Statusseminar des ersten Deutsch-Griechischen Forschungs- und Entwicklungsprogramms in Athen

Dezember 2015 - Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel, und der griechische Stellvertretende Minister für Forschung, Prof. Costas Fotakis, leiteten am 9. und 10. Dezember 2015 in Athen die Griechisch-Deutschen Forschungs- und Innovationstage. Unter den ca. 150 TeilnehmerInnen waren auch ForscherInnen aller drei Verbundprojekte aus der Forschung für Dienstleistung, die in diesem von Bundesforschungsministerium und dem griechischen General Secretariat for Research and Technology (GSRT) gemeinsam getragenen Programm gefördert werden.

Der parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel eröffnete das Statusseminar mit den Worten: "Wir haben mit dieser Initiative einen wichtigen Schritt in Richtung Innovation und Wettbewerbsfähigkeit beider Länder gemacht, sowie wirkungsvolle Beiträge zum gegenseitigen Nutzen in beiden Ländern erzielt". Im Zentrum des zweitägigen Treffens lag danach die Präsentation der erzielten Ergebnisse. Im Bereich Forschung für Dienstleistung präsentierten dabei die Projekte CARE, ECHO und INVENT ihre Innovationen für die Digitalisierung personenbezogenen Dienstleistungen. Alle Projekte wurden vom DLR Projektträger im Auftrag des BMBF fachlich betreut. Im Projekt CARE entwickelten die Wissenschaftler der Universität Augsburg und der Technischen Hochschule Augsburg gemeinsam mit den griechischen Partnern des ICCS-NTUA den Demonstrator eines kontextbewussten und empathischen Empfehlungssystems für ältere Menschen. Im Projekt ECHO arbeitete die Universität Stuttgart in Kooperation mit der Universität Kreta und dem griechischen IT-Unternehmen OPEN-IT an einer Applikation zum intelligenten Austausch von chronisch atem-kranken Patienten mit ihrem Arzt. Das Projekt INVENT wurde auf deutscher Seite von der CAS Software in Zusammenarbeit mit der Steinbeis Innovation gGmbH durchgeführt. Mit den griechischen Partnern SEERC und SingularLogic wurde ein betriebssystemübergreifender Marktplatz für mobile Applikationen zu personenbezogenen Dienstleistungen entwickelt. Alle drei Projekte laufen im Januar 2016 nach 2 Jahren intensiver Arbeit aus.

Insgesamt wurden 23 Deutsch-Griechische Verbünde über zwei Jahre mit mehr als 10 Millionen Euro gefördert. Die Deutsch-Griechische Forschungsinitiative ist das einzige bilaterale Forschungsprogramm, das die Bundesrepublik Deutschland mit einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union aufrechterhalten hat. Mit dem Forschungsprogramm fördern das BMBF und das GSRT die Zusammenarbeit in der Gesundheitsforschung, der Bio-Ökonomie, der Energie, der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Forschung für die Digitalisierung von personennahen Dienstleistungen und für IKT-Anwendungsdienstleistungen sowie der Nanotechnologie und der Photonik.

Der stellvertretende Forschungsminister Costas Fotakis kündigte eine Fortsetzung des Programms an: "Es ist geplant unsere gemeinsamen Forschungsaktivitäten zu erweitern und das bilaterale Forschungsprogramm um drei Jahre zu verlängern und das Themenspektrum zu erweitern, mit einem Budget von 18 Millionen Euro. Das neue Programm wird Aktivitäten unterstützen, die Komplementär zu den Maßnahmen von Horizon 2020 sind sowie Leuchtturmprojekte in prioritären Feldern beider Länder fördern" . Eine Bekanntmachung im Bereich Forschung für Dienstleistung ist nach derzeitigem Stand jedoch nicht geplant.

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