und Dienstleistungen im demografischen Wandel" geförderte und vom PT-DLR betreute Vorhaben E-Health@Home berichtete WDR5.

Weitere Informationen: http://www.wdr5.de/

Manuskript


MÄRZ 2009
Veröffentlichung
Unternehmenserfolg - eine Frage der Kultur

Kennzeichen einer zeitgemäßen, innovationsförderlichen Unternehmenskultur ist eine transparente, zielorientierte Unternehmensführung. Auf der Grundlage menschen- und aufgabengerechter Leitungs-, Beteiligungs- und Organisationsstrukturen wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens verbessert. Zugleich lassen sich damit die Interessen der Beschäftigten nach Stabilität ihres Beschäftigungsverhältnisses, Anerkennung, Beteiligung und Kompetenzförderung berücksichtigen.

Um die Forschung in diesem Bereich zu stimulieren und Praxispartnern Vorschläge zur Umsetzung innovationsförderlicher Kulturen bereitzustellen, richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Förderschwerpunkt "Entwicklungsfaktoren für den Auf- und Ausbau innovationsförderlicher Unternehmenskulturen und Milieus" ein.

In der vorliegenden Broschüre wird eine Auswahl von Konzepten und Werkzeugen dargestellt. Die Vielfalt vereinfacht es Unternehmen, Raum für innovative Ideen zu schaffen. Die Ideen, die bereits erfolgreich Anwendung finden, tragen dazu bei, unterschiedliche wirtschaftliche und soziale Unternehmenssituationen mit einer bewussten Gestaltung der Unternehmenskultur zu verbinden.

Die Broschüre ist in sieben Kapitel gegliedert, die sich mit den unterschiedlichen Instrumenten (Kapitel 1 und 5), den Akteuren der Unternehmenskultur (Kapitel 2 und 3) den Schnittstellen und Unternehmensumfeldern (Kapitel 4 und 7) oder den besonderen Herausforderungen einer heterogenen oder internationalisierten Unternehmenskultur widmen (Kapitel 6).

Download: Broschüre


MÄRZ 2009
Abschlussveranstaltung Medical Export

Das vom BMBF geförderte Projekt "Medical Export" zielt auf die Entwicklung von Methoden und Instrumenten zur Erschließung des Geschäftsfeldes "medizinische Dienstleistungen für Patienten aus dem Ausland".

Aus der praktischen Sicht geht es darum, die Behandlung von ausländischen Patienten in Deutschland zu optimieren. Dazu werden geeignete organisatorische Methoden bereitgestellt und durch die Entwicklung einer IT-Plattform unterstützt.

Auf der Abschlussveranstaltung, die am 26. März 2009 in Aachen stattfindet, werden die Ergebnisse des Projekts vorgestellt.

Weitere Informationen: Pressemitteilung

Programm/Anmeldung


FEBRUAR 2009
"Künstler beraten Handwerker"

Im Verbundvorhaben "Dienstleistung als Kunst - Wege zu innovativer und professioneller Dienstleistungsarbeit" werden neue Wege der Qualifikations- und Kompetenzvermittlung eingeschlagen. Der Verbund läuft innerhalb des Förderschwerpunktes "Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit" und wird einen Beitrag dazu leisten, wie Handwerker situativ und kreativ angemessene Lösungsideen entwickeln können. Weitere Informationen unter: http://www.dl2100.de/.

Download: Artikel


FEBRUAR 2009
"Mehr Aufträge mit Dienstleistungen"

So beschreibt Bundesforschungsministerin Annette Schavan den Nutzen der Dienstleistungsforschung für Handwerker und kleine und mittlere Unternehmen (Quelle: handwerk magazin Februar 2009).

Download: Interview mit Dr. Annette Schavan


FEBRUAR 2009
Erfolgsgeschichte "Service-Engineering - Innovationstreiber in KMU"

Der Pressespiegel des BMBF-geförderten Vorhabens belegt eindrucksvoll die Wirksamkeit des Transfervorhabens. Im Rahmen des BMBF-Programms "Innovationen mit Dienstleistungen" läuft das vom itb-Karlsruhe durchgeführte Transfervorhaben. Es transferiert Erkenntnisse aus der Forschung zum Service Engineering in KMU. Mittlerweile sind mehr als 110 Pressemitteilungen erschienen.

Weitere Informationen zum Projekt unter http://www.service-engineering-kmu.de/


JANUAR 2009
Stockholm report "WORKPLACES OF THE FUTURE"

Als Ergebnis eines "Foresight Seminars" vom 4. bis 5. September 2008 in Stockholm, Schweden, gab das Netzwerk WORK-IN-NET im January 2009 den Report "WORKPLACES OF THE FUTURE" heraus. Editiert von Carin Håkansta und Kenneth Abrahamsson von dem schwedischen Forschungsförderer FAS/Sweden enthält dieser Band zahlreiche Beiträge europäischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Visionen vom Arbeitsplatz der Zukunft. Zusätzlich brachten sich Vertreter von Ministerien und Forschungsförderern ein, mit denen Ideen und Notwendigkeiten diskutiert wurden, den Herausforderungen eines Arbeitsplatzes der Zukunft zu begegnen.

Carin Håkansta, Kenneth Abrahamsson (Ed.):
"WORKPLACES OF THE FUTURE. WORK-IN-NET Foresight Seminar held in Stockholm, Sweden, 4-5 September 2008", Bonn/Stockholm (WORK-IN-NET publication)


JANUAR 2009
NEW OSH ERA
Treffen des Management-Teams und Experten-Seminar zum Joint Call

Auf einem Expertentreffen des NEW OSH ERA Netzwerks vom 21. bis 23. Januar 2009 in Athen nahmen Vertreter aus allen Partnerländern des Konsortiums teil. Wichtigstes Thema dieses Treffen war eine gemeine Bekanntmachung ("Joint Call").
Die Themen für diese Bekanntmachung wurden auf dem Treffen diskutiert und verabschiedet.

Der Joint Call wird im Mai 2009 unter Titel "NEW OSH ERA Joint Call for Research Proposals on Psychosocial Risks at Work" veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt auf den folgenden Themenbereichen: "Leadership and company culture in relation to employees' well-being/health"; Restructuring and changes in the world of work in relation to employees' well-being/health"; "Work-related psychosocial factors and health disorders".
Ein Pre-Announcement ist auf den Internetseiten von NEW OSH ERA einzusehen.

Auf kommende Veranstaltungen des Netzwerks sei an dieser Stelle bereits hingewiesen:
29. - 30.10.2009, Brüssel: Forum zu neuen und sich abzeichnenden Gefahren im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
16.11.2009, Bilbao: Netzwerktreffen am Vorabend einer Veranstaltung der European Agency Bilbao zum Abschluss der "Healthy Workplaces Campaign"

Weitere Informationen: http://www.newoshera.eu/en


DEZEMBER 2008
Innovationsfähigkeit stärken - Wettbewerbsfähigkeit erhalten durch präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz!

Am 4. und 5. Dezember 2008 hat der Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" ins Technologiezentrum Aachen zu seiner zweiten Jahrestagung eingeladen. Etwa 150 Teilnehmer - neben Vertretern der beteiligten Forschungsprojekte auch zahlreiche Experten aus Forschung, Politik und Wirtschaft - versammelten sich, um zur zukunftsorientierten Gestaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutz beizutragen. Mitmachen und Mitdiskutieren standen im Mittelpunkt der Tagung.

Die Eröffnung übernahm die Vertreterin des Projektträgers im DLR Frau Kopp. Anschließend folgten zwei Keynotes: von der BMBF-Referatsleiterin Frau Zahn-Elliott zum Thema Innovation und Prävention unter forschungs- und innovationspolitischer Perspektive und der Vortrag des Leiters des ZLW/IMA der RWTH Aachen, Professor Henning, mit dem Schwerpunkt Transfer der Forschungsergebnisse in und mit der unternehmerischen Praxis.

Das erste interaktive Highlight zeichnete sich durch den Genießermarktplatz aus. Hier kamen die Besucher der Tagung mit den verschiedenen Fokusgruppen aus dem Förderschwerpunkt durch verschiedenste Aktionen ins Gespräch. Sie konnten sich über die Arbeit der Fokusgruppen und deren aktuelle Thesen informieren und diese erörtern.

Im Verlauf der Tagung wurden in Foren und Workshops verschiedene Thematiken und Problemstellungen aus dem Förderschwerpunkt bearbeitet. Hierzu wurden Unternehmer und Praktiker eingeladen, aktiv die Diskussionen zu gestalten. Durch ihre Erfahrungen aus dem Alltag konnte der Dialog intensiviert und die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis verbessert werden. Außerdem hatten Intermediäre, wie Krankenkassen und Handwerkskammern, die Möglichkeit, ihre Sicht der Integration von Prävention in Unternehmen in die Diskussion einzubringen. Vielseitige Denkanstöße für den Förderschwerpunkt wurden initiiert.

Ein weiterer Höhepunkt der Tagung war das Präventionsquintett (Bild), bei dem fünf ausgewählte Fachleute eine Podiumsdiskussion über Möglichkeiten des Praxistransfers führten. Überraschend nutzte das Quintett die Gelegenheit, um die Zuschauer nach ihren persönlichen Präventionsmaßnahmen zu befragen und sorgte wortwörtlich für Bewegung im Plenum.
Bild: Präventionsquintett in der Diskussion mit dem Plenum

Während der Tagung gelang es ein Bild der aktuellen Situation der Gesundheitsprävention in Deutschland zu zeichnen und die daraus resultierenden Handlungsbedarfe zu erfassen. Gleichzeitig leistete diese Tagung einen Beitrag zum Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den einzelnen Interessengruppen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie zur Vernetzung der Akteure innerhalb dieses Arbeitsfeldes.

Die ausführliche Dokumentation und Nachlese der Tagung finden Sie unter http://www.starg-online.de/


DEZEMBER 2008
Bekanntmachung: Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt

Das Tempo technologischer Entwicklungen, der wachsende internationale Wettbewerb und das schnelle "Verfallsdatum" von Wissen erzeugen Veränderungsdruck. Weitere Anforderungen kommen zum Beispiel durch den Einfluss der Kapitalmärkte oder internationale und altersgemischte Arbeitsumfelder hinzu. Diese Faktoren ziehen die Notwendigkeit zur Erhöhung der Anpassungsgeschwindigkeit von Personal- und Organisationskonzepten in modernen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen nach sich. Für die Arbeitsforschung stehen hierbei vor allem drei Entwicklungslinien im Mittelpunkt, die immer Unternehmen und deren Organisation sowie die Beschäftigten und deren Arbeitsbedingungen gleichermaßen betreffen:

  • Zunehmende Rationalisierung, Einführung neuer Produktionskonzepte, Dezentralisierung, Vermarktlichung, Internationalisierung und das schnelle "Verfallsdatum" von Wissen führen zu tief greifenden Veränderungen in den Unternehmensstrukturen und werden von geänderten Arbeitsformen und -bedingungen begleitet.
  • Zunehmende Verbreitung neuer Beschäftigungsverhältnisse "destandardisiert" die Erwerbsarbeit. Sie geht mit einem tendenziell sinkenden Anteil an Vollzeitbeschäftigung einher. Im Zuge dieser Entwicklung werden gleichzeitig neue leistungsorientierte Konzepte der indirekten Steuerung beispielsweise durch Zielvereinbarungen, neue Entlohnungsformen und Selbstorganisation durchgesetzt.
  • Auch bei der Vollzeitbeschäftigung ist eine zunehmende Flexibilisierung von Arbeitszeit, Qualifikationsanforderungen, Arbeitsort, Entlohnung, Erwerbsbiographie etc. festzustellen

In der Wettbewerbs- und Standortdiskussion wird gegenwärtig die Notwendigkeit von Flexibilität besonders betont. Dabei rückt das Element der Stabilität, das wesentlich weniger erforscht, aber nicht weniger bedeutend für den Innovationsprozess ist, in den Hintergrund. Ohne ein Mindestmaß an Stabilität sind aber wichtige Kriterien für Unternehmen und Beschäftigte wie Arbeitsplatzsicherheit, planbare Erwerbsbiografien, Kundenbindung, Einzigartigkeit, Personal- und Organisationsentwicklung usw. nicht möglich. Erforderlich ist es, eine ausgewogene Balance zwischen erforderlicher Flexibilität und dem notwendigen Maß an Stabilität herzustellen. Die vermeintlichen Widersprüche zwischen Flexibilität und Stabilität sind zu analysieren und Wechselwirkungen ebenso wie Wege mit größtmöglicher Flexibilität einerseits und  andererseits einem Mindestmaß an Stabilität aufzuzeigen. Modelle und Konzepte, die dieses Spannungsverhältnis aufgreifen, indem sie eine innovationsförderliche Balance zwischen beiden Seiten schaffen, sind zu erarbeiten. Die Umsetzung solcher Modelle und Konzepte wird auch langfristig die Aufgabe von Arbeitsgestaltung und Personal- einschließlich Kompetenzentwicklung sein.

Für die Erforschung dieses Bereichs wird mit dieser Bekanntmachung im Rahmen des Programms "Arbeiten Lernen Kompetenzen entwickeln - Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" ein Themenschwerpunkt eingerichtet. Auf diese Bekanntmachung sind beim Projektträger fristgemäß 134 Projektskizzen eingegangen und werden begutachtet.

Weitere Informationen: Bekanntmachungstext "Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt"

Ansprechpartner:
Dr. Claudius H. Riegler
Tel.: 0228 3821-320
Fax: 0228 3821-248
E-Mail: claudius.riegler@dlr.de


DEZEMBER 2008
Arbeitsorganisation und Wissensinfrastruktur gleichzeitig entwickeln

Elise Ramstad stellt in ihrer im Dezember 2008 veröffentlichten Promotionsarbeit "Innovation generating model - Simultaneous development of work organization and knowledge infrastructure. Experimenting in the field of organizational development" Ansätze vor, wie Arbeitsorganisation und Wissensinfrastruktur gleichzeitig weiterentwickelt werden können. Ramstad greift damit eine hochaktuelle Frage auf: wie können auftragsgesteuerte Bedarfe für Innovationen und zufallsgesteuerte Wissensproduktion zusammengebracht werden, um zu einer nachhaltigen Innovationsfähigkeit beizutragen? Die Studie illustriert beispielhaft die Dynamik, mit der eine Organisation sich entwickeln und neues Wissen durch eine gleichzeitige Förderung von komplementärem Wissen aus internen und extern vorhandenen Wissensquellen kreieren kann. Mögliche Wissensträger sind innerhalb der Organisation angesiedelt oder und in Experten-Organisationen, mit denen ein horizontaler Austausch gepflegt wird. Ramstad entwickelt in ihrer Arbeit ein Modell der Innovationsgenerierung, zusätzlich stellt sie einen theoretischen Ansatz und ein Messinstrument vor, mit welchem die Komplementärität von Wissen analysiert werden kann.

Elise Ramstad leitet ihre Ergebnisse aus einer profunden Literaturanalyse und zwei Befragungen ab (223 Interviews mit Experten aus dem Bereich Organisationsentwicklung und 1.113 Befragungen von Projektbeteiligten in Projekten zur Arbeitsorganisation).
Sie ist Mitarbeiterin des finnischen Forschungsförderers TEKES, welche die Studie unterstützte, und Gründungsmitglied des europäischen Netzwerks der Forschungsförderer WORK-IN-NET.

