Forschung für Dienstleistung

Mit dem Programm "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" werden anwendbare Lösungen gefunden, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten und auszubauen, Arbeit wirtschaftlich und sozialverträglich zu gestalten sowie die Produktions- und Dienstleistungsprozesse effizient und umweltgerecht weiterzuentwickeln.

Das Spektrum von Dienstleistungen reicht von personenbezogenen Dienstleistungen über komplexe technik- und produktbezogene und wissensintensive Dienstleistungen bis hin zu IT-Diensten sowie Dienstleistungssystemen für Infrastrukturleistungen wie Sicherheits-, Verkehrs- oder Energiesysteme. Dienstleistungssysteme bündeln Anbieter, Unternehmen und Organisationen über Branchen hinweg und beziehen Kunden und Nutzer meist mittels IuK-Technologien als Koproduzenten aktiv in den Leistungserstellungsprozess ein.

Das zentrale Ziel im Bereich der Forschung für Dienstleistung ist ein systematisches Verständnis von Dienstleistung, um diese reproduzierbar und übertragbar zu machen. Die Formalisierung der Prozesse hilft, diese zu standardisieren und letztendlich zu modularisieren - wie etwa einzelne Leistungen in einer Reiseplanung oder bestimmte Arbeitsschritte der regelmäßigen Fernwartung einer Maschine. Auf diese Art und Weise wird erklärt, wo genau im Prozess die Wertschöpfung liegt, an welchen Stellen Prozessinnovation zweckmäßig ist und wie die Qualität einer Dienstleistung garantiert werden kann. Im Ergebnis kann Dienstleitung produktiver, spezialisierter und individueller erbracht werden. Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, Dienstleistung effizient zu erstellen, Entwicklungsprozesse zu optimieren, Kunden einen hohen Nutzwert anzubieten und durch Dienstleistung neue, zusätzliche und dauerhafte Wertschöpfung zu generieren.

Hierzu leistet das Förderprogramm "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" einen wichtigen Beitrag. Ausgehend von den aktuellen gesellschaftlichen Bedarfen werden die Handlungsfelder der Forschung für Dienstleistung ausgeführt.

"Ausgehend von den prioritären Zukunftsaufgaben bei der Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist es die Aufgabe der Forschung für Dienstleistung, die erforderlichen Grundlagen sowie neue Methoden zur Gestaltung und zum Management innovativer Dienstleistungssysteme in Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen, Dienstleistungen zu verstehen, zu entwickeln und zum Wohle der Menschen zu gestalten. Damit können Unternehmen wie auch Kunden bzw. Nutzer optimal von den Wachstumschancen durch dienstleistungsbasierte Wertschöpfungssysteme profitieren. Grundlage der Beherrschung und Gestaltung dieses Perspektivenwechsels ist die Entwicklung einer systemischen Analyse der Wertschöpfungsprozesse und damit verbundener Dienstleistungen." (S. 27)

Das Programm wurde auf der BMBF-Pressekonferenz am 08.09.2014 von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka der Öffentlichkeit vorgestellt (Pressemitteilung). In der Presse fand dies eine starke Resonanz (Pressemappe).

Es ist ein Schlüsselprogramm für die Fortführung unserer erfolgreichen High Tech Strategie. Die High Tech Strategie ist ein nationales Gesamtkonzept der Bundesregierung unter Federführung des BMBF, in dem ressortübergreifend Lösungen zu globalen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen gefunden werden sollen. Das Programm ist die erste Umsetzung innerhalb der jetzigen dritten Generation der High Tech Strategie.


  • Der Aktionsplan DL 2020

    Im Mittelpunkt des "Aktionsplans DL 2020" steht die Bündelung der Dienstleistungsforschung mit anderen Feldern fachlicher Forschung und der technologischen Forschung und Entwicklung. Er leistet damit einen Beitrag zur verstärkten Orientierung der fachlichen und technologischen Forschung auf Dienstleistungen und der Realisierung der daraus folgenden Potenziale für Wachstum und Beschäftigung.
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  • Dienstleistungen: Internationales Service Monitoring (MARS)

    Exzellente Dienstleistungskompetenz wird zunehmend über die Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit der Unternehmen am Standort Deutschland entschieden. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt zum internationalen Service Monitoring hat in diesem Zusammenhang das Gegenstandsfeld Dienstleistungen systematisiert, Themen und Trends in Dienstleistungsforschung und -praxis erfasst, einen kritischen Diskurs zur Gestaltung der Dienstleistungswirtschaft angeregt und zum Community Building beigetragen, die Entscheidungsgrundlage für Akteure im Bereich politische Gestaltung zu verbessern.
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