"Innovationspotenziale personennaher Dienstleistungen" - ein Thema mit Zukunft

Mai 2016 - Am 28. und 29. April erlebten gut 100 Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Verbänden und der Forschungslandschaft eine Tagung der besonderen Art: Impulse aus Gesundheit, Handel, Logistik, Kreativwirtschaft und Tourismus. Veranstaltet wurde sie vom Fraunhofer IAO in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Gestartet wurde die Tagung mit dem Film »Smarter leben: innovative Dienstleistungen und digitale Technologien«. Er fasst Aussagen von Expertinnen und Experten aus personennahen Branchen wie dem Gesundheitsbereich, Logistik und der Kreativwirtschaft zusammen und wurde auf der Tagung in Berlin das erste Mal gezeigt.
Spannende Impulsvorträge spannten den inhaltlichen Rahmen auf, wie etwa Professorin Dr. Kathrin M. Möslein (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg & HHL Leipzig Graduate School of Management). Sie nahm das Verhältnis Mensch/Maschine unter die Lupe: "'Mensch unterliegt Maschine': Täglich stößt man aktuell auf diese und ähnliche Überschriften - sei es, weil ein Algorithmus den Go-Weltmeister schlägt, weil ein Roboter ungeahnte Produktivität verspricht oder mein Einkaufsportal mehr darüber weiß, was ich kaufen möchte, als ich selbst in dem Moment. Das ist spannend, zum Teil beängstigend, zum Teil faszinierend - und doch ist dieser Mensch-Maschine-Wettkampf kein neues Phänomen, sondern vielmehr ein Dauerbrenner, seit Menschen Maschinen bauen. Geblendet durch die Faszination der Maschine stehen die wirklich spannenden Innovationen und Dienstleistungen von und für Menschen häufig eher im Schatten. Denn Menschen machen Innovationen - gemeinsam, offen, digital!"

Im weiteren Verlauf der Tagung wurden über das Moderationstool »nextmoderator«, das die Kreativität und Dynamik von Kleingruppen auf große Veranstaltungen überträgt, in drei Runden knapp 300 Ideen gesammelt und bearbeitet. Alle Teilnehmer konnten gleichzeitig und strukturiert in einem lokal installierten Computernetzwerk gemeinsam Fragestellungen bearbeiten. Jede Idee steht dabei bereits im Moment ihrer Eingabe allen Beteiligten zur Verfügung.
Damit haben die Teilnehmenden der Tagung einen engagierten Beitrag geleistet, so dass das Thema weiter auf der Agenda der Dienstleistungsforschung bleiben wird.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auch auf der Website des Verbundprojekts INDiGeR.

Ansprechpartner


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