Ramstad, Elise: "Innovation generating model - Simultaneous development of work organization and knowledge infrastructure. Experimenting in the field of organizational development", Helsinki (Tykes, Raportteja 65) (November 2008), ISBN 978-952457-436-5, 240 S.


DEZEMBER 2008
Veröffentlichung: "Dienstleistungsstandards in erfolgreichen Internationalisierungsstrategien. Forschungsergebnisse, Standardisierungsansätze und Praxisbeispiele."

Im produzierenden Bereich verhelfen Normung und Standardisierung deutschen Unternehmen zu Wettbewerbsvorteilen und weltweiten Spitzenpositionen. Inwieweit sich dieses Potenzial auch im Dienstleistungsbereich ausschöpfen lässt, wurde im Rahmen des Projekts standard:IS untersucht.

Die Publikation zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie Dienstleistungsstandards im Kontext der Internationalisierung erfolgreich in den Unternehmen identifiziert, entwickelt und umgesetzt wurden und welche Standards sich dabei als sinnvoll erwiesen haben. Dazu wurden die Ergebnisse aus Experteninterviews, Großbefragungen und Trendstudien herangezogen, um den Standardisierungsbedarf im Dienstleistungsbereich zu ermitteln und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Das Buch richtet sich an Entscheidungsträger und Verantwortliche vor allem aus kleinen und mittleren Unternehmen aller Branchen, die mit dem Thema Dienstleistung in Berührung kommen. Dabei werden zahlreiche Bereiche unternehmensbezogener oder wissensintensiver Dienstleistungen abgedeckt.

Dienstleistungsstandards in erfolgreichen Internationalisierungsstrategien. Forschungsergebnisse, Standardisierungsansätze und Praxisbeispiele. Herausgeber: DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Beuth Verlag GmbH, Berlin, Wien, Zürich, 2009, 241 S. A5, Broschiert, ISBN 978-3-410-17015-0, 88,00 Euro


DEZEMBER 2008
Veröffentlichung: Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden

Unternehmen sind heute mehr denn je darauf angewiesen, ihr Innovationspotenzial zu erhalten und auszubauen, um langfristig im Kampf um Märkte und Kunden zu bestehen. Über welches Innovationspotenzial ein Unternehmen verfügt ist dabei nicht zuletzt eine Frage der Unternehmenskultur: deren innovationsförderlicher Gestaltung kommt somit eine hohe Priorität zu.

Der vorliegende Band stellt in der Praxis entwickelte und erprobte Verfahren vor, die zur Gestaltung einer innovationsförderlichen Unternehmenskultur eingesetzt werden können. Unternehmen werden so in die Lage versetzt, Innovationspotenziale an der B2B-Schnittstelle zwischen Dienstleister und Kunde systematisch zu erschließen und für sich nutzbar zu machen.

Herrmann, Thomas A.; Kleinbeck, Uwe; Ritterskamp, Carsten (Hrsg.) (2009): "Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden 2. Methoden und Strategien" Heidelberg (Physica Verlag, Springer), ISBN: 978-3-7908-2027-0, 229 S.


NOVEMBER 2008
Auftaktveranstaltung
Künstlerisch, Erfahrungsgeleitet, Spielerisch -
Management des Informellen zur Förderung innovativer Arbeit (KES-MI)

Innovationen sind in hohem Maße durch komplexe, neuartige, unbestimmte und unter Unsicherheit ablaufende Prozesse bestimmt. Das Management von Innovation richtet sich bisher vor allem darauf, diese Offenheit und Unbestimmtheit in systematisch ablaufende und kontrollierbare Prozesse zu transformieren und Innovationen von den normalen Arbeitsabläufen zu trennen. Im Mittelpunkt des Vorhabens KES-MI stehen demgegenüber Strategien des Managements und Konzepte der Organisations-, Personal- und Kompetenzentwicklung, die Unbestimmtheiten und Offenheit von Innovationen nicht nur zuzulassen, sondern gezielt als Potenzial zur Steigerung der Innovationsfähigkeit nutzen und fördern.

Um diese Besonderheiten innovativer Arbeit zu erfassen, knüpfen wir an drei Forschungsansätze an: an das Konzept erfahrungsgeleitet-subjektivierenden Handelns, an das Konzept künstlerischen Handelns und an das Konzept spielerischen Handelns. Diese Konzepte richten sich auf Handlungsweisen, bei denen der Umgang mit Unbestimmtheiten und Offenheit kein Störfaktor, sondern substantielles Element der Problemlösung und der Entwicklung von Neuem ist. KES-MI zielt darauf ab, mit einem gezielten Management des Informellen Innovation als integrales Element sämtlicher betrieblicher Abläufe und als Aufgabe für sämtliche Mitarbeiter zu begreifen. Hierbei ist die Schaffung von Gelegenheitsstrukturen für informelles Arbeiten und Kooperieren sowie für eine gegenstands- und handlungsbezogene Kommunikation impliziten Wissens wesentlich. Dafür sind eine erfahrungsbasierte Vertrauenskultur und die Betonung von Prinzipien einfacher Regeln erforderlich.

Am 6. November 2008 fand die KES-MI-Auftaktveranstaltung beim Verbundpartner euro engineering AG in München statt. Ziel der Veranstaltung war es, KES-MI in seinen Arbeitsschwerpunkten einführend vorzustellen und Anregungen aus der Praxis für das weitere Vorgehen aufzunehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, nahmen neben den Verbundpartnern auch Vertreter des assoziierten Industrie-Arbeitskreises an der Veranstaltung teil.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer und einer kurzen Unternehmenspräsentation durch den Gastgeber gab der KES-MI-Koordinator, Herr Professor Dr. Fritz Böhle, Extraordinariat für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt, Universität Augsburg, als Überblick über das Verbundprojekt eine einführende Vorstellung zu einem integrierten Konzept innovativer Arbeit und allgemeinen Prinzipien des Managements des Informellen. Auf dieser Grundlage erfolgte dann durch Vertreter der Verbundunternehmen und beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen eine einführende Präsentation der Arbeitsschwerpunkte im Projekt mit Bezug auf die Verbundunternehmen.

Für den Arbeitsschwerpunkt Erfahrungstransfer, Entscheidung und Führung auf Basis einer erfahrungsbasierten Vertrauenskultur erfolgten dabei Einblicke in die Entwicklungsvorhaben bei den Unternehmen Reflexa-Werke Albrecht, einem der bedeutendsten Vollsortimenter im Bereich Sonnenschutztechnik, sowie Maurer & Treutner, einem Unternehmen aus dem Bereich Software- und Systemengineering. Die Entwicklung eines situativ-experimentellen Projektmanagements als ein weiterer KES-MI-Arbeitsschwerpunkt rückte nachfolgend den Industriepartner KIMA Echtzeitsysteme, einem Spezialisten für die industrielle Prozess- und Verfahrenstechnik, und den Gastgeber euro engineering, der einer der größten und wachstumsstärksten Engineering-Dienstleister in Deutschland ist, in den Blick. Bei der Präsentation der Vorhaben der Verbundunternehmen wurde die besonders enge Verknüpfung mit den KES-MI-Aktivitäten des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München deutlich.

Diesen Blick ergänzend zeigte der nächste Programmpunkt der Auftaktveranstaltung, dass die Förderung von Kompetenzen für künstlerische, erfahrungsgeleitete und spielerische innovative Arbeit als weiterer wichtiger Baustein im KES-MI-Konzept, durch den Verein für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung (VAB) abgestützt wird. Forschungsaktivitäten zu Spiel und Sport als Lern- und Erfahrungsfelder für innovative Arbeit sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil von KES-MI und wurden überdies bei der Auftaktveranstaltung vorgestellt. Den Bezug von KES-MI zur Wirtschaftlichkeitsrechnung herstellend, erfolgte durch das Extraordinariat für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt, Universität Augsburg ferner eine einführende Vorstellung von Ansätzen zur ökonomischen Bewertung des Nicht-Objektivierbaren.

Um die Nähe des KES-MI-Konzepts zur betrieblichen Praxis weiter zu vertiefen und die Erkenntnisse über den Verbund hinaus zu transferieren, wurden bei der Veranstaltung Anregungen von Vertretern des assoziierten Industrie-Arbeitskreises als wichtige Richtlinien für das weitere Vorgehen aufgenommen. Hierzu ergänzend stehen die Hinweise von Frau Dr. Aulerich als Vertreterin des Projektträgers.

Kontakt:
Dipl.-Kfm. Markus Bürgermeister
Extraordinariat für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt
Prof. Dr. Fritz Böhle
Universität Augsburg
Universitätsstraße 16, 86159 Augsburg
Tel.: 0821 598-4278
Fax: 0821 598-4352 (Sekretariat Prof. Dr. Böhle)
markus.buergermeister@phil.uni-augsburg.de


NOVEMBER 2008
Volker Volkholz unerwartet verstorben

Am Samstag, den 15. November 2008, ist völlig unerwartet der langjährige Wegbegleiter der Arbeits- und Dienstleistungsforschung Dr. rer. pol. Volker Volkholz verstorben. Volker Volkholz hat im Humanisierungsprogramm, im Programm "Arbeit und Technik", in der Innovativen Arbeitsgestaltung, im neuen Programm "Innovationsfähigkeit" und im Dienstleistungsforschungsprogramm wichtige Akzente gesetzt. Ohne ihn wäre die Demografieforschung zum Arbeitsleben nicht entstanden. 1979 gründete er das privatwirtschaftliche Forschungsunternehmen "Gesellschaft für Arbeitsschutz- und Humanisierungsforschung mbH Volkholz und Partner" (GfAH) mit Sitz in Dortmund. Als Mit-Gesellschafter und Geschäftsführer stellte Volker Volkholz seitdem die fachlichen Weichen der GfAH und begleitete in dieser Zeit viele Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihrem Weg. Sein Tod reißt eine große Lücke. Wir werden ihn als Wegbereiter und Wegbegleiter in guter Erinnerung behalten.


NOVEMBER 2008
IT-Industrie: Gesundheit hängt am seidenen Faden
Transferworkshop des Projekts DIWA-IT

Der Krankenstand in der IT-Industrie ist niedrig, und in den IT-Unternehmen gibt es eine sehr agile Gesundheitsförderung. Steht also schon alles zum Besten mit der Gesundheit der IT-Beschäftigten? Das Forschungs- und Gestaltungsprojekt DIWA-IT legt eine erste Bestandsaufnahme vor und stellt fest: Unter der Oberfläche sind bedenkliche Tendenzen auszumachen. Stress, Angst und Sinnzweifel, psychische und psychosomatische Krankheitsbilder nehmen zu - die Häufung von Burnout-Fällen ist da nur die Spitze des Eisbergs. Auf einem Transferworkshop am 25. November in München mit 70 Teilnehmern suchten Wissenschaftler aus dem ISF München und dem IAQ Gelsenkirchen gemeinsam mit Unternehmens- und Belegschaftsvertretern von SAP, Software AG und T-Systems Antworten auf die Fragen: Wie können Unternehmen und Beschäftigte rechtzeitig auf die sich abzeichnenden Gefahren reagieren? Welche Ansatzpunkte und Chancen gibt es für eine nachhaltige Gesundheitsförderung? Deutlich wurde: Es gibt bereits gute Ansätze im Gesundheitsmanagement der Unternehmen. Um diese im Sinne einer nachhaltigen Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln, muss Gesundheitsförderung zu einem integralen Bestandteil der Unternehmenspolitik werden. Zwei Ansatzpunkte sollten dabei im Zentrum stehen:"Schlüsselfigur Führungskraft" und "Ressource Team". Denn Führungskräfte sind gesundheitlich besonders stark belastet - und gerade an ihnen hängt die so wichtige Führungskultur in den Unternehmen. Und eine funktionierende, positiv erlebte Teamgemeinschaft erweist sich als zentrale Ressource, um Belastungen aufzufangen und zu kompensieren.

Für Rückfragen und weiteres Material können Sie sich jederzeit wenden an Frank Seiß, ISF München, Tel.: 089 272921-78, Fax: 089 272921-60, presse@isf-muenchen.de

Weitere Informationen: http://www.diwa-it.de/


NOVEMBER 2008
Meta-Projekt-Tagung "Hybride Wertschöpfung" stieß auf breite Resonanz

Mehr als 80 Experten aus Forschung und Praxis diskutierten am 27. November 2008 in Düsseldorf aktuelle Forschungsergebnisse und Fragestellungen der hybriden Wertschöpfung.

Organisiert wurde die Tagung im Rahmen des vom BMBF geförderten Meta-Projektes "Begleitung, Bewertung, und Schlussfolgerungen des Förderschwerpunktes "Integration von Produktion und Dienstleistung - Wachstumsstrategien für hybride Wertschöpfung - Neue Formen unternehmensbezogener Dienstleistungen".
Ziel der Tagung war, den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten der drei Fokusgruppen "Verfahren und Instrumente", "Preis- und Erlösmodelle für hybride Produkte" und "Organisation / Veränderungsprozesse" innerhalb des Förderschwerpunktes zu diskutieren und aktuelle Fragestellungen zu vertiefen und damit einen Beitrag zur Vernetzung sowie zum Ergebnis- und Erfahrungsaustausch aller in dem Förderschwerpunkt beteiligten Akteure zu leisten.

Im Mittelpunkt der Tagung standen Themen wie Preis- und Kostenmanagement für hybride Produkte, wertorientierte Konfiguration hybrider Produkte, Standardisierung hybrider Wertschöpfung sowie Aspekte des Organizational Engineering im Dienstleistungsbereich. Darüber hinaus wurde diskutiert, inwiefern industrielle Services und hybride Wertschöpfung einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können. Mit der Vorstellung der "Forschungslandkarte Hybride Wertschöpfung" wurde ein Internet-basiertes Tool präsentiert, das Experten aus Praxis und Forschung über aktuelle Forschungsergebnisse informiert und diese anschaulich darstellt. Auf diese Weise soll die Weiterentwicklung bzw. praktische Umsetzung / Implementierung der Ergebnisse unterstützt werden.

Anlässlich der Tagung erschien die Broschüre "Hybride Wertschöpfung - Statusbericht aktueller Fördervorhaben", die die Arbeiten der drei Fokusgruppen sowie des Meta-Projektes darstellt. Ergänzend enthält die Broschüre Interviews mit Experten aus der Praxis zu aktuellen Fragestellungen der hybriden Wertschöpfung. So werden beispielsweise die Rolle von produktbegleitenden Dienstleistungen bzw. hybriden Angeboten in der Software-, sowie in der Gesundheitsbranche angesprochen und aktuelle Herausforderungen geschildert. Ferner wird die Bedeutung vom Preismanagement als Erfolgsfaktor im B2B-Geschäft hervorgehoben. Die Broschüre kann heruntergeladen werden unter: http://www.zukuenftigetechnologien.de/publikationen.php

Ansprechpartner:
Dr. Sylvie Rijkers-Defrasne
VDI TZ GmbH - Zukünftige Technologien Consulting
rijkers@vdi.de


NOVEMBER 2008
Veröffentlichung: Das E-Union-Buch

Die elektronische Kommunikation, das Informationsangebot für Mitglieder, ehrenamtliche Funktionsträger und Öffentlichkeit, die Pressearbeit - all das ist seit Jahren ohne das Internet kaum mehr vorstellbar. Mit dem Web 2.0 haben sich zudem die Mitmach- und Partizipationsmöglichkeiten für Mitglieder und Nichtmitglieder in Gewerkschaften deutlich erweitert, und auch bei politischen Aktionen oder Tarifrunden ist eine begleitende Online-Kampagne nicht mehr wegzudenken. Eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Gewerkschaften hin zur "E-Union" spielte das gleichnamige Projekt der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, das von 2003 bis 2008 innerhalb des Förderschwerpunkts "Arbeiten im E-Business" mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt wurde.

