Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf dem Gebiet der "Präventive maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen", um die Innovationsfähigkeit vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung durch die Verknüpfung von Arbeitsgestaltung mit Kompetenz-, Personal- und Organisationsentwicklung zu stärken.

Hintergrund

Die Arbeit der Zukunft mit ihrer verstärkten Digitalisierung und Dynamisierung der Arbeitswelt - wie sie gegenwärtig unter dem Stichwort "Industrie 4.0" diskutiert wird - wird an die Mehrheit der Beschäftigten deutlich erhöhte Komplexitäts-, Abstraktions- und Problemlösungsanforderungen stellen. Vielen Beschäftigten wird ein sehr hohes Maß an selbstgesteuertem Handeln, kommunikativen Kompetenzen und Fähigkeiten zur Selbstorganisation abverlangt. Die subjektiven Fähigkeiten und Potenziale der Beschäftigten werden noch stärker gefordert sein. Das bietet Chancen für qualitative Anreicherung, interessante Arbeitszusammenhänge, zunehmende Eigenverantwortung und Selbstentfaltung, mit dem Risiko der Selbstgefährdung durch Überforderung. Daneben wird es aber auch zukünftig in vielen Branchen weiterhin einfache Tätigkeiten geben, in denen die Gestaltungsspielräume wesentlich geringer sind. Viele Beschäftigte werden auch mit einem Verlust an Handlungskompetenz konfrontiert werden. Diese Entwicklungen werden durch den demografischen Wandel da beschleunigt, wo keine kontinuierliche Kompetenzentwicklung stattfindet. Der präventive Arbeits- und Gesundheitsschutz muss sämtliche Tätigkeitsfelder adressieren, um das für die Innovationsfähigkeit wesentliche Arbeitskraftpotenzial zu erhalten.


Ziel

Das grundlegende Ziel der Bekanntmachung "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" lässt sich daher in zwei Richtungen zusammenfassen. Um die Innovationsfähigkeit zu stärken bedarf es:

  1. eines wirksamen betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch präventionsorientierte Personal- und Kompetenzentwicklung und
  2. verbesserter Gesundheit und Arbeitsqualität der Beschäftigten durch personenindividuelle, präventive Arbeitsgestaltung.

Um diese beiden Felder zu erforschen, sind Präventionsallianzen aus Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft, Intermediären und Sozialpartnern gefragt, in ihren Skizzen anwendungsorientierte Ansätze zu beschreiben, die die Chancen resultierend aus Digitalisierung und Demografie herausstellen und Wege zu einem konstruktiven Umgang aufweisen und umsetzen. Es gilt Kreativität und Vitalität der Unternehmen und ihren Mitarbeitern zu erhalten, um Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.

Damit greift die Bekanntmachung die Forschungsagenda der Bundesregierung für den demografischen Wandel "Das Alter hat Zukunft" auf. Gleichzeitig ist sie Bestandteil der Hightech-Strategie 2020 für Deutschland.


Verfahren

Die Skizzen, die zur Förderung kommen sollen, sind vom BMBF ausgewählt und unterrichtet. Die ersten Projekte starten zum Herbst dieses Jahres.
Nähere Informationen finden Sie hier, wenn die Projekte ihre Arbeit aufnehmen.

Dokumente

Ansprechpartner


  • Dr. Claudio Zettel

    • Telefonnummer: 0228 3821-1306
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: Claudio.Zettel@dlr.de

  • Dr. Ursula Bach

    • Telefonnummer: 0228 3821-1134
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: Ursula.Bach@dlr.de