Netzwerk zur Förderung der "Erwerbsteilhabe" in Bremen gegründet

Januar 2016 - Die Bevölkerung Deutschlands wird älter, die Zahl der Deutschen wird zahlenmässig weniger. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind für Stadtstaaten wir Bremen bereits heute spürbar. Zur Förderung der Erwerbsteilhabe gründeten die Jacobs University Bremen mit dem Projekt DEMOWA - gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und begleitet vom Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen ein Netzwerk zur Förderung der Erwerbsteilhabe.

Die Förderung der Erwerbsteilhabe ist von herausragender gesamtgesellschaftlicher und individueller Bedeutung. Die Bevölkerung Deutschlands wird in den nächsten Jahrzehnten zahlenmäßig geringer und im Durchschnitt älter werden. Dies hat bereits heute spürbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Das Angebot an Arbeitskräften nimmt ab. Demgegenüber stehen aktuell hohe Zuwanderungszahlen von Menschen im erwerbsfähigen Alter, die potentiell einen Ausgleich herbeiführen könnten. Der Erwerbsteilhabe im Zuge der Integrations- und Arbeitspolitik kommt hier eine Schlüsselposition zu. Auch auf der individuellen Ebene hat das Thema Erwerbsteilhabe eine große Bedeutung. Menschen, die nicht adäquat am Erwerbsleben teilhaben können, sind in ihrer persönlichen Entfaltung, ihrer gesundheitlichen Situation und ihrer sozialen Integration erheblich beeinträchtigt.

Um die Möglichkeiten der Förderung der Erwerbsteilhabe zu fokussieren und neue Chancen zu identifi-zieren, wurde gemeinsam von der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg Bremen und der Jacobs University Bremen mit dem BMBF-geförderten Verbundprojekt DEMOWA das Netzwerk "Erwerbsteilhabe" gegründet. Zum Auftakt des Netzwerkes wurde ein Beirat einberufen, der sich am 14. Dezember 2015 in Bremen traf. Im Beirat wurden Ziele und Möglichkeiten der Förderung der Erwerbsteilhabe von regionalen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und dem sozialen Sicherungssystem diskutiert. Ziel ist es, mit dem Thema befasste Experten und Institutionen regional zu vernetzen und nachhaltige Kooperationen zu initiieren. Gute Beispiele und Strategien sollen zusammengetragen werden. Das Netzwerk sieht vor, die Besonderheit des Stadtstaates Bremen zu nutzen, um mit den hier dicht beieinander angesiedelten Akteuren exemplarische Vorgehensweisen zu entwickeln, wie sie auch auf überregionaler Ebene gelingen können. Eine erste Netzwerkkonferenz wurde für Herbst 2016 vereinbart. Im Beirat des Netzwerkes vertreten sind politische Akteure wie das Land Bremen, Sozialleistungsträger, Arbeitnehmervertretungen, Unternehmen, Verbände, Wissenschaft und weitere Forschungseinrichtungen, darunter auch der DLR Projektträger.

Hinter der Initiative stehen die Projekte BERATER "Befristete Erwerbsminderungsrente und Rückkehr in das Erwerbsleben - Themen und Erwartungen von ErwerbsminderungsrentnerInnen", das von der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen gefördert wird und das Verbundprojekt DEMOWA "Schaffung personaler und betrieblicher Grundlagen berufsbegleitenden Lernens im demografischen Wandel", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von 2013 bis 2016 und begleitet vom DLR Projektträger.

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