Die Veröffentlichung vermittelt einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Webanwendungen im gewerkschaftlichen Kontext. Das Buch enthält zudem Anregungen für die Weiterentwicklung der Internetnutzung bei Gewerkschaften.

Lothar Schröder / Hans-Joachim Schulz (Hrsg.) (2008): "E-Union: Gewerkschaften im Netz.
Stand und Perspektiven gewerkschaftlicher E-Activity", Hamburg (VSA Verlag), ISBN 978-3-89965-304-5, 204 Seiten


NOVEMBER 2008
Abschlussworkshop Verbundvorhaben MARIS

Am 28. November 2008 fand der Abschlussworkshop des Verbundvorhabens MARIS mit allen Projektpartnern und weiteren Gästen statt. MARIS steht für "Modulare Architekturen und Assessments für die systematische Internationalisierung von Serviceangeboten" und wurde von der Technischen Universität München, der Universität Bochum und einer Reihe ungeförderter Partner aus der Wirtschaft durchgeführt. Im Projekt MARIS wurde das MARIS-Toolkit entwickelt, welches die Identifikation von Maßnahmen für einen Transfer von Leistungsangeboten unter der Berücksichtigung der beiden Gegensätze "Lokalisierung" und "Globalisierung" von Kompetenzen und Ressourcen sowie deren Umsetzung unterstützt. Das Zusammenspiel der Elemente des MARIS-Toolkits ist das zentrale Thema des Abschlussworkshops in Düsseldorf. Der Verbund erarbeitete und erprobte Instrumente und Methoden für den systematisch vorbereiteten Export von Dienstleistungen. Dafür gibt es jetzt einen gut gefüllten "Werkzeugkoffer", der für die verschiedenen Stufen der Internationalisierung von Dienstleistungen eingesetzt werden kann. Die Werkzeuge unterstützen die Identifikation von Maßnahmen für einen Transfer von Dienstleistungsangeboten unter der Berücksichtigung der beiden Pole Lokalisierung und Globalisierung von Kompetenzen und Ressourcen. Unterstützt wird die Auswahl des Ziellandes, der Dienstleistungen und der Dienstleistungsprozesse, so dass im Ergebnis das Risiko, mit Dienstleistungen ins Ausland zu gehen, minimiert werden kann. 
Auf der Vorhabenshomepage können Sie mehr erfahren: http://www.service-engineering.info/maris/


OKTOBER 2008
Bester Beitrag zur Dienstleistungsforschung 2007:
Überbuchungen bei Airlines besser handeln

Prof. Dr. Florian von Wangenheim, Ordinarius für Dienstleistungs- und Technologiemarketing der Technischen Universität München (TUM), hat bei der diesjährigen Frontiers in Service Konferenz in Washington/DC den Best Service Paper Award 2008 der American Marketing Association (AMA) verliehen bekommen. Wangenheim erhielt die Auszeichnung gemeinsam mit Prof. Dr. Tomás Bayón, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing und Dienstleistungsmanagement der Heilbronn Business School. Mit den beiden Professoren gewinnen in diesem Jahr erstmals deutsche Autoren die renommierte Auszeichnung.

Die AMA vergibt den Preis jährlich an den besten in einer wissenschaftlichen Zeitschrift erschienenen Beitrag zur Dienstleistungsforschung. Von Wangenheim und Bayón erhielten ihn für ihren Artikel "Behavioral Consequences of Overbooking Service Capacity", erschienen im Oktober 2007 im Journal of Marketing. Die Autoren analysieren in diesem Artikel die Reaktionen von Kunden auf Überbuchungserlebnisse im Airline-Kontext, wie etwa ein "denied boarding" oder die Herabstufung auf eine niedrigere Buchungsklasse, sowie die finanziellen Konsequenzen, die sich für das Unternehmen daraus ergeben. Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zu einer verbesserten Handhabung von Überbuchungen in Dienstleistungsunternehmen.


OKTOBER 2008
"Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit" - neuer Förderschwerpunkt

Unter den Schlagwörtern "Dienstleistungsfacharbeit" und "Produzentenstolz von Dienstleistern" gehen nun die ersten Verbund- und Einzelvorhaben an den Start. Weitere werden in Kürze folgen, so dass insgesamt fast 50 Vorhaben im neuen Förderschwerpunkt forschen werden. Themen werden u.a. sein: Wertschätzung und Anerkennung von Dienstleistungsarbeit, professionelle Arbeit in interaktiven Dienstleistungsbezügen sowie Produzentenstolz. Erwartet wird ein erheblicher Wissenszuwachs in Fragen der qualifizierten Dienstleistungsarbeit auf der mittleren Ebene (Dienstleistungsfacharbeit) und außerdem weiterführende Ansätze der konkreten Gestaltung von Dienstleistungsarbeit in Unternehmen.


OKTOBER 2008
Internationalisierung von Dienstleistungen des Handwerks

Am 13. Oktober 2008 fand in den Räumen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (Berlin) die Abschlussveranstaltung des Vorhabens "Internationalisierung von Dienstleistungen des Handwerks" statt. Unter mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam gut die Hälfe aus Handwerksbetrieben. Im Vorhaben sind mehr als 40 Handwerksunternehmen aktiv beteiligt. Viele von ihnen haben über Beiträge an der Abschlussveranstaltung mitgewirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass auch kleine Unternehmen durchaus in der Lage sind, auf ausländischen Märkten wirtschaftlich erfolgreich zu agieren.


SEPTEMBER 2008
Preis- und Kostenmanagement von Leistungsbündeln -
Projektbericht veröffentlicht

Der Projektbericht zum "Preis- und Kostenmanagement von Leistungsbündeln" kann als IPRI Research Paper auf http://www.ipri-institute.com/ bezogen werden. Darin werden die Grundlagen und erste Implikationen aus der Praxis zur Untersuchung des Themas vorgestellt. Das Research Paper richtet sich an Wissenschaftler und Praxisvertreter in den Bereichen des Managements und Controllings von produktbegleitenden Dienstleistungen.

Die Fähigkeit, Kunden individuelle Lösungen bestehend aus Produkt und begleitenden Dienstleistungen anzubieten, stellt heutzutage einen zentralen Wettbewerbsvorteil für Unternehmen dar. Um damit auch langfristig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen den Mehrwert dieser Angebote in "Mehr-Erlöse" umsetzen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsvorhaben "KorServ" unterstützt Unternehmen beim Management solcher "Leistungsbündel". Es wird ein Konzept entwickelt, das Unternehmen ermöglicht, Produkte und Dienstleistungen integriert zu betrachten und die Nutzenwirkungen frühzeitig zu analysieren.

Dieses Research Paper zeigt die Grundlagen des Kosten- und Preismanagement von Leistungsbündeln auf und berichtet von ersten Erfahrungen und Lösungsansätzen aus der Praxis. Die Herausforderung des Preismanagements von Leistungsbündeln liegt dabei vor allem in der verstärkten Integration von nachfrageorientierten Ansätzen in die Preisbildung. Aus der Sicht des Kostenmanagements stellen die verursachungsgerechte Kostenzurechnung und die Herstellung von Kostentransparenz von Leistungsbündeln die zentralen Herausforderungen dar.

Dieses Research Paper richtet sich an Wissenschaftler und Praxisvertreter, die sich mit den Gebieten des Managements und des Controllings von produktbegleitenden Dienstleistungen befassen.

Weitere Informationen:
http://www.ipri-institute.com/
http://www.korserv.de/publikationen.html
http://www.ipri-institute.com/


SEPTEMBER 2008
HyDoTre
Doktorandentreffen zum Thema "Hybride Produkte und Wertschöpfung"

Am 25. September 2008 fand zum ersten Mal der Doktorandenworkshop HyDoTre zur Thematik "Hybride Produkte und Wertschöpfung" statt. Organisiert vom Lehrstuhl für Unternehmensführung und Personalwesen der TU Bergakademie Freiberg, welcher wissenschaftlicher Partner im Verbundprojekt HyPriCo ist, trafen sich in Stuttgart 17 Doktoranden, die sich entweder in ihrer Dissertation mit dieser Thematik beschäftigen und/oder ein entsprechendes Förderprojekt bearbeiten.

Der Workshop verfolgte folgende Zielsetzungen:
(1)  Er bot die Möglichkeit zum Kennenlernen der "Community", die sich auf Doktorandenebene mit dem Thema beschäftigt und gab dadurch einen Überblick, über die Fragestellungen mit denen sich auf diesem Forschungsgebiet konkret beschäftigt wird.
(2)  Weiterhin stellte er eine Plattform zum aktiven Wissensaustausch über das Thema "hybride Wertschöpfung" dar. Durch die Teilnahme von Doktoranden verschiedener Fachrichtungen, z.B. Informatik, Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre wurden vielfältige Perspektiven in die Diskussion eingebracht.
(3)  Im weiteren Sinne konnten Synergieeffekte ausgelotet und genutzt werden, die über die Grenzen der Projektverbünde, Fokusgruppen und Metaprojekte hinausgehen.
(4)  Darüber hinaus bot sich auch die Möglichkeit über das Thema Promotion allgemein und die damit verbundenen, spezifischen Herausforderungen und Probleme mit anderen Doktoranden zu diskutieren.

Entsprechend der Zielsetzung gestaltete sich auch der Ablauf des Treffens. Während einer ausführlichen Kennenlernrunde, in der nicht nur die üblichen Eckdaten zur Sprache kamen, bot sich bereits erste Gelegenheit, die Interessen der einzelnen Teilnehmenden in Bezug auf das Thema hybride Wertschöpfung zu erfahren. Anschließend wurden im Rahmen eines "World Cafés" drei allgemeine Fragestellungen zur Thematik in Kleingruppen diskutiert. Hierbei ging es zum einen um die Definition des Begriffs "Hybride Wertschöpfung" bzw. "Hybrides Produkt", zum zweiten um aktuell bearbeitete Fragestellungen und den zukünftigen Forschungsbedarf und letztlich um Probleme und Lösungen die Empirie zur Thematik betreffend.

Am Nachmittag stellten die einzelnen Teilnehmer überblicksartig zunächst die verschiedenen Forschungsprojekte vor, in die sie eingebunden sind, bevor anschließend konkrete Fragestellungen der einzelnen Dissertationsprojekte näher erläutert und diskutiert wurden. Über das Thema Promotion allgemein informierte ein Vortrag eines ehemaligen erfolgreichen Doktoranden. Ein gemeinsames Abendessen rundete das Treffen ab und bot weitere Gelegenheit zum Informationsaustausch.
Um weiterhin in Kontakt zu bleiben, die fruchtbaren Diskussionen fortzusetzen und ein langfristiges Netzwerk aufzubauen, wurde beschlossen, solche Treffen im halbjährlichen Rhythmus zu wiederholen.

Das zweite HyDoTre findet somit am 23. März 2009 im Rahmen der ISSS in Leipzig statt. Ausführliche Informationen zu Anmeldemodalitäten und dem Programm finden Sie auf www.wiwi.tu-freiberg.de/up/hydotre.


SEPTEMBER 2008
Partizipationsforum in Rom verband zwei europäische Netzwerke zusammen

Vom 24. bis 26. September 2008 trafen in Rom rund 150 Spitzenforscher und Förderer aus dem Bereich der partizipativen Arbeitsforschung zusammen. Sie diskutierten auf dem "European Workplace Participation Forum" neue Formen und Konzepte der Partizipation ebenso wie neue Herausforderungen an die Arbeitsorganisation. Zum ersten Mal trafen dabei zwei europäische Netzwerke zusammen: WORK-IN-NET und RLDWL. Das "Network for Regional and Local Development of Work and Labour" (kurz: RLDWL) ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und kommt einmal pro Jahr zu einem Kongress zusammen. Im zweiten Netzwerk "WORK-IN-NET" - einem Projektverbund im Rahmen der Europäischen Initiative zur Etablierung einer European Research Area ERA - sind europäische Ministerien und Forschungsförderer engagiert, die Forschung und Entwicklung zur Arbeitsorganisation, und -wissenschaft oder Innovationen in der Arbeit fördern. Organisiert wurde die Konferenz im Rahmen des ERA-Net Projektes "WORK-IN-NET" durch den italienischen Partner Fondazione Istituto per il Lavoro, Bologna (IpL).

Weitere Informationen: http://www.fipl.it/progetti/rldwl/index.html


SEPTEMBER 2008
WORK-IN-NET kündet gemeinsame Projekte für 2009 an

Das europäische ERA-NET Projekt "WORK-IN-NET" kündigte im Rahmen seiner internationalen Expertenkonferenz vom 24. bis 26. September in Rom der interessierten Fachöffentlichkeit an, gemeinsame Projektaktivitäten im Themenfeld "The innovative work organization" zu initiieren. Italien, Finnland und Deutschland sind die ersten der zehn Länder und Regionen, die ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichneten und eine gemeinsame Bekanntmachung bzw. gemeinsame Projekte unterstützen und zusammenbringen wollen. Weitere Partner des "WORK-IN-NET" Konsortiums kündigten ihre Beteiligung ebenfalls an. Erste Aktivitäten werden für das Jahr 2009 erwartet. Aktuelle Informationen werden über die Internetseite von "WORK-IN-NET" verfügbar sein. http://www.workinnet.org/


SEPTEMBER 2008
NEW OSH ERA tagte in Rom

Das Netzwerk von Forschungsförderern und Ministerien im Bereich Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz NEW OSH ERA kam am 15. und 16. September 2008 in Rom zusammen. Die Mitglieder planten das weitere Vorgehen für eine gemeinsame europäische Bekanntmachung. Dabei ging es um die Konzeption eines Austauschs von Partnern, um das Management der Förderprogramme in den Mitgliedsorganisationen kennenzulernen. Zudem wurde der finanzielle und rechtliche Rahmen für zukünftige gemeinsame Aktivitäten besprochen.


SEPTEMBER 2008
Themenheft
"Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz"

Die immense Bedeutung, die einem präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Erhöhung der Innovationsfähigkeit heute zukommt, findet auch darin ihren Ausdruck, dass das BMBF in dem neuen FuE-Programm einen eigenen Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" eingerichtet hat und dass auch in dem neuen Förderschwerpunkt "Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" Projekte zu diesem Thema gefördert werden.

Gemeinsam bilden diese Projekte das Themenfeld ""Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz", das durch dieses Themenheft mit seinen vielfältigen Ausrichtungen und dem bisher Erreichten der interessierten Fachöffentlichkeit vorgestellt wird.

