Disruptiver Wandel - Gute Arbeit in der digitalen Ökonomie neu denken

März 2016 - Mehr als 100 Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften und Beratungsinstituten sind als Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IG Metall-Tagung "Disruptiver Wandel: Gute Arbeit in der digitalen Ökonomie neu gestalten" am 28. Januar 2016 in Frankfurt zusammen gekommen, um über die digitale Transformation der Wirtschaft und ihre Folgen für die Arbeitswelt, die Dienstleistungen, die Rolle der Interessenvertretungen bei der Gestaltung des Wandels zu diskutieren.

Tagungsraum Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall Zu den Höhepunkten der Tagung zählten die Vorträge von Frau Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, Herrn Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Abteilungsleiter im BMBF, Herrn Dr. Tobias Kämpf und Dr. Andreas Boes vom ISF München und von Herrn Dr. Stefan Hartung, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Um herauszufinden, in welche Richtung sich die digitale Arbeitswelt entwickeln wird, könnte ein Blick ins Silicon Valley helfen. Aus diesem Grund haben Zukunftsforscher Andreas Boes und Tobias Kämpf vom "Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München" (ISF) die Bay Area im Rahmen des "Digit-DL"-Projekts besucht. Ziel waren Start-Ups, aber auch die Entwicklungs-Labs namhafter Vorreiter-Unternehmen der digitalen Ökonomie. Die Ergebnisse der zahlreichen Interviews mit Entwicklern und Managern haben sie den Teilnehmern der Tagung präsentiert.

Durch alle Vorträge zog sich das Thema des disruptiven Wandels der Unternehmen und der Gesellschaft durch Digitalisierung. Bei aller unterschiedlicher Akzentsetzung durch die Vortragenden waren sie sich alle darin einig, dass eine aktive Gestaltung des Wandels umso besser gelingt, je frühzeitiger die in ihm liegenden Chancen aufgegriffen und Herausforderungen benannt werden. Die Digitalisierung wird Unternehmen weiter verändern, Raum-Zeit-Dimensionen kaum noch eine Rolle spielen, Kunden werden noch mehr zu Ko-Produzenten und Beschäftigten wird eine hohe Flexibilität abverlangt. All dies ist ohne eine effektive und abgesicherte Beteiligungskultur in Unternehmen nicht möglich. Hierzu gibt es die Institutionen der Mitbestimmung und der Betriebsräte, die es aktiv zu nutzen gelte. Der Appell der ISF-Forscher: "Wir müssen begreifen, dass wir uns einer grundlegend neuen Ära der Industrialisierung gegenübersehen. Aber wir brauchen uns mit unserer kulturellen Intelligenz nicht in die altmodische Ecke stellen lassen. Das ist etwas, womit wir in Deutschland selbstbewusst umgehen sollten."

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf der Website des Verbundpojekts digit-DL und der Website der IG Metall.

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