Sommerreise von Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka führte in die Gesundheits- und Dienstleistungsregion "Chemnitz+"

August 2016 - Eine besondere Wertschätzung erhielt die Gesundheits- und Dienstleistungsregion "Chemnitz+" durch den Besuch von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Wanka. Die diesjährige Sommerreise fand unter dem Motto "Zukunft des Lebens im Alter" statt. Insgesamt umfasste die Sommerreise zwölf Stationen, eine davon war am 01. August 2016 "Chemnitz+". Für den Besuch spricht der erlebbare Nutzen dieses Forschungs- und Entwicklungsprojektes mit mehr als zehn geförderten und knapp 30 ungeförderten Partnern. Der Besuch führte zu einem zentralen Akteur der Gesundheits- und Dienstleistungsregion, die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG.

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Wanka spricht mit Bewohnern der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG. Für eine Zufriedenheit im Alter erhoffen sich die Menschen vor allem ein selbstbestimmtes und aktives Leben in ihrem Wohnquartier. Der Besuch des Wohnparks "Am Bernsdorfer Bad" der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft veranschaulicht, auf welchem Weg die Erfüllung dieses Wunsches bis ins hohe Alter erreicht werden kann. Die eingesetzte Methoden und Konzepte sind aus dem engen Zusammenwirken von Forschung und Praxis entstanden. Die Bewohnerinnen und Bewohner bestimmen hier selbst, welches Dienstleistungsspektrum sie in Anspruch nehmen und passen es ihrem Bedarf an. Wer beispielsweise Einkäufe erledigen möchte, aber keine Sprudelkästen transportieren kann, nimmt nur diesen spezifischen Service in Anspruch. Mit steigendem Alter buchen die Seniorinnen und Senioren Schritt für Schritt weitere Dienstleistungen, zum Beispiel den Wäschedienst oder auch häusliche Pflege, hinzu. So können Brüche beim Übergang von einer erst einmal hohen Eigenständigkeit in eine wachsende Betreuungssituation vermieden werden.

In dem Quartier sind die alle baulichen Voraussetzungen für ein altersgerechtes Leben geschaffen und Technik wird unterstützend genutzt. Antirutschstreifen unter der Dusche und vor dem Waschbecken sowie Badewannenlifte beugen gefährlichen Rutschpartien im Badezimmer vor. Lampen unterhalb der Bettkante, die ein Bewegungsmelder aktiviert, reduzieren die Gefahr von Stürzen beim nächtlichen Aufstehen. Den menschlichen Wohlfühlfaktor im Quartier fördert die Gestaltung des näheren Umfeldes. Hier leben auch jüngere Menschen und Familien - Kontakte und Begegnungen finden generationenübergreifend statt. Eine besondere Rolle und Funktion kommt dem "Sozialen Hausmeister" zu, der von mehreren "Sozialen Kümmerern" unterstützt wird. Sie alle stehen den älteren Menschen zur Seite, erfahren von ihren Sorgen und Nöten und helfen ihnen dabei, ihr Leben zu organisieren.

Das Verbundprojekt zeigt eindrucksvoll, welch positiven Einfluss das Wohnumfeld - also bauliche Maßnahmen und unterstützende Technik - bei den vielen Dingen des alltäglichen Lebens auf die Zufriedenheit älterer Menschen ausüben. Eine ebenso wichtige Rolle spielen dabei soziale Anregungen und eine individuell zugeschnittene Unterstützung. Das Leben im Alter entsprechend der eigenen Wünsche, aber auch angesichts eigener Einschränkungen selbst zu gestalten, ist am Standort Chemnitz für viele Quartiersbewohner bereits Realität.

Dokumente

  • Pressemitteilung der VSWG

    [PDF - 158,5 kB]

     (URL: http://www.pt-ad.pt-dlr.de/_media/Pressemitteilung_Bundesministerin_Wanka_besuchte_Projekt_Chemnitz__01.08.16-1.pdf)

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