Aktuell werden neun Einzelvorhaben und 18 Verbundprojekte mit 52 Teilvorhaben gefördert, die sehr unterschiedliche Teilaspekte untersuchen und entsprechende anwendungsorientierte Lösungen erarbeiten. Die Projekte sind so angelegt, dass alle für einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz zuständigen Akteursgruppen in ihnen zusammenarbeiten: Unternehmen, Wissenschaft, Verbände, Gewerkschaften, Berufsgenossenschaften, Krankenkassen, Politik und andere.

Um den Erfahrungsaustausch innerhalb der Projekte - aber auch der Projekte mit vielen anderen Akteuren - zu intensivieren, wurde das Konzept der Fokusgruppen eingeführt. Im Themenfeld "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" sind sechs Fokusgruppen aktiv.

Dieses Themenheft gibt Auskunft über die an den Fokusgruppen beteiligten Projekte und ihren jeweiligen Bearbeitungsstand zu Beginn des Jahres 2008.

Download: Themenheft


SEPTEMBER 2008
Wachstumschancen durch offene Innovationsprozesse
Verbundprojekt "Open Innovation in Life Sciences"

An der Universität Potsdam hat das Verbundprojekt "Open Innovation in Life Sciences" (OIL) seine Arbeit aufgenommen. Im Mittelpunkt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts steht das Open-Innovation-Paradigma. Dieser Ansatz beschreibt die planvolle, zielgerichtete Öffnung der Innovationsprozesse und die strategische Einbindung des Unternehmensumfelds als zentrale Erfolgsfaktoren für die Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Im Verbundprojekt wird dieser Ansatz auf die Bereiche Biotechnologie, Pharmazie, Medizintechnik und Healthcare, unter besonderer Berücksichtigung kleiner und mittelständischer Unternehmen, angewendet. Der Innovationsprozess beschreibt idealtypisch den Ablauf von der Ideengenerierung und -bewertung über die Konzepterstellung, Entwicklung und Testphase bis hin zur Markteinführung und -durchdringung.

Die Life-Sciences-Branche ist gekennzeichnet durch eine steigende Komplexität der Innovationsprozesse und eine zunehmende Tendenz zur Kooperation über Wissensgrenzen hinweg. Der Open-Innovation-Ansatz betont die Arbeitsteilung im Innovationsprozess und bietet gerade der überwiegend mittelständisch strukturierten Life-Sciences-Branche in Deutschland neue Gestaltungs- und Wachstumsmöglichkeiten.

Ziel des Projekts ist zum einen, den Innovationsprozess der beteiligten Unternehmen und des Open-Innovation-Ansatzes zu modellieren. Zum anderen wird ein IT-Instrument zur Abbildung und Unterstützung eines systematischen Innovationsmanagements im Unternehmensnetzwerk entwickelt. Außerdem werden die Verbundunternehmen bei der Implementierung des systematischen Innovationsmanagements begleitet. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für ein branchenspezifisches Konzept zur Implementierung von Open Innovation im Bereich Life Sciences dienen. Ziel ist es dabei, die bei der Untersuchung der Projektpartner gewonnenen Erkenntnisse auf einer höheren Abstraktionsebene auch anderen Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences zugänglich zu machen.

Weitere Informationen: http://www.ceip.de/ unter dem Link Forschung


SEPTEMBER 2008
Zweiter Zyklus für Hightech-Geräte
Forschungsprojekt "2nd Tech-Cycle" geht an den Start

Welchen Einfluss haben Hightech-Geräte auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen? Wie kann eine Strategie für den Transfer solcher Geräte in einen zweiten Produktlebenszyklus gestaltet werden, so dass sie ein weiteres Mal für Produkt- und Prozessinnovationen von Nutzen sind? Diesen Fragen gehen Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg im Forschungsprojekt 2nd Tech-Cycle nach.

Das Konzept von 2nd Tech-Cycle ist darauf ausgerichtet, insbesondere kleinen und mittelständischen Organisationen zur Steigerung ihres Innovationspotentials zu verhelfen. Im Vergleich zu Großunternehmen verfügen diese Organisationen aufgrund des steigenden Kostendrucks nicht über die finanziellen und personellen Ressourcen, die es ihnen ermöglichen würden, Hightech-Geräte zielgerichtet zu nutzen. Im weltweiten Wettbewerb um Produkt- und Prozessinnovationen bleibt die große Masse der unternehmerischen Organisationen deshalb meist zurück.

Um Hightech-Lösungen und das dazugehörige Wissen in einem breiteren Umfeld zugänglich zu machen, arbeitet das Forschungsvorhaben an Second-Product-Lifecycle-Strategien. Es gilt, gebrauchte Hightech-Geräte, das damit verbundene Wissen und denkbare Anwendungen kleinen und mittelständischen Organisationen auf eine Weise zur Verfügung zu stellen, die ihnen den Einsatz für erfolgreiche Innovationen ermöglicht. Vor allem ist dabei an mobile Hightech-Geräte wie Smartphones gedacht.
Im Projekt 2nd Tech-Cycle arbeiten sechs Lehrstühle der Universität Erlangen-Nürnberg mit verschiedenen Praxispartnern zusammen. Die übergreifende Gestaltung und Evaluierung des Innovationskonzepts sowie die technische und konzeptionelle Betreuung der anwendungsorientierten Arbeiten mit Feldpartnern wird von den drei Wirtschaftsinformatik-Lehrstühlen durchgeführt. Die konkrete branchenspezifische Anpassung (Bildungsbereich, Bereich Gesundheit und Bereich Medien) des Innovationskonzepts sowie die Konzeption, Implementierung und Einführung wird von drei branchenbezogenen Lehrstühlen begleitet.

Für das interdisziplinäre Projekt konnten T-Mobile, Research In Motion (RIM) und der Evangelische Verein für Innere Mission (EVIM) als Praxispartner begeistert werden. Im weiteren Verlauf sollen für die branchenspezifische Anpassung und Erprobung zusätzliche Feldpartner aus dem Bildungs-, Gesundheits- und Medienbereich einbezogen werden.

Weitere Informationen: http://www.2ndtechcycle.de/


AUGUST 2008
Projektbericht Nr. 21 der Universität Münster zu den Erfolgsfaktoren im Auslandsgeschäft mit Dienstleistungen

Dieser Bericht ist ein "Muss" für alle Forscherinnen und Forscher, die sich mit Erfolgsfaktoren und mit der Internationalisierung von KMU befassen. Der Bericht geht kompetent und weiterführend auf die Grundlagen der Erfolgsfaktorenforschung ein und schlägt dann die Brücke zu den kleinen und mittleren Unternehmen, die sich mit der Internationalisierung von Dienstleistungen beschäftigen. Am Beispiel eines Handwerksbetriebes werden die theoretischen und methodischen Erkenntnisse empirisch getestet und daran anschließend generelle Implikationen zur erfolgreichen Internationalisierung von KMU abgeleitet.

Der Bericht ist innerhalb des BMBF-Förderschwerpunktes "Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen" erschienen. Er stellt innerhalb des schon umfassenden Pools von Publikationen des Förderschwerpunktes eine fachlich besonders gelungene Veröffentlichung dar.

Ahlert, Dieter; Hesse, Josef; Kruse, Philipp: Internationalisierung von KMU: Erfolgsfaktorenforschung und Benchmarking bei KMU - Abschlussbericht zum Praxisprojekt "Schäper", Universität Münster, Institut für Handelsmanagement und Netzwerkmarketing. IMADI.net-Projektbericht Nr. 21 (2008)

Dieser Bericht (und weitere) ist unter folgender Adresse als PDF abrufbar:
http://www.marketing-centrum.de/brandsgoeast/de/


AUGUST 2008
Aktuelle Umfrage zu den Herausforderungen im E-Commerce

Was bewegt den elektronischen Handel? Mit welchen Herausforderungen sind Online-Händler zukünftig konfrontiert und was tun sie derzeit in den Bereichen Web-Controlling, Logistik, Adressprüfung und SEPA? Diesen Fragen will die aktuelle Händlerbefragung im Rahmen des Projekts E-Commerce-Leitfaden nachgehen.

Auf Basis der bisherigen Ergebnisse des Projekts E-Commerce-Leitfaden sowie der täglichen Erfahrungen der Leitfaden-Partner atriga, ConCardis, creditPass, etracker, EURO-PRO, Hermes Logistik Gruppe, Luupay, Saferpay und xt:Commerce wird in der Befragung insbesondere auf Themen wie Online-Marketing, Web-Controlling, Versandabwicklung und E-Payment eingegangen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema "Verkauf im Ausland", denn besonders die Ausweitung der E-Commerce-Bemühungen auf ausländische Märkte beschäftigt derzeit viele Händler.

Die Umfrage ist erreichbar unter: http://www.ecommerce-leitfaden.de/umfrage

Der Zeitaufwand für das Ausfüllen des Fragebogens beträgt ca. 15 Minuten. Die Ergebnisse werden von ibi research anonymisiert ausgewertet und bilden eine wichtige Grundlage für die neue Version des E-Commerce-Leitfadens, die für Ende dieses Jahres geplant ist.

Ihre Vorteile, wenn Sie sich an der Umfrage beteiligen:
- Sie erhalten kostenlos eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
- Sie können aus den Anforderungen anderer Händler lernen und dadurch Ihre Abläufe in Ihrem Webshop künftig effizienter gestalten.
- Sie nehmen an der Verlosung attraktiver Preise teil.

Unterstützt werden der E-Commerce-Leitfaden und die aktuelle Befragung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Bundesverband der Dienstleister für Online-Anbieter e.V., vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. sowie von zahlreichen Kammern und Verbänden.

Text- und Bildmaterialien zum Hinweis auf die Umfrage können Sie herunterladen unter:
www.ecommerce-leitfaden.de/umfrage/infos


JULI 2008
Innovationsmanagement für Dienstleistungen
Leitfaden, Instrumente, Umsetzungshilfen

Diese Publikation beruht auf den Ergebnissen des Verbundprojekts "Entwicklung und pilothafte Umsetzung von Vorgehensweisen, Methoden und Werkzeugen des Service-Engineering und -Design (SE&D)" im Fokus von Prozessfunktionalität, Qualität und Assessment innovativer Dienstleistungsentwicklung".

Die Ergebnisse aus den betreffenden Teilvorhaben wurden vom Herausgeber (Christof Zangemeister) überarbeitet und in der vorliegenden Veröffentlichung zusammengeführt. Die zugehörigen Texte umfassen die Teile A bis C. Diese sind komplett auf der beigefügten CD als E-Book zusammen mit verschiedenen computergestützten Tools dokumentiert. Zusätzlich wird hier der Teil A "Leitfaden" in gedruckter Fassung zur Verfügung gestellt.

Im Teil A "Leitfaden" wird ein handlungsorientierter Gesamtüberblick über den Innvoationsprozess für Dienstleistungen, die zugrunde liegenden Konzepte und zur Anwendung kommende Instrumente gegeben.

Der Teil B "Instrumente" vertieft und ergänzt den bis dahin behandelten Stoff. Dieser Teil ist ausschließlich auf der beigefügten CD als E-Book dokumentiert. In ihm werden weitergehende Vorgehensweisen, Methoden und Tools für die Entwicklung von Dienstleistungen behandelt.

Im Teil C "Umsetzungshilfen", der ebenfalls nur auf der beigefügten CD dokumentiert ist, werden abschließend spezielle Themen und ergänzende Materialien zur Umsetzung der DL-Entwicklung im Unternehmen behandelt. Hierzu gehören Arbeitswissenschaftliche Hilfen zu DL-Gestaltung (C1), Möglichkeiten des DL-Marketings via WEB (C2), eine ausführliche Benutzeranleitung mit Fragenkatalog zum Assessmenttool DLE-ASS (C3), eine Konzeption zum Aufbau von "Qualifizierungsmodulen zur DL-Entwicklung" (C4) sowie eine zusammenfassende Darstellung von Transfererfahrungen bei der Umsetzung der DL-Methodik (C5).

Bezugsmöglichkeiten: per Tel.: Frau Quickert-Menzel/Frau Budig 0221 806-3511 oder -3512; per Fax: 0221 806-35103; per Post: TÜV Media GmbH, Vertrieb, Am Grauen Stein 1, 51105 Köln; per Internet: http://www.tuev-media.com/

ISBN: 978-3-8249-1063-2


JULI 2008
Spatenstich: Medizinisch-Diagnostisches Zentrum der Präsidialverwaltung der Republik Kasachstan

Zum "Spatenstich" am 21. Juli 2008 waren offizielle Vertreter der kasachischen Regierung, der deutschen Regierung sowie der beauftragten Unternehmen anwesend. Im Auftrag der Republik Kasachstan realisiert die Dr.Hein-Gruppe das Mustervorhaben des Medizinisch-Diagnostischen Zentrums der Präsidialverwaltung der Republik Kasachstan in Astana.

Dieses Leuchtturmprojekt hat eine hohe Priorität im Rahmen der staatlichen sozialen Programme von Kasachstan und eine zentrale Bedeutung in der wirtschaftlichen und medizinischen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland. Es werden alle Dienstleistungsphasen - Planung, Errichtung, Ausstattung, Betrieb und Ausbildung - zentral von der Dr.Hein-Gruppe als Generalübernehmer koordiniert. Dies ist bisher einzigartigartig als Dienstleistungskonzept aus Deutschland und darüber hinaus einmalig in der Zusammenarbeit zweier Staaten im Gesundheitswesen.

Motiviert durch das ProDiMed-Vorhaben hat sich der Pioniergeist von Dr.Hein zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit zweier Staaten entwickelt. Es bestehen hervorragende Beziehungen zu den beteiligten Ministerien des Bundes und der Länder. Die erfolgreiche Realisierung dieses Projekts wird ohne Zweifel neue medizinische Standards für Zentralasien und die ehemaligen Sowjetrepubliken setzen. Die Eröffnung des Klinikums ist für 2010/2011 geplant.

http://www.prodimed.info/
http://www.dr-hein.de/index.php?sec=52


JULI 2008
Forschungsprojekt "Open-I" will Innovationen fördern

Wie Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit steigern können, untersuchen jetzt Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg. In dem interdisziplinären Verbundprojekt "Open-I" arbeiten außerdem Teams der Technischen Universität München und der Handelshochschule Leipzig mit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Europäische Sozialfonds unterstützen die Hochschulen mit Mitteln in Höhe von 1,3 Millionen Euro.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Einbinden der Mitarbeiter in den Innovationsprozess. Untersucht wird, wie Unternehmen auf Basis von modernen Web 2.0 - und Social Software-Anwendungen ihren Innovationsgrad steigern können. Die Forscher entwickeln außerdem geeignete Führungs-, Motivations- und Controllingkonzepte für das strategische Management.

Im Jahr 2009 wird ein Software-Prototyp eingeführt und die zugehörigen Rahmenbedingungen werden geschaffen. Erste Mitarbeiter(innen) können dann bereits Ideen online stellen, vervollkommnen und schließlich Innovationen entwickeln. Der Flughafen München, die DATEV sowie zahlreiche mittelständische Unternehmen sind Partner des Projekts und arbeiten mit den Forschern Hand in Hand an der Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von Open Innovation in ihren Unternehmen.

