Gesundheit in der Arbeitswelt

Hintergrund

Innerhalb der Förderinitiative "Gesund - ein Leben lang" hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Bekanntmachung "Förderung von Forschungsverbünden zur Gesundheit in der Arbeitswelt" gestartet. In der der Förderinitiative werden für die Bereiche "Gesundheit in der Arbeitswelt", "Kinder und Jugendliche", "Alter", sowie "Männer und Frauen" wirkungsvolle Konzepte zur Gesundheitsförderung entwickelt.

Die Förderung von Forschungsverbünden zur Gesundheit in der Arbeitswelt konzentriert sich dabei auf den arbeitenden Menschen. Für viele ist die berufliche Aktivität eine zentrale Phase des Lebens. Neben der Sicherung des Lebensunterhalts bietet Berufstätigkeit auch die Chance, Anerkennung zu erfahren sowie soziale Kontakte zu knüpfen. Erwerbstätigkeit kann jedoch auch mit Belastungen verbunden sein, die zu gesundheitlichen Schäden führen. Neben den schädigenden körperlichen Belastungen rücken vermehrt psychische Arbeitsbelastungen in den Vordergrund. Hier stellt sich die Frage, welchen Einfluss beispielsweise Arbeitsverdichtung, mobile und digitale Kommunikation, flexible und virtuelle Formen der Zusammenarbeit oder "neue" Beschäftigungsformen auf die Arbeitsbelastung haben.

Konzepte zur Gesundheitsförderung müssen auch an die speziellen Bedürfnisse unterschiedlicher Belegschaften angepasst werden, damit sie effektiv wirken können. Hier mangelt es an wissenschaftlich fundierten Konzepten, die auch den kulturellen Hintergrund der Beschäftigten berücksichtigen, um Ressourcen und Potenziale von Beschäftigten mit Migrationshintergrund für die konkrete Gestaltung von betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu nutzen. Ein besonderes Augenmerk muss auch auf das Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen gerichtet werden. In den KMU fehlt es oft an personellen und finanziellen Ressourcen, um ein zielgruppenspezifisches und nachhaltiges Gesundheitsmanagement zu implementieren.

Ziel

Ziel dieser Förderrichtlinie ist, einen wichtigen Beitrag für eine gesundheitsförderliche Arbeitswelt zu leisten. Hierzu sollen Konzepte entwickelt und erprobt werden, die psychische Überlastungen im Arbeitsleben reduzieren und individuelle Bewältigungsressourcen steigern. In der Bekanntmachung werden daher wissenschaftlich fundierte Konzepte gefördert, die auf eine nachhaltige, präventive und gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung ausgerichtet sind. Die Konzepte sollen insbesondere die Herausforderungen der Digitalisierung der Arbeitswelt berücksichtigen.

Die Fördermaßnahme wird aus Mitteln des Rahmenprogramms "Gesundheitsforschung" der Bundesregierung und des Programms "Zukunft der Arbeit" finanziert.

Verfahren

Wie in der Bekanntmachung ausgeführt, können beim Projektträger bis zum 22. September 2016 Skizzen eingereicht werden. Die Skizzen, die zur Förderung kommen sollen, werden vom BMBF ausgewählt und unterrichtet. Das weitere Verfahren ist der Bekanntmachung zu entnehmen. Nähere Informationen finden Sie auf dieser Website, wenn die Projekte ihre Arbeit aufnehmen

Dokumente

  • Bekanntmachung "Gesund - ein Leben lang"

    [PDF - 463,6 kB]

    Richtlinie zur Förderung von Forschungsverbünden zur Gesundheit in der Arbeitswelt; BAnz AT 07.06.2016 B3 (URL: http://www.pt-ad.pt-dlr.de/_media/BAnz%20AT%2007.06.2016%20B3.pdf)

Ansprechpartner


  • Dr. Michael Ebert

    • Telefonnummer: 0228 3821-1739
    • E-Mail-Adresse: michael.ebert@dlr.de

  • Dr.-Ing. Andreas Theilmeier

    • Telefonnummer: 0228 3821-1136
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: andreas.theilmeier@dlr.de

  • Dr. Anja Hillekamp

    • Telefonnummer: 0228 3821-1105
    • Faxnummer: 0228 3821-1257
    • E-Mail-Adresse: anja.hillekamp@dlr.de