"Arbeit in der digitalisierten Welt" - Einblicke und Ausblicke auf der BMBF-Tagung

Juni 2015 - "Es ist absolut richtig, dass sich Menschen Gedanken um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes machen. Daran knüpfen wir an und bündeln unsere Forschungsaktivitäten" sagte Ministerin Wanka auf der zweitägigen BMBF-Fachtagung in Berlin, die mehr als 600 Teilnehmende zusammenbracht und vom DLR Projektträger organisiert worden war.

"Es ist absolut richtig, dass sich Menschen Gedanken um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes machen. Daran knüpfen wir an und bündeln unsere Forschungsaktivitäten, um auch künftig unsere Arbeit selbstbestimmt gestalten zu können." unterstrich Ministerin Wanka zur Eröffnung der BMBF-Fachtagung "Arbeit in der digitalisierten Welt". Fast 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kamen am 28. und 29.05.2015 in Berlin auf der BMBF-Tagung "Arbeit in der digitalisierten Welt" zusammen, die vom DLR Projektträger organisiert wurde. Ministerin Wanka betonte, dass es dabei wichtig sei, dass das Thema "Zukunft der Arbeit" von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung ist. "Ich freue mich daher, dass wir die Arbeitsforschung gemeinsam mit den Sozialpartnern vorantreiben. Digitale Arbeit birgt auch Chancen, die wir kennen und nutzen sollten", so Wanka. Sie kündigte ebenfalls zum Spätsommer das neues Forschungsprogramm "Zukunft der Arbeit" an, das in den Eckpunkten vorgestellt wurde und derzeit zwischen Politik, Sozialpartnern und der Wissenschaft final abgestimmt werde.

Auch bei digitaler Arbeit steht der Mensch im Mittelpunkt. "Wir brauchen ein menschenzentriertes Leitbild für Arbeit und eine Arbeitskultur, die auf Beteiligung der Beschäftigten setzt." sagte Reiner Hoffmann, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer der entscheidenden Voraussetzungen für die erfolgreiche Bewältigung des digitalen Wandels in der Arbeitswelt. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer sagte: "Wir müssen allen Menschen die Teilhabe an der digitalen Welt ermöglichen. Unser Ziel muss die Gesellschaft 4.0 sein. Bildung ist der beste Weg, dies zu erreichen."

Ebenso kann die Wissenschaft viel zur erfolgreichen Bewältigung des digitalen Wandels in der Arbeit beitragen. Prof. Dr. Schlick von der RWTH Aachen bot hierzu auf dem Schlusspodium eine breite Unterstützung durch die Wissenschaft an. Es gebe bereits sehr viele Ergebnisse der Arbeitswissenschaften, die bei der Umsetzung der neuen Prozesse im digitalen Wandel der Arbeit von Anfang an berücksichtigt werden können.

Neben den Redebeiträgen im Plenum fanden am Eröffnungstag nachmittags insgesamt 2 Mal 5 parallele thematische Workshops (Sessions) statt. Hier haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv an der Diskussion zu verschiedenen Themen der Digitalisierung in der Arbeitswelt beteiligt. Jeder Workshop wurde von Impulsreferaten umrahmt, in denen Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft in die jeweiligen Themen einführten. Abgerundet wurde die Fachtagung durch den "Marktplatz", auf dem sich geförderte Projekte aus dem Bereich "Innovative Arbeitsgestaltung" an Ständen mit ihren Ergebnissen präsentiert haben und zur Diskussion einluden.

Prof. Wolf-Dieter Lukas, BMBF, ermunterte zum Abschluss der Tagung dazu, die Chancen zweier in diesem Bereich offenen Bekanntmachungen des BMBF zu nutzen, um Forschungsprojekte einzuwerben: "Arbeit in der digitalisierten Welt" (Einreichung bis 15.07.2015) sowie "Smart Service Stadt: Dienstleistungsinnovationen für die Stadt von morgen" (Einreichung bis 30.10.2015). In diesem Kontext wies er darauf hin, dass die Einbindung von Unternehmen und Beschäftigten in Forschungsprojekte notwendig für eine effiziente Umsetzung der Forschungsergebnisse und somit der Schlüssel ist, um die Chancen der Digitalen Arbeit zu nutzen.

Ansprechpartner


  • Dr. Claudio Zettel

    • Telefonnummer: 0228 3821-1306
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: Claudio.Zettel@dlr.de