Erster Schritt zum neuen Förderschwerpunkt "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" gemacht

Dezember 2014 - Am 1. Dezember 2014 lief die Einreichfrist für den neuen BMBF-Förderschwerpunkt aus. Es wurden ca. 200 Skizzen eingereicht, die zu den beiden Schwerpunkten personenindividuelle, präventive Arbeitsgestaltung und betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz durch präventionsorientierte Personal- und Kompetenzentwicklung Lösungsvorschläge und Umsetzungskonzepte erarbeiten wollen.

Die Arbeit der Zukunft mit ihrer verstärkten Digitalisierung und Dynamisierung der Arbeitswelt - wie sie gegenwärtig unter dem Stichwort "Industrie 4.0" diskutiert wird - wird an die Mehrheit der Beschäftigten deutlich erhöhte Komplexitäts-, Abstraktions- und Problemlösungsanforderungen stellen. Vielen Beschäftigten wird ein sehr hohes Maß an selbstgesteuertem Handeln, kommunikativen Kompetenzen und Fähigkeiten zur Selbstorganisation abverlangt. Die subjektiven Fähigkeiten und Potenziale der Beschäftigten werden noch stärker gefordert sein. Das bietet Chancen für qualitative Anreicherung, interessante Arbeitszusammenhänge, zunehmende Eigenverantwortung und Selbstentfaltung, mit dem Risiko der Selbstgefährdung durch Überforderung. Daneben wird es aber auch zukünftig in vielen Branchen weiterhin einfache Tätigkeiten geben, in denen die Gestaltungsspielräume wesentlich geringer sind. Viele Beschäftigte werden auch mit einem Verlust an Handlungskompetenz konfrontiert werden. Diese Entwicklungen werden durch den demografischen Wandel da beschleunigt, wo keine kontinuierliche Kompetenzentwicklung stattfindet. Der präventive Arbeits- und Gesundheitsschutz muss sämtliche Tätigkeitsfelder adressieren, um das für die Innovationsfähigkeit wesentliche Arbeitskraftpotenzial zu erhalten.

Mit Beginn des nächsten Jahres wird die Begutachtung der eingereichten Skizzen durch ein externes Begutachtungsgremium vorgenommen und die Auswahl durch das BMBF vorbereitet. Der Förderschwerpunkt soll im Herbst 2015 seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit für die sichere und gesunde Arbeit von morgen aufnehmen. Der Förderschwerpunkt wird aus den Projekten, inhaltlichen Fokusgruppen und einem wissenschaftlichen Begleitvorhaben bestehen. Für weitere Informationen zu dem neuen Förderschwerpunkt steht Ihnen weiterhin Dr. Ursula Bach zur Verfügung.

Ansprechpartner


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