Weitere Informationen: http://www.open-i.eu/


JULI 2008
BMBF fördert praxisorientiertes Forschungsprojekt für neue Managementkonzepte
RKW Deutschland entwickelt neue Strategien für KMU

Unternehmer, Berater und Wirtschaftswissenschaftler trafen sich zur Auftaktveranstaltung des Bundesforschungsprojekts "Wachstum lernen - lernend wachsen" im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) führt die RKW Deutschland GmbH zusammen mit der Fachhochschule Wiesbaden ein neuartiges Projekt mit klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) durch. Im Netzwerk aus Unternehmern, Beratungsexperten und Wissenschaftlern entsteht in den nächsten drei Jahren ein kompetenzorientiertes Managementkonzept speziell für die aktuellen Anforderungen von KMU. Rund 120 Unternehmen in den Wirtschaftsregionen Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg und Sachsen werden bei ihrer Entwicklung von Wachstums- und Innovationsprozessen unterstützt.

Das dreistufige Projekt "Wachstum lernen - lernend wachsen" richtet sich an innovative und wachsende KMU, die ihre weitere Unternehmensentwicklung mit einem neuen Management-System aktiv gestalten möchten. Das "kompetenzorientierte Management-System" überwindet die traditionelle Trennung zwischen Tagesgeschäft, Produkt- und Prozessinnovation, Personal- und Organisationsentwicklung. Hier werden Arbeiten, Kompetenzentwicklung und Innovation als ganzheitlicher Prozess behandelt. In der ersten Phase ermitteln die RKW-Berater mit den Unternehmern die Hemmnisse und Treiber für Innovation und Wachstum in den drei Wirtschaftsregionen Deutschlands. In der zweiten Phase ab 2009 werden anhand von 12 Pilotprojekten Veränderungsprozesse realisiert und die Erfahrungen im gemeinsamen Projektlernen von Unternehmern und RKW-Beratern ausgetauscht und vertieft. Die Fachhochschule Wiesbaden wertet die Ergebnisse aus und erstellt ein neues Konzept zur Entwicklung arbeitsintegrierten Lernens. In der dritten Phase ab 2010 soll dieses Lern- und Entwicklungskonzept in 15 weiteren betrieblichen Modellprojekten erprobt und ausgebaut werden. Abschließend werden die Gesamtergebnisse zu einem kompetenzorientierten Managementkonzept für KMU verdichtet.

Während der gesamten Projektlaufzeit verfügen die Unternehmen über eine doppelte fachliche Unterstützung: Die praxisbezogene Zusammenarbeit mit den RKW-Beratern wird durch wissenschaftliche Instrumente für die Entwicklung arbeitsintegrierten Lernens durch Wirtschaftsexperten der Fachhochschule Wiesbaden begleitet. Dabei stehen alle Unternehmen durch intensive Netzwerkaktivitäten in direktem Kontakt. Durch den dauerhaften Know-how-Transfer verbessern sie ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Das wachsende Netzwerk aus Verbundpartnern und Unternehmern wirkt nachhaltig über die angesetzte Projektzeit hinaus. Es ermöglicht den bundesweiten Transfer des neuen Modells und der Erfahrungen in die unternehmerische Praxis.

Unternehmen, die am Projekt "Wachstum lernen - lernend wachsen" teilnehmen, haben keine zusätzlichen externen Kosten, ihr Beitrag ist die inhaltliche Mitarbeit im Projekt. Aktuelle Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zum Entwicklungsstand des Projekts sind fortlaufend im Internet zu finden unter:
http://www.lernend-wachsen.de/.


JULI 2008
Neue Plattform zur Ideenfindung für Unternehmen:
Forschungsprojekt GENIE

Das Center for Leading Innovation & Cooperation (CLIC) der Handelshochschule Leipzig (HHL) startet gemeinsam mit der Technischen Universität München ein neues Verbundprojekt im Bereich der Innovationsforschung. Unter dem Projektnamen GENIE (Gemeinschaftsgestützte Innovationsentwicklung für Softwareunternehmen) widmet sich das Projekt der Erforschung und Erprobung von unternehmensübergreifenden Innovationsprozessen.

GENIE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist auf drei Jahre angelegt. Es zielt insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen der Softwarebranche ab. Diesen fehlen häufig die Ressourcen für eine eigenständige Entwicklung von strategischen Innovationen. Gemeinschaftsgestützte Entwicklungsansätze versprechen hier eine wirkungsvolle Problemlösung.

Die Wissenschaftler(innen) haben sich die Aufgabe gestellt, das Innovationspotenzial von Open Innovation Communities im Vergleich zu herkömmlichen Methoden des Innovationsmanagements zu ergründen. Open Innovation Communities sind Innovationsgemeinschaften, die Mitarbeiter(inne)n mehrerer Unternehmen die Möglichkeit geben, zusammen mit externen Wertschöpfungspartnern (Kunden, Forschungspartnern, Koproduzenten, Kapitalgebern usw.) radikal neue Ideen zu entwickeln und voranzutreiben. Zur Unterstützung dieser Open Innovation Communities wird im Rahmen von GENIE ein modulares Social Software-System entwickelt. Dieses IT-System soll im Rahmen von offenen Innovationsprojekten einerseits die Ideengenerierung und -veröffentlichung sowie andererseits die kollaborative Weiterentwicklung von Ideen unterstützen.

Die Aufgabe der Forscher am Center for Leading Innovation & Cooperation (CLIC) der Handelshochschule Leipzig besteht darin zu untersuchen, welche Innovationswerkzeuge derzeit von Softwareunternehmen eingesetzt werden, welche organisatorischen Treiber und Hemmnisse für Innovationsprozesse tatsächlich bestehen und welche organisatorischen Kompetenzen für den erfolgreichen Einsatz von Open Innovation Communities erforderlich sind. Aus der Analyse dieser Fragestellungen sollen Führungsinstrumente und Kompetenzmanagement-Konzepte für kleine und mittelständische Softwareunternehmen abgeleitet werden, die die Einführung und das Management von Open Innovation Communities sinnvoll unterstützen.

Weitere Informationen: http://www.projekt-genie.de/


JUNI 2008
"Services Made in Germany - Ein Reiseführer": Die zweite Auflage ist gerade erschienen

Die These? Deutschland ist ein Dienstleistungsland. Die Publikation des Centers for Leading Innovation & Cooperation "Services Made in Germany - Ein Reiseführer" liefert den Beweis. Sie entführt den Leser auf eine fiktive Reise quer durch Deutschland zu ausgewählten Orten der Dienstleistungsinnovation und zeigt, dass Deutschland eine Menge interessanter Projekte der Dienstleistungsexzellenz zu bieten hat. So kann man zum Beispiel erfahren, wie es möglich ist, ganz einfach online einen zuverlässigen Babysitter zu buchen, wie man sich im Internet sein individuelles Frühstück zusammenstellen kann und wie ein Innovationsbarometer ebenjene Innovationen messbar macht. Abgerundet wird das Ganze mit Hintergrundinformationen zu den neuesten Entwicklungen im Zukunftsfeld der Dienstleistungen.

Die Veröffentlichung entstand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes "Dienstleistungsweltmeister Deutschland - Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis". Die erste Auflage erschien Anfang April und war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Deshalb erscheint nun die zweite Auflage.

Wo bekommt man den Reiseführer?
Den Reiseführer kann man kostenfrei bestellen. Er ist (solange der Vorrat reicht) unter folgendem Kontakt erhältlich:
Center for Leading Innovation & Cooperation
Nicole Horbas, Jahnallee 59, 04109 Leipzig
Tel.: 0341 9851-663
innovationsforen@hhl.de

Alle Informationen zum Reiseführer und zum gesamten Projekt findet man unter: http://innofor.clicresearch.de/.


JUNI 2008
Forum "Dienstleistungs-Internationalisierung"
Erfolgreich mit Dienstleistungen im Ausland

Die TÜV Rheinland Akademie GmbH lädt am 5. Juni zum Forum "Dienstleistungs-Internationalisierung" an ihren Standort nach Köln ein.

Der Export und die Internationalisierung von industriellen Dienstleistungen gewinnen im Zuge der Globalisierung zunehmend an Bedeutung. Dienstleistungen werden heute von vielen Industrieunternehmen als wichtigste Möglichkeit betrachtet, sich vom Wettbewerber zu differenzieren, Wachstumspotenziale zu erschließen und die Erträge nachhaltig zu verbessern.

Im Forum "Dienstleistungs-Internationalisierung" erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die maßgebenden Erfolgsfaktoren für Internationalisierungsprojekte. Ihnen werden Vorgehensweisen zur systematischen Planung einer erfolgreichen Internationalisierung Ihrer Dienstleistungen auf ausländischen Märkten vorgestellt. Sie lernen neue Methoden und Instrumente kennen, um die betrieblichen Probleme der Internationalisierung gezielt anzugehen. In drei Workshops - Entscheidungs-Tools für die "Zielmarktauswahl", Assessment-Tools für den "DL-Internationalisierungs-Prozess", Schulungen zur Dienstleistungsinternationalisierung - haben Sie Gelegenheit, vertiefende Einblicke in wichtige Themenschwerpunkte zu bekommen sowie ausgewählte Konzepte und Instrumente anhand von Praxisbeispielen kennenzulernen, um sie dann im eigenen Unternehmen nutzen zu können.

Die im Forum "Dienstleistungs-Internationalisierung" vorgestellten Methoden, Instrumente und Konzepte wurden im Rahmen eines vom BMBF geförderten Forschungsverbundprojekts entwickelt und erprobt (Informationen zum Projekt unter http://idee.pdai.de/).

Weitere Informationen erhalten Sie über
TÜV Rheinland Akademie GmbH, Am Grauen Stein, 51105 Köln
Tel.: 0221 806-3000
Fax: 0221 806-1534
http://www.tuevakademie.com/

Service- Hotline: 0800 84 84 006


JUNI 2008
PT ist Projektträger für die Landesstiftung Baden-Württemberg

Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat zum Juni 2008 den Projektträger mit der organisatorischen und fachlichen Betreuung des Förderschwerpunktes zum Transfer von Ergebnissen der Dienstleistungsforschung in Unternehmen beauftragt. Mit diesen landesspezifischen Förderaktivitäten soll die Lücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Unternehmenspraxis geschlossen werden.


MAI 2008
Meta-Projekt "Hybride Wertschöpfung"
Erster Monitoring-Bericht

Der vorliegende Bericht ist der erste von sechs Monitoring-Berichten des im Rahmen des zum BMBF-Förderschwerpunkt "Integration von Produktion und Dienstleistungen" laufenden Meta-Projektes "Begleitung, Bewertung, und Schlussfolgerungen des Förderschwerpunktes "Integration von Produktion und Dienstleistung - Wachstumsstrategien für hybride Wertschöpfung neue Formen unternehmensbezogener Dienstleistungen".

Ziel des 1. Berichts ist es, den Förderschwerpunkt "Integration von Produktion und Dienstleistungen" in die Forschungsförderungsaktivitäten des BMBF im Bereich Dienstleistungen einzuordnen, sowie einen Überblick über laufende und abgeschlossene Förderaktivitäten auf diesem Gebiet zu geben.
Kapitel 1 und 2 leiten das Meta-Projekt "Wachstumsstrategien für hybride Wertschöpfung" und den vorliegenden Monitoring-Bericht ein.
Kapitel 3 widmet sich der Dienstleistungsforschungsförderung des BMBF. Die Förderprogramme "Innovative Dienstleistungen" und "Innovation mit Dienstleistungen" der Förderinitiative "Dienstleistungen für das 21. Jahrhundert" sowie der Förderschwerpunkt "Integration von Produktion und Dienstleistungen" werden vorgestellt. Durch die Darstellung der bereits abgelaufenen Förderaktivitäten wird verdeutlicht, inwiefern der Förderschwerpunkt thematisch an frühere Projekte anschließt. Zudem werden Anknüpfungspunkte zwischen dem Förderschwerpunkt "Integration von Produktion und Dienstleistungen" mit anderen laufenden Förderaktivitäten im Bereich Dienstleistungen dargestellt.
Kapitel 4 präsentiert eine Auswahl weiterer Forschungsförderungsaktivitäten auf Bundes- und Länderebene sowie von ausgewählten Forschungsinstitutionen auf dem Gebiet Dienstleistungen.

Ein Überblick über europäische Forschungsaktivitäten im Bereich Dienstleistungen soll im 2. Monitoring-Bericht dargestellt werden, der im November 2008 fertig gestellt werden soll. In den nächsten Monitoring-Berichten soll sowohl auf die Arbeiten der einzelnen Vorhaben als auch auf weitere Entwicklungen in der internationalen Dienstleistungsforschung und -wirtschaft eingegangen werden. Die genaue Schwerpunktsetzung der weiteren Monitoring-Berichte soll sich an den für den Förderschwerpunkt aktuellen Fragestellungen orientieren.

Download


MAI 2008
KMU-Pilotbetriebe erhalten von Frau Abteilungsleiterin Kornelia Haugg die Teilnahmeurkunde

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurden am 29. Mai 2008 im Brühler Schloss Augustusburg an 10 Betriebe die Teilnahmeurkunden im Projekt "Service Engineering - Innovationstreiber in kleinen und mittleren Unternehmen" übergeben. Diese Unternehmen bekommen nun umfangreiche Unterstützung bei der Entwicklung von Dienstleistungen. "Mit Dienstleistungen wachsen" - unter diesem Titel erscheint in Kürze die dazu gehörende Broschüre. Am 17. Juni 2008 wird in Stuttgart eine große Veranstaltung zu diesem Vorhaben stattfinden (Flyer).

Weitere Informationen zum Vorhaben unter http://www.service-engineering-kmu.de/.


MAI 2008
Dienstleistungsexportgeschäfte erfolgreich absichern

Vorbildhaft und praxisnah wird gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen die Umgehung der Fallstricke im elektronischen grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr offengelegt. Wie können die Unternehmen sicherstellen, dass sie zu ihrem Geld kommen. Weil gerade der Verkauf über das Internet immer mehr zunimmt, kommt es darauf an, den Zahlungsverkehr sicher zu gestalten. Auf welche Weise dies im Einzelnen realisiert werden kann, ist in diesem Leitfaden bestens beschrieben.

Ernst Stahl, Thomas Krabichler, Markus Breidscheid, Georg Wittmann: E-Commerce-Leitfaden. Erfolgreich im elektronischen Handel. Universitätsverlag Regensburg, 218 Seiten, 2008, ISBN 978-930480-18-0.

Geleitwort


MAI 2008
"Health Care Export" sichert die Zukunft der deutschen Gesundheitswirtschaft

"Das Bewusstsein für die Relevanz des Exports deutscher Gesundheitsdienstleistungen schärfen" - so lautet das Ziel zweier Schlüsselveranstaltungen in Stuttgart und Bremerhaven, mit denen sich im Förderprogramm "Innovationen mit Dienstleistungen" die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Fokusgruppe "Export von Gesundheitsdienstleistungen" an die Öffentlichkeit wendet. Acht Teams aus Forschung und Unternehmen sind bestrebt, einen Einblick in ihre Erfolgskonzepte und praxisrelevanten Lösungen für Exportfragen und -strategien für Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen zu geben.
Im Rahmen der BMBF Bekanntmachung "Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen" wurde die Fokusgruppe zum "Export von Gesundheitsdienstleistungen" gebildet. Fokusgruppen fördern die übergreifende Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch von Forschungsprojekten. Insgesamt acht Forschergruppen befassen sich in der erwähnten Fokusgruppe in ihren Projekten mit der Exportfähigkeit von Dienstleistungen in allen Stufen der Prävention und Versorgung - von der betrieblichen Gesundheitsförderung, der Früherkennung und Prävention, den integrierten Versorgungssystemen, der Medizintechnik bis hin zu den Kerndienstleistungen in Medizin und Pflege.

