Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen

Hintergrund

Unsere Gesellschaft unterliegt einem tiefgreifenden Wandel: Herausforderungen wie die demografische Entwicklung, der technologische Fortschritt, die Zunahme des internationalen Wettbewerbs oder der Klimawandel werden in den kommenden Jahrzehnten Deutschland nachhaltig verändern. Diese Entwicklungen werden sich auf viele Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens auswirken; insbesondere aber auch auf das Gesundheitswesen und die damit verbundenen Dienstleistungen. Damit auch weiterhin eine hochwertige Gesundheitsversorgung gewährleistet bleibt, sind große Forschungsanstrengungen notwendig, die Lösungen für die sich ändernde Gesellschaft entwickeln.


Stand / Verfahren

In der abschließenden Auswahlsitzung wurden aus dem Bereich der Dienstleistungsforschung vier regionale Netzwerke ausgewählt, die nun eine finanzielle Förderung von bis zu vier Jahren erhalten (siehe Pressemitteilung des BMBF).


Die vier Regionen:

FISnet wird erforschen, wie die aktive gesellschaftliche Teilhabe am Ende des Erwerbslebens bis ins hohe Alter für möglichst viele Menschen gestaltet werden kann. Ziel ist es, präventive betriebliche und regionale Gesundheitsdienstleistungen besser an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Ansprüche älterer Menschen anzupassen. Hierzu entwickelt und erprobt die Region in Augsburg/Schwaben modellhaft kooperative Dienstleistungsnetzwerke der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Chemnitz+ wird dazu beitragen, dass ältere Menschen trotz körperlicher Einschränkungen in der vertrauten häuslichen Umgebung bleiben können und so weiter selbstständig und -bestimmt leben. Erreicht werden soll dies durch ein integratives Dienstleistungskonzept, in dessen Zentrum die Wohnung und das Quartier stehen. Diese werden durch die Vernetzung der Akteure innerhalb der Region und deren intelligente Anbindung an den Lebensraum zum Gesundheitsstandort weiterentwickelt.

Das Präventionsnetzwerk Ortenau möchte ein Netzwerk aufbauen, das sowohl seelische als auch körperliche Gesundheit und die soziale Teilhabe von möglichst allen Kindern und deren Familien fördert. Leitbild ist die Inklusion. Dieses Netzwerk soll die Akteure und Entscheidungsträger der Bildungs-, Jugendhilfe- und Gesundheitsinstitutionen systematisch miteinander verknüpfen.

Das Quartiersnetz Ruhrgebiet fokussiert die soziale Teilhabe bis ans Lebensende. Ältere Menschen sollen befähigt werden, sich über Quartiersnetzwerke eine zukunftsfähige Versorgungs- und Dienstleistungsstruktur für ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen. Hierfür werden reale und digitale Quartiersnetze, geeignete Kommunikationsmedien sowie ein Schulungs- und Beratungskonzept entwickelt. Diese Quartiersnetzwerke sollen Menschen ermöglichen, in allen Phasen ihres Älterwerdens am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzuhaben und dieses selbst zu gestalten.


Begleitvorgaben:

"INDiGeR" ist das wissenschaftliche Begleitvorhaben. Es unterstützt die "Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen" vor allem im Bereich des Ergebnistransfers von vorbildlichen Lösungen aus den vier Regionen und fördert deren Verstetigung. Ein Beirat der Begleitforschung, der sich aus Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammensetzt, erschließt weitere Vernetzungspotenziale. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der wissenschaftlichen Begleitforschung.

Die folgende Broschüre kann über INDiGeR bezogen werden:

Ganz, Walter; Schletz, Alexander; Tombeil, Anne-Sophie
Gesundheit erlebbar machen. Vor Ort. Im Netz. Die GeDiReMo Gewinnerregionen und die INDiGeR Begleitforschung stellen sich vor., Stuttgart, Fraunhofer IRB, 2015

Dokumente

Ansprechpartner


  • Dr.-Ing. Andreas Theilmeier

    • Telefonnummer: 0228 3821-1136
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: andreas.theilmeier@dlr.de