Nachhaltig Gut Arbeiten: Arbeit und Ökologie ganzheitlich verbinden - Innovationsfähigkeit stärken (NAGUT)

Wie lassen sich eine gute Arbeitsqualität und ökologische Neuerungen systematisch miteinander verbinden, um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu stärken? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Verbundprojekts NAGUT. Auf der Unternehmensebene und entlang von Wertschöpfungsketten sollen hierzu Gestaltungslösungen entwickelt und erprobt werden. Für die betriebliche Praxis werden Leitfäden zur Einführung und Unterstützung solcher integrierter Innovationen erarbeitet. Diese werden über ein Pilot-Netzwerk regional und überregional verbreitet.

Der Klimawandel und der Strukturwandel der Erwerbsarbeit bilden zwei zentrale gesellschaftliche Herausforderungen, für die es nachhaltige und innovative Lösungsansätze zu entwickeln gilt. Ökologische Neuerungen und Innovationen zur Ermöglichung und Stärkung guter Arbeitsqualität sind allerdings bisher kaum miteinander verbunden. Es besteht daher ein großer gesellschaftlicher Bedarf, um ökologische Neuerungen mit Ansätzen zur Förderung guter Arbeitsqualität zu verknüpfen. Denn dadurch eröffnen sich bisher ungenutzte Innovationspotenziale für die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen und Gesellschaft.

An diesen beiden Herausforderungen setzt das Verbundprojekts NAGUT an. Es zielt darauf ab, Gestaltungsansätze mit und für Unternehmen exemplarisch zu entwickeln und zu erproben, die ökologische Neuerungen systematisch mit der Förderung guter Arbeitsqualität verbinden. Dialog- und Beteiligungsverfahren sollen eine Mitgestaltung dieser ,arbeitsökologischen' Innovationen durch Beschäftigte ermöglichen. Die Handlungskompetenzen von Führungskräften und Beschäftigten werden hierbei durch Maßnahmen der Kompetenzentwicklung gestärkt. Es wird ein regionales Pilot-Netzwerk aufgebaut. Über das Pilot-Netzwerk werden Praxishilfen für Unternehmen zur Einführung und Entwicklung von Innovationen an der Schnittstelle von Klimafreundlichkeit bzw. Ressourcenschonung und guter Arbeitsqualität verbreitet. Die Gestaltungsansätze werden sich auf die Unternehmensebene und auf die Zusammenarbeit von Unternehmen in Wertschöpfungsketten beziehen. Das NAGUT-Verbundprojekt wird in enger Zusammenarbeit zwischen der Universität Bremen (Institut Arbeit und Wirtschaft sowie artec|Forschungszentrum Nachhaltigkeit) und den drei Unternehmen hanseWasser Bremen GmbH (Abwasserentsorgung und -reinigung), Macor Marine Solutions GmbH & Co. KG sowie Stahlbau Nord GmbH (beide Schiffsbau) bearbeitet. Das Projekt wird vom BMBF von 2016 bis 2019 gefördert und vom DLR Projektträger fachlich und administrativ begleitet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Universität Bremen.

Ansprechpartner


  • Dr. Claudio Zettel

    • Telefonnummer: 0228 3821-1306
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: Claudio.Zettel@dlr.de