Abschlusstagung "InnoGESO - Innovations- und Demografiemanagement in Gesundheits- und Sozialberufen"

April 2015 - Am 23. März 2015 fand die Abschlusstagung des Projekts InnoGESO in Ludwigshafen am Rhein statt. Diese wurde vom Projektverbund, an dem die Universität Heidelberg, die Katholische Hochschule Freiburg und die Universität Witten/Herdecke beteiligt sind, gemeinsam veranstaltet.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Ergebnisse des interdisziplinären Projektverbundes InnoGESO, die in gesammelter und komprimierter Form den Praxispartnern und der Fachöffentlichkeit vorgestellt und mit ihnen diskutiert wurden. Das Projekt zielte auf den Erhalt und die Förderung der Innovations- und Beschäftigungsfähigkeit von Beschäftigten in der Pflege und Tätigkeitsfeldern der Sozialen Arbeit. Älter werdende Beschäftigte sind eine wertvolle Ressource. Von den Verbundpartnern wurden entsprechend ihrer spezifischen Expertise in der Psychologie, der Pflegewissenschaft und der Sozialen Arbeit Strategien, Handlungsansätze und Interventionsmaßnahmen für die Einrichtungen und Organisationen entwickelt und in enger Kooperation mit Krankenhäusern und Einrichtungen der Sozialen Arbeit erprobt und evaluiert.

Der Eröffnungsrede folgten zwei Keynotes. Die Dekanin der Fakultät für Sozialwesen der Hochschule Mannheim, Astrid Hedtke-Becker, sprach zum Thema "Demografie und Innovation - Bedeutung für ausgewählte Handlungsfelder Sozialer Arbeit". Der Prodekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophischen-Theologischen Hochschule Vallendar, Hermann Brandenburg, referierte über "Zentrale Herausforderungen in der Pflege" vor dem Hintergrund von Demografie und Innovation.

In der Podiumsdiskussion mit namhaften Gästen aus Wissenschaft und Praxis - Christel Bienstein, Leiterin des Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke; Joachim Fischer, Leiter des Mannheimer Instituts für Public Health; Reinhard Niederbühl, Leiter des Sozialen Dienstes der Stadt Karlsruhe; Markus Mai, Stellvertretender Pflegedirektor im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier; Beate Pfriender-Muck, Personalleiterin im St. Josefshaus Herten und Hermann Brandenburg - ging es um die Zukunft einer alternsgerechten Beschäftigung in der Pflege und der Sozialen Arbeit. Die Beteiligten waren sich einig, dass mehr Personal in beiden Berufsgruppen viele Probleme lösen würde, die politischen Rahmenbedingungen sich aber nur sehr langsam ändern, so dass die vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten besser genutzt werden sollten. Die Beteiligten wünschen sich eine gesellschaftliche Diskussion und eine neue Vision von Pflege und setzen auf mehr Wertschätzung, Anerkennung und Würdigung der geleisteten Arbeit. Dies zu erreichen sei auch Aufgabe der Führungskräfte in den Einrichtungen.

Anschließend folgte der dynamische Gallery Walk, in dem die im Verbund entwickelten Seminarangebote und Workshops interaktiv vorgestellt wurden. In diesem Rahmen wurden auch die letzten drei Veröffentlichungen des Projektes präsentiert:

  • Der Leitfaden "Berufsbiografie als Ressource und Gestaltungselement im demografischen Wandel: biografisches Teamcoaching und Lebensphasenspezifisches Arbeiten"
  • Der Leitfaden "Innovativität als Erfolgsfaktor im demografischen Wandel. Trainingsmodule zur ganzheitlichen Förderung der Innovationskompetenzen von Beschäftigten in der Pflege und in der Sozialen Arbeit" (im Druck)
  • Das Projektbuch "Soziale Dienstleistungen im demografischen Wandel: Innovationskompetenz und Beschäftigungsfähigkeit" (im Druck)

Die über 60 Teilnehmer(innen) konnten einen spannenden und förderlichen Tag mit dem InnoGESO- Team verbringen. Tagungsmaterialien und weitere Informationen zu Veröffentlichungen finden Sie hier.

Das Projekt zielt auf den Erhalt und die Förderung der Innovations- und Beschäftigungsfähigkeit von Beschäftigten in der Pflege und in Tätigkeitsfeldern der Sozialen Arbeit. Älter werdende Beschäftigte werden in diesem Projekt als eine wertvolle Ressource betrachtet, die möglicherweise ein beträchtliches und bisher ungenutztes Innovationspotential darstellt. Grundlage dafür ist die Untersuchung der Entwicklung von Innovationsfähigkeit und -motivation über die Lebensspanne im biografischen und organisationalen Kontext. Dabei sollen nach einem Mehr-Ebenen-Ansatz Treiber, Ressourcen und Hemmnisse identifiziert werden, die in der Person mit ihrer Biografie, in der erlebten Arbeitssituation, den Bedingungen der Organisation und im Gesundheitssystem verortet sind. Darauf aufbauend werden von den Verbundpartnern entsprechend ihrer spezifischen Expertise in der Psychologie, der Pflegewissenschaft und der Sozialen Arbeit Strategien, Handlungsansätze und Interventionsmaßnahmen für die Einrichtungen und Organisationen entwickelt und in enger Kooperation mit Krankenhäusern und Einrichtungen der Sozialen Arbeit erprobt und evaluiert.

 

Das Projekt InnoGESO wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts "Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfond gefördert und vom DLR-PT begleitet.

Ansprechpartner


  • Dr. Ursula Reuther

    • Telefonnummer: 030 67055-490
    • Faxnummer: 030 67055-499
    • E-Mail-Adresse: Ursula.Reuther@dlr.de