Arbeit in der digitalisierten Welt

Die Bekanntmachung spezifiziert in ihrem Forschungsfeld das Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Zukunft der Arbeit" als Teil des Dachprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen", welches die verschiedenen Aspekte der Produktion, Dienstleistung und Arbeit, die mit der Technisierung, Automatisierung und Digitalisierung einhergehen, verbindet. Die neue speziell auf soziale Innovationen ausgerichtete Forschungsprogrammlinie "Zukunft der Arbeit" komplettiert als dritte Säule das Dachprogramm. Damit leistet das Programm insgesamt einen wichtigen Beitrag, den Wirtschaftsstandort Deutschland im globalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken und zugleich zukunftsfähige und sozialverträgliche Arbeitsplätze zu schaffen.
Hintergrund

Nahezu jede Form der Erwerbsarbeit in Deutschland wird heute von informations- und kommunikationstechnischen Arbeitsmitteln begleitet. Technische Innovationen wie die Digitalisierung verändern die Arbeitswelt grundlegend und werfen Fragen auf, wie beispielsweise: Was bringen die neuen zunehmend digitalisierten Arbeitsformen mit sich? In welche Richtung wandeln sich Arbeitsprozesse? Wie gestaltet sich Führung in einer digitalen Arbeitswelt? Welchen Einfluss wird die Digitalisierung als soziale Innovation auf die Unternehmenskulturen haben? Wie sehen die Folgen für Menschen und Unternehmen aus? Und, was bedeuten diese für den Arbeits- und Gesundheitsschutz?

Die Digitalisierung als soziale Innovation bedarf der Einbeziehung aller Akteure und die Investition in Konzepte, die für die Menschen in unserer Gesellschaft weiterhin gute Arbeit und ein gutes Leben realisieren. Grundlegend dafür sind eine angemessene und durchdachte Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation sowie Arbeits- und Organisationskultur.

Ziel

Aktuelle und zukünftige Herausforderungen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einhergehen sind zu analysieren und der erforderliche Handlungsbedarf abzuleiten. Mit diesem Ziel im Blick fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus Bundesmitteln und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union FuE-Vorhaben zu folgenden drei Themen:

  1. Digitalisierung der Arbeit als soziale Innovationschance
  2. Sharing Economy, Mobile und Cloud Computing als Auslöser für Arbeitsinnovationen
  3. Ergonomische und gesundheitsförderliche Arbeitssystemgestaltung im digitalen Zeitalter

Forschung und Praxis sind daher aufgerufen, beschäftigungswirksame und arbeitnehmer-freundliche soziale Innovationen zu entwickeln und auf diese Weise die Basis für das "Arbeiten in der digitalisierten Welt" zu schaffen. Im Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft sind Modelle und geeignete Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, mit denen die positiven Aspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt für Unternehmen und Beschäftigte identifiziert und erschlossen werden. Es werden Skizzen erwartet, die eine wirkungsvolle Beteiligung von Unternehmen vorsehen. Damit wird nachhaltig zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der Menschen in unserer Gesellschaft beigetragen.

Mit diesen Zielen ist die Bekanntmachung Bestandteil der Hightech-Strategie 2020 für Deutschland und der "Digitalen Agenda 2014 - 2017" der Bundesregierung.

Verfahren
Bis zum 15. Juli 2015 wurden über 230 Skizzen eingereicht. Diese befinden sich nun im Begutachtungsprozess und werden auf ihre Förderfähigkeit geprüft. Das BMBF wird auf Grundlage des Vorvotums der Experten und Expertinnen die Förderentscheidung fällen. Danach werden potenzielle Projekte zeitnah zu einer Antragsberatung zum DLR Projektträger nach Bonn eingeladen. Mit ersten Rückmeldungen ist Anfang bis Mitte November zu rechnen.

Ansprechpartner


  • Astrid Gussenstätter

    • Telefonnummer: 0228 3821-1347
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: astrid.gussenstaetter@dlr.de