Polarisierung 4.0

Technischer Fortschritt bewirkt Veränderung - in der Arbeitswelt wird dies besonders spürbar werden. Es entstehen neue Anforderungen, Arbeitsprozesse werden umgestaltet, neue Kompetenzen werden benötigt. Neue Arbeitsplätze werden entstehen, andere werden wegfallen.

Um zu wissen, welche Arbeitsplätze dies sein werden und welche Kompetenzen hierfür erforderlich sein werden, sind schon jetzt die richtigen Weichen zu stellen. Hier setzt das Projekt "Polarisierung 4.0" an, welches am 01.11.2015 unter Leitung des Bundesinstituts für berufliche Bildung (BIBB) gestartet ist. Das Projekt wird analysieren, welche Arbeitsplätze auch in Zukunft weiter bestehen werden und welche Kompetenzen aus Sicht der Erwerbstätigen und der Betriebe zukünftig relevant sind.

Untersucht wird dabei insbesondere, welche spezifischen Tätigkeiten in welchem Ausmaß schon jetzt ersetzt werden bzw. ob davon auszugehen ist, dass diese Tätigkeiten in naher Zukunft potentiell ersetzt werden. Die zu Grunde liegende Überlegung ist, dass programmierbare Tätigkeiten oder Routinetätigkeiten durch Maschinen ersetzt werden können. Studien aus dem angelsächsischen Raum wie die von Frey und Osborne ("The Future of Employment", 2013) zur Abschätzung der Entwicklung für die USA sind dabei nicht auf die Arbeits- und Ausbildungssituation in Deutschland übertragbar.

Das gestartete Vorhaben wird vom BIBB umgesetzt und beinhaltet eine Untersuchung für den deutschen Raum. Analysiert werden (1) Polarisierungsprozesse aus Sicht von Erwerbstätigen, (2) nach Einschätzung von Betrieben, (3) Stellenanzeigen zu künftigen Anforderungsprofilen für Erwerbstätige. Einfließen werden diese Ergebnisse in (4) ein Szenario zur künftigen Entwicklung von Wirtschaft/Arbeit 4.0 bis zum Jahr 2035.

Die Ergebnisse der jetzt gestarteten Untersuchung sollen insbesondere dazu beitragen, die Tätigkeitsprofile und den Qualifizierungsbedarf in der Wirtschafts- und Arbeitswelt von morgen zu ermitteln. Das Projekt wird mit Mitteln des BMBF gefördert und vom DLR Projektträger begleitet.

Ansprechpartner


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