"GESUNDHEIT MAL ANDERS - Innovative Dienste für Diabetes!" auf dem ThyssenKrupp IdeenPark in Stuttgart

In der Woche vom 17. bis zum 25. Mai 2008 wird in Stuttgart auf der neuen Messe der Ideenpark 2008 von ThyssenKrupp im Zusammenhang mit der Initiative "Zukunft Technik entdecken" organisiert. Hier werden die Besucher auf über 40.000 m² Ausstellungsfläche auf eine außergewöhnliche und faszinierende Reise durch die spannende Welt der Ideen geschickt. Diese Messe ist ein Erlebnis für jung und alt, denn hier gibt es Technik zum Anfassen, um sie begreifbar und erlebbar zu machen.
In Stuttgart hat sich die Fokusgruppe ein besonderes Ziel gesetzt: Zum ersten Mal soll die Bedeutung des Dienstleistungs- und Technikexports für die Menschen "begreifbar werden". Mit "GESUNDHEIT MAL ANDERS!" - Innovative Dienste für Diabetes!" wollen Forschungspartner der Fokusgruppe "Export von Gesundheitsdienstleistungen" die Besucher des IdeenParks für die Volkskrankheit Diabetes sensibilisieren. Dabei durchlaufen sie drei Stationen: Diagnose, Therapie und Export sind die Themenfelder des Standes.
Durch Mitmachen und Erfahren wird aufgezeigt, welche neuen Hilfsmittel heute bereitstehen, um Diabetes zu diagnostizieren und zu therapieren. Einschränkungen durch Diabetes werden auf einfache Weise auch für Nichtdiabetiker "spürbar" und Experten simulieren mit den Besuchern das Altern mit Diabetes.
Zugleich wird anhand des Beispiels dieser Krankheit deutlich, warum für die deutsche Gesundheitswirtschaft der Export medizinischer Dienstleistungen ein Schlüsselthema ist: Die Forschungsvorhaben der Fokusgruppe zeigen, wie Hightech-Produkte und Dienstleistungen zur Behandlung von Diabetes für eine bis zum Jahr 2025 erwartete Anzahl von bis zu 74 Millionen Patienten in Indien zur Verfügung gestellt werden könnten. Damit hätte Indien in absehbarer Zeit ungefähr zehnmal so viele Diabetes-Fälle wie Deutschland zu verzeichnen. Dem Besucher wird an dieser Stelle klar, dass es sich hier für die deutsche Gesundheitswirtschaft um einen wichtigen und attraktiven Zukunftsmarkt handelt.
Die Projektpartner der Fokusgruppe sind in der Lage, auf diese Entwicklung mit Konzepten zu antworten, die eine systematische Erschließung von Zukunftsmärkten aus Sicht der Entwicklung, Organisation und dem Vertrieb der Gesundheitsdienstleistungen möglich machen.

"GESUNDHEIT MAL ANDERS! - Innovative Konzepte für den Dienstleistungsexport"

Das wird auch auf der zweiten Veranstaltung in diesem Jahr deutlich. Hier adressiert die Fokusgruppe das Fachpublikum und möchte Unternehmen und praxisnah arbeitende Wissenschaftler vom 27. bis zum 29. August 2008 zu Workshops und Diskussionen nach Bremerhaven einladen. Ziel ist es, in der Fokusgruppe auch über das Ende der Laufzeit ihrer Projekte hinaus weiter intensiv zusammenzuarbeiten. Dazu wird in Bremerhaven der Startschuss für die Verwertungsphase und den Forschungstransfer in die Praxis gegeben.
Schwerpunktthema wird der Abschluss des Forschungsprojektes ProDiMed sein, das in den letzten zweieinhalb Jahren in einem Konsortium zum Thema "Prospektive Generierung produktnaher Dienstleistungskonzepte in der Medizintechnik für Zukunftsmärkte" forschte und praxisrelevante Lösungen entwickelte. Die Akteure des Projekts stammen vom Lehrstuhl für Industrial Sales Engineering der Ruhr-Universität Bochum und von den Medizintechnikunternehmen Dr. Hein GmbH, Nürnberg, Schölly fiberoptic GmbH, Denzlingen und zebris Medical GmbH in Isny.
Sie haben neue Konzepte entwickelt, mit denen sich die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Medizintechnik-Unternehmen auf den Zukunftsmärkten steigern lässt. Ziel des Projekts ist es, Dienstleistungskonzepte für neue Märkte in der Medizintechnik zu entwickeln. Dabei wurden die Anforderungen dieser Zukunftsmärkte analysiert und bewertet. So wurde nicht nur eine Forschungslücke geschlossen - die Ergebnisse sollen auch dazu dienen, dass Unternehmen der Branche sich erfolgreich ausrichten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Die hohe Innovationsdynamik in der Medizintechnik ist die Basis für die positive Beschäftigungsentwicklung an den deutschen Unternehmensstandorten, die auch mit dem international expandierenden Servicebereich gefestigt werden soll. In Bremerhaven werden zu diesem Thema Experten zu Wort kommen und Unternehmer diskutieren mit Unternehmern ihre Erfolgskonzepte.

Weitere Informationen
Zum IdeenPark: http://www.zukunft-technik-entdecken.de/
Zur Fokusgruppe: http://www.prodimed.info/

Ansprechpartner:
Bertolt Schuckliess, Projektträger im DLR, Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen, Heinrich-Konen-Str. 1, 53227 Bonn, Tel.: 0228 3821-134, Fax -248 bertolt.schuckliess@dlr.de, Internet: http://pt-adtemp.pt-dlr.de/


MAI 2008
Nachwuchsförderung des PT-DLR im Förderprogramm
"Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln
Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt"

Am 29. Mai fand der 4. Nachwuchs-Workshop des PT-DLR "Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen" in Jena statt. Er wurde zusammen mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie, durchgeführt.

Vom hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs hängt vielfach die zukünftige Innovations- und Leistungsfähigkeit von Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft ab. Problematisch ist hierbei der Sachverhalt, dass aufgrund der demografischen Veränderungen in den nächsten Jahren überproportional viele Wissenschaftler aus Forschung und Lehre ausscheiden werden. Demzufolge kommt der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung eine entscheidende Rolle zu. Der Projektträger "Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen" des BMBF im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR) hat daher die Herausforderung der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung im Bereich der Arbeitsforschung aufgegriffen. Seit einigen Jahren ist die Nachwuchsförderung Gegenstand einer eigenen Workshop-Reihe. Letztlich soll die Bedeutung von Diplom- und Doktorarbeiten für die Innovationsfähigkeit von Forschung und Praxis gewürdigt und gefördert werden. Im Rahmen der seit 2005 in der Regel zweimal im Jahr stattfindenden eintägigen Nachwuchs-Workshops soll konkret Doktorandinnen und Doktoranden, die in BMBF-geförderten Projektverbünden wissenschaftlich arbeiten oder gearbeitet haben und aus diesem Kontext heraus ihre akademischen Arbeiten konzipiert oder bereits veröffentlicht haben, Gelegenheit zu einem vertieften Erfahrungsaustausch gegeben werden.

Nach den vorangegangenen Veranstaltungen in Bonn, Trier und Heidelberg trafen sich die eingeladenen Referent(inn)en von den Universitäten Bremen, Dresden und Kassel sowie ein Referent vom gastgebenden Jenaer Institut und weitere Interessent(inn)en aus z.Zt. BMBF-geförderten Projekten an der RWTH Aachen und der FH Osnabrück, Standort Lingen, sowie von der Bergischen Universität Wuppertal. Einleitend hielt Prof. Dr. Klaus Dörre vom gastgebenden Lehrstuhl einen Vortrag zum Thema "Zurück in die Zukunft? Von der Marktsteuerung zur Re-Standardisierung". Er ging, ausgehend von empirischen Untersuchungen der Jenaer Arbeitsforscher in einer Reihe deutscher Großbetriebe, in einer Art von "Brainstorming auf unsicherem Terrain" auf die Frage: Wo sind angesichts regressiver Tendenzen bei Arbeitsgestaltungsmöglichkeiten, einer Re-Standardisierung (beispielsweise in der Infocom-Industrie) und der Expansion prekärer, niedrig entlohnter Arbeitsverhältnisse überhaupt noch Ansätze für innovative Arbeitspolitik zu finden? In seinen Schlussfolgerungen wies er auf die Notwendigkeit hin, dass gerade von der Soziologie das Dilemma überwunden werden müsse, dass sie in der Auseinandersetzung mit den klassischen Themen der Arbeitsbedingungen - wie etwa Arbeitszeitflexibilisierung und Leistungsintensivierung - wenig Handlungswissen anzubieten habe. Wichtig sei ebenfalls die Auseinandersetzung mit den von Alterung, Gesundheit und Prekariat geprägten gesellschaftlichen Realitäten, die Rückgewinnung des Partizipationsgedankens und die Erstellung positiver Leitbilder beispielsweise für Flexibilisierung.

Die anschließenden Präsentationen von Dissertationen widmeten sich einer großen Bandbreite von Themen. Tanja M. Brinkmann vom Institut für Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen stellte neue Ergebnisse aus einer Studie ihrer Institution über "Promotionschancen und -barrieren aus geschlechter- und fächerbezogener Perspektive" vor. Thomas Engel vom Institut für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena erläuterte sein Forschungskonzept zum Thema "Partizipatives Gesundheitsmanagement", das er im Rahmen des Verbundprojekts "Partizipatives Gesundheitsmanagement. Arbeits- und Gesundheitsschutz bei neuen Steuerungs- und Organisationsformen (PARGEMA)" untersucht. Irma Rybnikova, Doktorandin an der TU Dresden, Lehrstuhl Betriebswirtschaft, referierte zum Thema "Interim-Management: Analyse einer atypischen Beschäftigungsform für Führungskräfte". Jannicke M. Baalsrud Hauge vom Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH (BIBA) an der Universität Bremen berichtete über ihr Dissertationsprojekt "Mediating skills on risk management for improving the resiliency of enterprise networks by developing and using a serious game", das aus ihrer Mitarbeit im BMBF-geförderten Verbundprojekt "Spielend unternehmensübergreifende Kooperation erleben und erlernen (SPIKO)" entstanden ist, und daraus resultierende Fortschritte im akademischen Unterricht. Dr. Christiane Potzner vom Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel stellte ihre Anfang 2008 abgeschlossene Dissertation mit dem Titel "Chancen und Risiken der Arbeit im E-Business. Eine arbeitswissenschaftliche Untersuchung von Organisationsformen und Aufgabeninhalten an B2B-Arbeitsplätzen" vor. Diese war aus der Projektarbeit im BMBF-geförderten FuE-Projekt "E-@rbeit - Analyse und Gestaltung von Modellen der menschengerechten Arbeit im E-Business" entstanden.

Die ausführlichen Diskussionen über die einzelnen Beiträge und die Anregungen, die gegeben wurden, zeigen, dass der Veranstaltungstyp eine wichtige Funktion im Sinn der Förderung qualifizierter Nachwuchswissenschaftler(innen) hat.

Der 5. Nachwuchs-Workshop, für den bereits eine Reihe von Anmeldungen vorliegt, wird im November 2008 in Kassel stattfinden. Es ist geplant, dass die Universität Kassel, Institut für Arbeitswissenschaft, und die neugegründete Kooperationsstelle DGB Nordhessen Gastgeber der Veranstaltung sein werden.


APRIL 2008
Kreative Mitarbeiter durch Gesundheitsförderung binden
Projekt InnoGema gestartet

Gesundheitsförderung ist für viele Unternehmen ein Thema der Zukunft. Raucherentwöhnung, Anti-Stress- oder Rückentraining in der Mittagspause können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Wie sich Gesundheitsförderung in den Arbeitsalltag kleiner und mittelständischer Unternehmen nachhaltig integrieren lässt, ist Gegenstand des Projekts InnoGema an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW).

Auf der Projektauftaktveranstaltung am 10. April 2008 in der IHK Berlin skizzierte InnoGema das Potenzial, das ein Netzwerk für innovatives Gesundheitsmanagement der Region Berlin Süd-Ost bringen kann. Ein Potenzial, das nutzbar wird, wenn Firmen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter(innen) fördern wollen, mit Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen (Fitnesscentern, Yogaschulen, Physiotherapeuten, Trainern für Kommunikation, Raucherentwöhnung, Stressbewältigung etc.) und Krankenkassen zusammenarbeiten und neuartige individuelle Lösungen entwickeln.
Bestätigend trat dafür das Best-Practice-Unternehmen 4Flow AG Berlin ein, bei dem Mitarbeiterbindung und -förderung bereits effektiv umgesetzt werden. Die "4Flows" sind deutschlandweit zu einem der besten Arbeitgeber gekürt worden.

Neben interessanten Vorträgen gab es ein Mitmachangebot: QiGong - bei dem die Teilnehmer(innen) Gesundheitsförderung für sich erfahrbar machten. Mit einem Fragenparcour wurden Einstellungen der anwesenden Unternehmens- und Verbandvertreter erhoben und anschließend diskutiert.

Viele der etwa 60 Anwesenden waren von der Veranstaltung begeistert und wollen nun aktiv im Netzwerk mitmachen. Einige Unternehmen haben schon zugesagt und auch die Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen und die Krankenkassen freuen sich, ihre Angebote in die Unternehmen einzubringen.

Mit einer Posterserie wurde das methodische Vorgehen von InnoGema vorgestellt. Diese und weitere Informationen zum Projekt können bei InnoGema unter innogema@fhtw-berlin.de angefordert werden.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte dreijährige Projekt InnoGema - Netzwerk für Innovatives Gesundheitsmanagement wird eng mit anderen Forschungspartnern zusammenarbeiten und Erkenntnisse aus der Unternehmenspraxis bei regelmäßigen Themenabenden, Seminaren, Workshops und einer Kongressmesse im November 2008 präsentieren.

Kontakt:
Ihre Ansprechpartner bei InnoGema:
Jannyn Jolic, Jolic@fhtw-berlin.de
Tel.: 030 240497-20
Fax: 030 240497-34


APRIL 2008
Kompetenzentwicklungskonzept für Dienstleistungen erschienen
Download verfügbar.

Beim Wandel vom Produzenten zum Problemlöser ergibt sich besonders für KMU die Frage, welche Kompetenzen, außer den bereits vorhandenen Fachkompetenzen, benötigt werden, um - parallel zur Sachleistung - Dienstleistungen anbieten zu können.

Gemeinsam mit Unternehmenspartnern wurde im Rahmen der Forschungsprojekte InnoWa und InProDi am Institut für Technologie und Arbeit e.V. Kaiserslautern, ein Kompetenzentwicklungskonzept für Dienstleistungen erarbeitet. Mit diesem Konzept ist es möglich, je nach Hierarchiestufe und Tätigkeitsfeld die entsprechenden Kompetenzen zu ermitteln und für eine Kompetenzentwicklung zu bewerten.

Zunächst wurden mit Unternehmensvertretern aus den Projektverbünden Kompetenzen ermittelt, die für eine Dienstleistungserstellung relevant sind. Anschließend wurden diese Kompetenzen in eine Matrix eingeordnet, welche die primären und unterstützenden Aktivitäten des Dienstleistungserstellungsprozesses den Funktionsträgern verschiedener Hierarchiestufen im Unternehmen gegenüberstellt.

Als theoretische Grundlage dieser Matrix diente eine aus dem Modell Porters abgeleitete Wertkette der Dienstleistungserstellung, in der die spezifischen Charakteristika von Dienstleistungen Berücksichtigung finden. Durch die Einordnung der für die Dienstleistungserstellung relevanten Kompetenzen in die Matrix wurde ein Raster geschaffen, das als Grundlage für eine unternehmensspezifische Ableitung von Kompetenzprofilen dienen kann. Je nach Tätigkeitsfeld bzw. hierarchischer Verankerung einer Stelle im Unternehmen können die einzelnen Felder der Kompetenzmatrix im Sinne vorgefertigter "Kompetenz-Module" miteinander kombiniert und so die daraus erhaltenen Kompetenzprofile den spezifischen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden.

Dieses Vorgehen ist insbesondere für produzierende Unternehmen interessant, die ihr ursprünglich auf Sachgüter fokussiertes Leistungsportfolio um Dienstleistungen ergänzen möchten, um somit gegenüber dem Kunden als Problemlöser aufzutreten. Bestehen in diesen Unternehmen Stellenprofile, die mit ihren Kompetenzanforderungen verstärkt auf eine Produkterstellung ausgerichtet sind, können diese entsprechend um dienstleistungsbezogene Kompetenzen erweitert oder auch neue Stellenprofile entworfen werden.

Link zum Download: http://www.innowa-kmu.de/


APRIL 2008
4. Wissenschaftlicher Nachwuchswettbewerb des BMBF: auf der 7. Dienstleistungstagung des BMBF am 3. und 4. April wurden die Gewinner ausgezeichnet.

Der Wettbewerb stand unter dem Motto "Dienstleistungen als Treiber technologischer Innovationen". 1. Preis: Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Technische Universität Berlin; 2. Preis: Nancy Viola Wünderlich, Technische Universität München; 3. Preis: Kyrill Meyer, Universität Leipzig. Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Kathrin Möslein (Universität Nürnberg), Prof. Dr. Ralf Reichwald (TU München) und Prof. Dr. Dieter Spath (FH IAO Stuttgart). Die Gewinnerin und die Gewinner erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Urkunden wurden von Herrn Staatssekretär Thomas Rachel überheben. Die Gewinnerin und die Gewinner werden im Tagungsband ihre eingereichten Arbeiten kurz präsentieren. Der Projektträger gratuliert der Preisträgerin und den Preisträgern.


APRIL 2008
Deutsch-Amerikanischer Workshop zum Stand und zu den Perspektiven der Dienstleistungsforschung

Am Vorabend der 7. Dienstleistungstagung 2008 des BMBF fand am 2. April ein transatlantischer Workshop zur Dienstleistungsforschung statt. Auf Einladung des BMBF, Referat "Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen" führten 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf deutscher und 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus US-amerikanischer Seite den transatlantischen Dialog zur Dienstleistungsforschung fort. Auf amerikanischer Seite standen Herr Dr. James Spohrer, Direktor des US-IBM Forschungsinstitutes und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie Vertreter der SRII und aus Hochschulen Rede und Antwort. Herr Prof. Krcmar und Herr Prof. Fähnrich stellten die hiesige Dienstleistungsforschung dar. Damit wurde die auf der 6. Dienstleistungstagung 2006 begonnene Diskussion zwischen beiden Ländern unter der Fragestellung der gemeinsamen Perspektiven in der Dienstleistungsforschung intensiv fortgeführt. Beide Seiten stimmten darin überein, dass der aufgenommene Gesprächsfaden nicht abreißen darf.


APRIL 2008
7. BMBF Dienstleistungstagung "Technologie - Innovation - Dienstleistung" erfolgreich durchgeführt

Am 3. und 4. April 2008 fand mit gut 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die 7. Dienstleistungstagung des BMBF statt. In 12 Foren wurden Ergebnisse aus laufenden Forschungsvorhaben sowie relevante Themen der Dienstleistungsforschung präsentiert und diskutiert. Am ersten Konferenztag hielt Herr Hartmann, Mitglied der Geschäftsführung IBM Deutschland die Eröffnungsrede. Als Vertreter des Gastgebers sprach Staatssekretär Thomas Rachel. Er hob insbesondere die Verdienste der bisherigen Dienstleistungsforschung hervor und ging in Grundzügen auf den "Aktionsplan Dienstleistungen 2020" ein. Zum Abschlussplenum am zweiten Konferenztag konnten Herr Prof. Schuh (FIR Aachen), Prof. Grupp (Universität Karlsruhe) und Herr Henkel (Siemens Medical) gewonnen werden. Verabschiedet wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Frau Haugg, Leiterin der Abteilung 3 u.a. mit dem Hinweis der hohen Bedeutung des Förderprogramms "Innovationen mit Dienstleistungen" auch in der Zukunft. Der Tagungsband wird in ca. einem halben Jahr im Campus Verlag erscheinen.


APRIL 2008
Margret Borchert/Ewald Heinen/Klaus Zühlke-Robinet (Hrsg.):

Kompetenzentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen - Voraussetzung für erfolgreiche Internationalisierung von Dienstleistungen. Verlag Dr. Jochem Heizmann, Ingolstadt, 208 Seiten, ISBN 978-939728-03-0.
Die Publikation enthält insgesamt 7 Beiträge aus Vorhaben der Fokusgruppe "Kleine und mittlere Unternehmen" des BMBF-Förderschwerpunktes "Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen" sowie einen Beitrag des Projektträgers. Die Idee zu diesem gemeinsamen Buch entstand auf einer Fokusgruppensitzung im Mai 2007. Das Ziel, die Publikation auf der 7. Dienstleistungstagung des im April 2008 vorstellen zu können, wurde erfüllt, so dass die Beiträge schon eine breite Leserschaft fanden.


APRIL 2008
Change Communications - Veränderung braucht Kommunikation. Forum in Lingen

Zum 4. Niedersächsischen PR-Forum am 25. April 2008 lud das Institut für Kommunikationsmanagement der Fachhochschule Osnabrück an seinen Standort nach Lingen (Ems) ein. Das Forum wurde im Zusammenhang mit dem vom BMBF geförderten Projekt "Schauplatz Unternehmenskultur - SUK" durchgeführt. Kooperationspartner war die Fachhochschule Hannover. Das Motto der Tagung: "Change Communications - Veränderung braucht Kommunikation". Das PR-Forum brachte Kommunikationsexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zum Erfahrungsaustausch zusammen. Über 30 Referentinnen und Referenten - TUI AG, EMCO Bau- und Klimatechnik GmbH & Co. KG, EWE AG, KME Germany AG, Gaz de France GmbH, A&B Framework GmbH, Die Zeit u.a. - diskutierten in insgesamt sechs Workshops zu Themen wie Schauplatz Unternehmenskultur - Unternehmen Bühne" oder "Strukturwandel im Unternehmen" aktuelle Fragen rund um das Thema Veränderungskommunikation: Was können theatrale Methoden in Change-Prozessen, vor allem in der Personalentwicklung leisten? Wie kann Strukturwandel in Unternehmen erfolgreich nach innen und außen kommuniziert werden? Wie gelingt eine einheitliche Unternehmenskommunikation nach Fusionen und Übernahmen? Welche kommunikativen Strategien erfordern Nachfolgesituationen im Mittelstand? Was bewegt Mitarbeiter in Veränderungsprozessen? Wie kommunizieren Hochschulen im Wettbewerb?

Den Eröffnungsvortrag zum Thema "Change Communications" hielt Prof. Manfred Harnischfeger, Direktor Konzernkommunikation der Deutsche Post World Net. Zum Abschluss der Veranstaltung setzte sich ein Expertenpodium mit der Rolle des CEO im Change-Prozess auseinander.

Weitere Informationen: http://www.prforum2008.de/


APRIL 2008
Tagung "Partizipatives Gesundheitsmanagement" - Entwicklung, Potentiale und Barrieren.

Rund 40 Expertinnen und Experten aus Forschung und Wirtschaft fanden sich am 24. und 25. April 2008 in Jena zusammen, um den gegenwärtigen Stand des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes einer kritischen Revision zu unterziehen. Der Workshop wurde vom Projekt "PARGEMA - Partizipatives Gesundheitsmanagement" veranstaltet, das durch das BMBF gefördert und vom Projektträger im DLR innerhalb des Förderschwerpunkts "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" betreut wird.

Hervorzuheben sind zwei wichtige Ergebnisse der Tagung:
(1) Die mittlerweile bestehenden gesetzlichen Vorgaben (wie das neue Arbeitsschutzgesetz von 1996), die ein modernes Präventionsverständnis widerspiegeln, sowie die große Zahl bereits vorliegender Instrumente für die betriebliche Praxis (wie etwa das Praxishandbuch Arbeitsschutz Prag-MaGuS), sind eindeutig positiv zu werten. Im Gegensatz hierzu steht jedoch der Befund, dass das betriebliche Gesundheitsmanagement in den Unternehmen in aller Regel immer noch nur eine nach geordnete Rolle spielt, während zugleich die Leistungsanforderungen an Beschäftigte gesteigert werden. Dieses Umsetzungsdefizit erscheint vor dem Hintergrund, dass die Bedeutung psychischer Belastungen (etwa als Ursache krankheitsbedingter Frühberentung) in den zurückliegenden Jahren gestiegen ist, als besonders bedenklich. Hinzu kommt, dass die staatliche Kontrolle mangelhaft ist: Arbeitsschutzbehörden sind unterbesetzt, die Gewerbeaufsicht wird massiv abgebaut.
(2) Während die betriebliche Gesundheitsförderung (Rückenschule, Sportangebote etc.) eher an Bedeutung gewinnt, bleibt das Umsetzungsdefizit im Bereich der gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung groß. Hier wird deutlich, dass jede Innovation im präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz betriebliche Interessenkonstellationen zu berücksichtigen hat: Gesundheit ist win-win-Situation und Konfliktfeld. In Bezug auf dieses Problem konnten aber auch Entwicklungspotentiale aufgezeigt werden: So wird zwischen den Sozialpartnern zunehmend über psychische Belastungen und Gefährdungsbeurteilungen gesprochen, die Gewerkschaften bringen mit Projekten wie "Gute Arbeit" oder "Faire Arbeit" das Thema "Arbeit und Gesundheit" nach vorne und in verschiedenen Unternehmen werden neue Wege beschritten, die Züge eines partizipativen Gesundheitsmanagements aufweisen. Darin liegt, auch das wurde deutlich, der besondere Stellenwert des Projektes PARGEMA als Katalysator solcher arbeitspolitischer Prozesse, die zu mehr Beteiligung und zu einem höheren Stellenwert von Gesundheit im betrieblichen Alltag führen.

Nähere Informationen zum Workshop finden sich auf der Projekthomepage http://www.pargema.de/.


MÄRZ 2008
Unternehmenskultur - entscheidend für Innovation und Markterfolg
BMBF-Projekt ProKul erfolgreich für kleine und mittlere Unternehmen

Die Kulturen von Unternehmen sind nicht nur ein in der Gesellschaft gegenwärtiger und viel diskutierter Teil, sondern der Dreh- und Angelpunkt zur Realisierung jeglicher Innovationen im Unternehmen. Diese Erkenntnis ist sicher nicht neu, aber die Frage, was eine Unternehmenskultur überhaupt erst innovationsförderlich macht, ist für viele Unternehmen von aktuellem Interesse.

Zur Beantwortung dieser Frage leistete das Verbundprojekt "ProKul - Entwicklung produktzentrierter, ganzheitlicher Innovationskompetenzen und innovativer Unternehmenskulturen in KMU und KMU-Netzwerken" einen ganz wesentlichen Beitrag. Der Schwerpunkt des Verbundprojekts, angesiedelt im BMBF-Förderschwerpunkt "Entwicklungsfaktoren für den Auf- und Ausbau innovationsförderlicher Unternehmenskulturen und Milieus", lag auf der aktiven Gestaltung von Unternehmenskulturprozessen in insgesamt sieben KMU in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Fakt ist, die Unternehmenskultur in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unterliegt spezifischen Bedingungen und Voraussetzungen, die es für die Förderung ihrer Innovationsfähigkeit zu berücksichtigen gilt. KMU können sich weder eine Zentralabteilung "Kulturpflege" noch große Unternehmenskultur-Kampagnen leisten. Selbst die KMU-spezifischen Besonderheiten, wie flache Hierarchien, kurze Informations- und Kommunikationswege, hohe Aufgabenkomplexität, starke persönliche Bindungen und ein hoher Grad an informeller Kommunikation können die Notwendigkeit einer kulturellen Weiterentwicklung in Hinblick auf betriebliche Innovationen nicht allein kompensieren. Deshalb bedarf es KMU-angemessener präventiver Organisationsinterventionen, die vor allem drei wesentliche Bedingungen erfüllen müssen:
- Kulturarbeit und tägliche Arbeit müssen eine symbiotische Verflechtung zur Steigerung der Effizienz und Produktivität ohne Zusatzbelastung und zusätzlichen Zeitaufwand sein!
- Es gilt, den konkreten, unternehmensspezifischen Ansatz in Form eines betrieblichen Projekts zu finden, der Innovationsrelevanz besitzt und aus aktuellem Problemdruck einen unmittelbaren Nutzen für das Unternehmen hervorbringen kann.
- Erst die Bereitschaft für das Erkennen von bisher nicht oder unzureichend genutzten Potenzialen sowie der selbstkritische Umgang mit altbewährten Verhaltensweisen ist die Basis erfolgreicher Kulturarbeit.

Erst unter diesen Gegebenheiten bringt die Entwicklung der eigenen Unternehmenskultur einen Mehrwert, der zum Markterfolg führt.

Im Mittelpunkt der Abschlusstagung im März 2008 standen die Erkenntnisse und Erfahrungen zum Verbundprojekt. Die Unternehmen, die über drei Jahre zusammengearbeitet hatten, dokumentierten ihre durchgeführten Veränderungsmaßnahmen und die dadurch erreichten Erfolge auf fünf künstlerisch gestalteten Stationen einer Vernissage. Auf drei thematischen Workshops "Unternehmensnachfolge", "Sicherung von Facharbeiter(innen)nachwuchs" und "Ingenieurtechnischer Nachwuchs" wurden Ergebnisse der Teilprojekte mit Praktikern und Wissenschaftlern diskutiert und vertieft.

Am Beginn der Tagung informierte der Rektor der "Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg", Prof. Dr. Klaus E. Pollmann, über die Strategie der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Danach gab der kommissarische Inhaber des koordinierenden Lehrstuhls, Prof. Dr. Ernst A. Hartmann, einen Überblick zur Bedeutung der Projektergebnisse im Kontext der Wirtschaftsentwicklung speziell für KMU.

Zum Abschluss der Tagung wies Prof. Dr. Winfried Hacker (TU Dresden, Fachbereich Psychologie) in seinem Vortrag auf die wachsende Bedeutung der Unternehmenskultur hin. Er betonte u.a. die immer notwendiger werdende Einbeziehung gesundheits- und lernfördernder Maßnahmen in die Unternehmenspolitik. Unter dem Aspekt der "knapper werdenden Ressource qualifizierte Arbeitskraft" sei die Optimierung einer Unternehmenskultur für Unternehmen keine zusätzliche Last, sondern eine conditio sine qua non.

Die auf der Abschlusstagung vorgestellte Publikation "Innovationsförderliche Unternehmenskulturentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)" (Hrsg.: S. Schmicker, W. Hacker, E. A. Hartmann) ist beim Institut für Arbeitswissenschaft, Fabrikautomatisierung und Fabrikbetrieb, Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft und Arbeitsgestaltung an der "Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg" erhältlich.

Ansprechpartner:
Dr. Claudius H. Riegler, Tel.: 0228 3821-320, Claudius.Riegler@dlr.de
Dr. Sonja Schmicker, Yvonne Paarmann, Tel.: 0391 6712879
http://www.prokul.de/


MÄRZ 2008
Studie (Dissertation) zum Thema Chancen & Risiken der Arbeit im E-Business veröffentlicht

Die empirische Studie untersucht Chancen und Risiken der Arbeitsgestaltung in 14 Unternehmen, die in vernetzten Strukturen im Bereich Business-to-Business (B2B) tätig sind. Auf der Basis des MTO-Modells (Mensch-Technik-Organisation) von Uhlich (1994) wird das ambivalente Gesicht des E-Business diskutiert, indem vernetzte Arbeitsprozesse auf personeller, technischer sowie organisationaler Ebene betrachtet werden. Die qualitative Studie beschäftigt sich mittels Fallanalysen mit Anforderungen, Belastungen und Ressourcen, die an B2B-Arbeitsplätzen auftreten.

Untersucht wurden die Tätigkeiten der elektronisch vernetzten Auftragsbearbeitung, des Web-, Content-Managements, der digitalen Druckvorlagenherstellung sowie der CAD-Bauplanzeichnung. Die beobachteten Arbeitsplätze zeigen, dass Arbeitsinhalte eher ganzheitlich und komplex gestaltet sind. Planende, ausführende, kontrollierende und organisierende Anteile weisen auf eine vielfältige Aufgabengestaltung hin, die hohe Anforderungen beinhaltet. Demgegenüber stehen die vorgefundenen Belastungen. Die Studie beschreibt die Verschiebung von körperlichen Belastungen hin zu psychischen und vorranig informatorischen Belastungen als ein neu auftretendes Belastungsfeld.

Am Ende der Arbeit werden die Umsetzung von Merkmalen humaner Aufgabengestaltung, wie Handlungs- und Entscheidungsspielräume, Ganzheitlichkeit und Persönlichkeitsförderlichkeit, in den Betrieben untersucht, die Hemmnisse gegenüber einer Umsetzung herausgestellt sowie Gestaltungskriterien für eine humane Arbeitsgestaltung formuliert.

Potzner, Christiane (2008): Chancen und Risiken der Arbeit im E-Business. Eine arbeitswissenschaftliche Untersuchung von Organisationsformen und Aufgabeninhalten an B2B-Arbeitsplätzen. Dissertation. Kassel: Kasseler Online Bibliothek Repository & Archiv.
http://nbn-resolving.org/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:hebis:34-2008031920850


MÄRZ 2008
Europäische Studie zur FuE Infrastruktur im Bereich der Innovation- und Arbeitsforschung veröffentlicht

Das europäische Netzwerk von Ministerien und Forschungsförderern zum Bereich "arbeitsorientierte Innovationen" (WORK-IN-NET) traf sich am 6. und 7. März in Rotterdam. Im Vorfeld veröffentlichte WORK-IN-NET eine Studie zur FuE Infrastruktur mit speziellem Fokus auf den Bereich der Innovation- und Arbeitsforschung ("work oriented innovation"). Die Studie vergleicht die Forschungssituation in vier verschiedenen europäischen Ländern. Am Beispiel von 177 Forschungseinrichtungen in Finnland, Norwegen, Schweden und Deutschland wird detailliert beschrieben, über welche Netzwerke sowie infrastrukturelle, finanzielle und Ausstattung an Arbeitskräften die befragten Forschungseinrichtungen verfügen. Aus der Studie geht hervor, dass es durchaus deutliche Unterschiede in diesen Ländern gibt: so spielen internationale Kooperationen und Erfahrungen in Norwegen nur bei einem Drittel der Forschungen eine wichtige Rolle, während dies in allen anderen drei Ländern in mehr als 74 % der Fall ist. Auch der fachliche Hintergrund der Arbeitsforscherinnen und -forscher in den einzelnen Ländern ist unterschiedlich: während in Norwegen 68 % einen sozialwissenschaftlichen Hintergrund besitzen, ist die finnische und schwedische Arbeitsforschung fast gleichmäßig durchsetzt mit Fachkräften aus den Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaft sowie Bildung und Psychologie.
Diese Studie führt eine Benchmark-Analyse weiter, die 2005 mit allen zehn im WORK-IN-NET vereinten Ländern gemacht wurde.

Elise Ramstad: "Analysis of R&D infrastructures of work-oriented innovation in selected European countries", Bonn/Helsinki (WORK-IN-NET) 2008


MÄRZ 2008
Themenheft
"Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz"

Die große Bedeutung, die einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Erhöhung der Innovationsfähigkeit heute zukommt, findet ihren Ausdruck auch darin, dass das BMBF den Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" eingerichtet hat. Um den Erfahrungsaustausch innerhalb der Projekte - aber auch der Projekte mit vielen anderen Akteuren - zu intensivieren, wurde das Konzept der Fokusgruppen eingeführt. Im Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" sind fünf Fokusgruppen aktiv. Das Themenheft dient der breiten Information über das Themenfeld "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" und gibt Auskunft über die an den Fokusgruppen beteiligten Projekte und den jeweiligen Bearbeitungsstand zu Beginn des Jahres 2007.

Download: Themenheft


MÄRZ 2008
IT "made in Germany": Globalisierung erfordert neue
Weichenstellungen für den IT-Standort Deutschland

Forschungsergebnisse des Projekts Export IT wurden am 8. März auf der CeBIT präsentiert. Die neue Phase der Globalisierung verlangt von den IT-Unternehmen am Standort Deutschland, Internationalisierung als strategische Herausforderung anzunehmen. Eine erfolgreiche, nachhaltige Internationalisierungsstrategie setzt an den Stärken des ITStandorts Deutschland an und stellt in ihr Zentrum die Mitarbeiter. Hier müssen viele Unternehmen die Weichen für die Globalisierung neu stellen. Dies war Ergebnis einer Veranstaltung des Forschungsprojekts Export IT auf der CeBIT am 8. März mit hochrangigen Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft und Verbänden. Die zentrale Botschaft der Veranstaltung lautete: Wir brauchen eine neue Standortdebatte für die IT-Industrie in Deutschland. Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer (Präsident des Branchenverbands BITKOM) und Kornelia Haugg (Bundesministerium für Bildung und Forschung) stellten Dr. Jan Grasshoff (SAP AG) und Peter Forscht (ABAS Software AG) erfolgreiche Internationalisierungskonzepte vor. PD Dr. Andreas Boes (ISF München) präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse. Eine Podiumsrunde mit Karl-Heinz Streibich (Software AG), Olaf Heyden (T-Systems), Helga Schwitzer (IG Metall), Michael Jäkel (ver.di), Kornelia Haugg und Andreas Boes diskutierte, wie die Chancen der Globalisierung für den IT-Standort Deutschland konkret genutzt werden können. Mehr zum Projekt Export-IT: http://www.export-it.de/


FEBRUAR 2008
Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen ausgezeichnet - ZDH-Präsident übergibt Urkunden

Auf der Internationalen Handwerksmesse in München erhielten am 28. Februar 2008 elf Betriebe und drei Handwerksorganisationen aus den Händen von ZDH-Präsident Kentzler Urkunden für ihre Teilnahme im Forschungsprojekt "Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz im Handwerk (NOAH)". Die ausgewählten Unternehmen und Organisationen gingen aus einem bundesweiten Teilnahmewettbewerb als Sieger hervor. Sie qualifizierten sich durch ihre Aufgeschlossenheit gegenüber innovativen Konzepten im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Organisiert wurde diese Urkundenübergabe vom itb - Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut, Karlsruhe. Es ist auch Träger des Projektes NOAH (http://www.noah-projekt.de/). Außerdem wurde auf der Internationalen Handwerksmesse das neue vom BMBF geförderte Projekt "Service Engineering - Innovationstreiber in KMU" der Öffentlichkeit vorgestellt (www.service-engineering-kmu.de). Ziel des Vorhabens ist es, insbesondere kleine Unternehmen für die systematische Gestaltung von Dienstleistungen zu begeistern.


FEBRUAR 2008
"Service-Engineering - Innovationstreiber in KMU" mit gutem Auftakt gestartet

Zu 15 Transferworkshops fand am 25. Februar in der Industrie- und Handelskammer zu Karlsruhe die Auftaktveranstaltung statt. Begrüßt wurden die 43 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - darunter gut 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen - von Herrn Bechtold, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages. Das bis Sommer laufende Transfervorhaben hat die Aufgabe dafür zu werben, dass gerade in kleinen Unternehmen Dienstleistungen systematisch entwickelt werden, so dass dabei die Reibungsverluste so gering wie möglich gehalten werden. Alle Workshops werden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Handwerkskammern und Industrie-und Handelskammern durchgeführt. Das Vorhaben wird getragen vom itb - Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e.V., Karlsruhe.

Auf der Homepage http://www.service-engineering-kmu.de/ stehen weitere Informationen zur Verfügung.


FEBRUAR 2008
"Innovative Dienstleistungen auf dem Weg zur Weltspitze" - grandioser Abschluss
bei der Porsche AG, Leipzig

Beim Abschlussforum in Leipzig am 19. Februar 2008 zeigte uns die Sehnsucht nach Wissen und Lernen, dass Wissen die Voraussetzung für Innovationen ist. Entscheidendes Wissen ist stets an die Köpfe von Menschen gebunden. Mit diesem Spannungsbogen wurde der Veranstaltungsreigen mit insgesamt sieben Innovationsforen - verteilt über ganz Deutschland - beendet. Bei Porsche in Leipzig kamen mehr als 150 Personen zusammen. Bei der Veranstaltung, zu der auch der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt, und Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung "Berufliche Bildung/lebenslanges Lernen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), als Referenten zu Gast waren, stellten nicht nur Experten ihre Thesen vor. Auch Schüler waren eingeladen worden, die in einem Workshop eigene innovative Ideen zum Thema Bildung entwickelten und diese während des Forums präsentierten. Die Federführung der Veranstaltungen lag beim CLIC - Center for Leading Innovation & Cooperation an der Handelshochschule Leipzig. Dem CLIC wurde auch die Aufgabe übertragen, nun einen "Reiseführer zu Standorten innovativer Dienstleistungen" herauszugeben, der auf der 7. Dienstleistungstagung des BMBF am 3. und 4. April 2008 in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

Weiterführende Informationen sind abrufbar unter: http://innofor.clicresearch.de/


FEBRUAR 2008
Flughafen München startet Gesprächskreis 50 plus

Ende Februar initiierte die Flughafen München GmbH ihren ersten Gesprächskreis 50 plus. Dieser Gesprächskreis ist Teil des Vorhabens GeFüDo - Gesundheitsorientierte Führung im demografischen Wandel - das vom BMBF im Rahmen des Förderschwerpunkts "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz" gefördert wird. Zu diesem Termin kamen viele interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen der Flughafen GmbH - Gepäckbeladung, Technik, Verwaltung - zusammen, um vor dem Hintergrund des demografischen Wandels über mögliche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz zu diskutieren. Der Gesprächskreis wird auch in Zukunft regelmäßig stattfinden.


FEBRUAR 2008
Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen ausgezeichnet - ZDH-Präsident übergibt Urkunden

Auf der Internationalen Handwerksmesse in München erhielten am 28. Februar 2008 elf Betriebe und drei Handwerksorganisationen aus den Händen von ZDH-Präsident Kentzler Urkunden für ihre Teilnahme im Forschungsprojekt "Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz im Handwerk (NOAH)". Die ausgewählten Unternehmen und Organisationen gingen aus einem bundesweiten Teilnahmewettbewerb als Sieger hervor. Sie qualifizierten sich durch ihre Aufgeschlossenheit gegenüber innovativen Konzepten im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Organisiert wurde diese Urkundenübergabe vom itb - Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut, Karlsruhe. Es ist auch Träger des Projektes NOAH (http://www.noah-projekt.de/). Außerdem wurde auf der Internationalen Handwerksmesse das neue vom BMBF geförderte Projekt "Service Engineering - Innovationstreiber in KMU" der Öffentlichkeit vorgestellt (http://www.service-engineering-kmu.de/). Ziel des Vorhabens ist es, insbesondere kleine Unternehmen für die systematische Gestaltung von Dienstleistungen zu begeistern.


FEBRUAR 2008
"Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" startet mit sechs Fokusgruppen

Nachdem voraussichtlich 45 Verbünde zum Förderschwerpunkt "Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" in die Förderung aufgenommen werden können, wurden nunmehr folgende sechs Fokusgruppen eingerichtet, in denen die Verbünde thematisch verwandte Projekte und Partner für einen inhaltlichen Austausch finden:
- Innovationsstrategie und Gesundheit (Betreuung im PT-DLR: Kopp/Riegler)
- Hightech-Strategien im Innovationsprozess (Betreuung im PT-DLR: Wegner)
- Technologie- und Netzwerkmanagement (Betreuung im PT-DLR: Reuther)
- Management offener Innovationsprozesse (Betreuung im PT-DLR: Wuppermann)
- Organisations- und Personalentwicklung (Betreuung im PT-DLR: Becker)
- Innovationsstrategien und Partizipation (Betreuung im PT-DLR: Zettel)

Die meisten Projekte zum Förderschwerpunkt haben ihre Arbeit aufgenommen oder werden in Kürze starten. Wer sich für die Projekte interessiert, wird in der Rubrik "Termine" Veranstaltungshinweise auf die meisten Kick-off-Treffen der gerade gestarteten Projekte finden.


JANUAR 2008
Strategieworkshop NEW OSH ERA

Am 21. Januar trafen sich die Mitglieder von NEW OSH ERA zu einem Strategieworkshop in den Räumen der Europäischen Union in Brüssel. Ziel des Workshops war die weitere Planung des strategischen Vorgehens und der Zukunft des Netzwerkes. Es wurde über die Erweiterung des Netzwerkes durch neue Partner sowie die Einbeziehung von Sozialpartnern diskutiert, so dass diese die zukünftige Entwicklung des Netzwerkes mitbestimmen und das Konsortium bei der Zielerreichung unterstützen können. Des Weiteren kamen die verschiedenen Möglichkeiten des ERA-Netzes im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms zur Sprache. Diskutiert wurde, wie die Anliegen von NEW OSH ERA mit der Strategie 2007 - 2012 über Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit und den Aktivitäten der Agentur für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Bilbao verknüpft werden können. Experten der Europäischen Kommission und Vertreter anderer ERA-Nets berichteten begleitend von ihren Erfahrungen und Good-Practice-Beispielen.

Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Memorandum of Common Understanding zusammengefasst, das am 29. und 30. März 2008 im Rahmen der Midterm Conference von NEW OSH ERA präsentiert und beschlossen wird.

Weitere Informationen: http://www.workinnet.org/