Überregionale Netzwerke

Mit dem Programm der "ERA-NETs" strebt die Europäische Kommission langfristig den Aufbau eines Europäischen Forschungsraumes an ("European Research Area" - ERA) und die gemeinsame Koordinierung von Forschungsaktivitäten auf nationaler und regionaler Ebene. Ziel der geförderten Projekte ist die Vernetzung von europäischen Forschungsförderinstitutionen, die im Bereich der Arbeitsorganisation einen nationalen programmatischen Auftrag haben bzw. Forschungsaktivitäten unterstützen. Dieses Ziel soll in mehrere Schritten erreicht werden. In thematischer Hinsicht werden gemeinsam zukünftige Forschungsbedarfe eruiert und im europäischen Kontext diskutiert. Des weiteren ist auch in administrativ-technischer Hinsicht eine engere Verzahnung der bislang ausschließlich nationalen Förderaktivitäten geplant: in den jeweils auf vier Jahre angelegten Projekten werden gemeinsame Benchmarking-Aktivitäten, Evaluierungen, Programmplanung angestrebt.  Auf die Bekanntmachung zu "ERA-NETs" der Europäischen Kommission beteiligte sich das BMBF/PT-DLR erfolgreich mit zwei Projektanträgen, die sich unter den Kurztiteln "WORK-IN-NET" und "NEW OSH-ERA" präsentieren. Desweiteren ist der PT-DLR in dem Netzwerk "Regional and Local Development of Work and Labour" (Work and Labour Network, RLDWL) beteiligt, welches regelmäßige Konferenzen veranstaltet.



ERA-NET: WORK-IN-NET

Unter dem Titel "Labour and innovation: Work-oriented innovations - a key to better employment, cohesion and competitiveness in a knowledge-intensive society" (WORK-IN-NET) werden 14 Partner von 2004 bis 2008 von der Europäischen Kommission mit 1,9 Mio. € gefördert. Die Partner in diesem Projekt sind neben BMBF/Projektträger im DLR: Deutschland (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen - MAGS, Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung G.I.B.), Finnland (Minsterium für Arbeit und Wirtschaft - TEM, Agentur für Innovation und Technologie - TEKES, Finnische Work Environmental Fund - FWEF), Irland (Nationale Rat für Partnerschaft und Performance - NCPP), Norwegen (Research Council Norway RCN), Griechenland (Ministerium für Entwicklung, Sekretariat für Forschung und Technologie- GSRT), Italien (Landesregierung der Region Emilia Romana, Istituto per íl Lavoro - IpL), Polen (Ministerium für Wissenschaft und Bildung - MSHE, Projekträger - NCBIR, Dachverband der Ingenieure - NOT) und Schweden (Forschungsförderinstitutionen - FAS, Vinnova). Dem Projekt assoziiert sind weitere Partner aus Europa.

Weitere Informationen: http://www.workinnet.org/ oder Kurzfassung WORK-IN-NET (3 S., 25 kb, download, englisch)

Ansprechpartner:
Dr. Claudio Zettel
Dr. Claudius H. Riegler



ERA-NET: NEW OSH-ERA

Das ERA-NET Projekt "New and Emerging Risks in Occupational Safety and Health (OSH) - Anticipating and Dealing With Change in the Workplace through Coordination of OSH Risk Research" (New OSH-ERA) startete seine Arbeit am 1. April 2006 (Laufzeit 2006 - 2009) und wird mit 2,6 Mio. € seitens der Europäischen Kommission gefördert. Das Projekt bringt 15 europäische Einrichtungen zusammen und hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit von Forschungsförderinstitutionen zum Arbeitschutz und -sicherheit in Europa zu stärken und neue Möglichkeiten von Kooperationen aufzudecken. Konsortialführer dieses Projektes ist das Finnische Institut für Arbeitsschutz (Finnish Institute of Occupational Health, FIOH), der Projektträger im DLR ist als Partner in diesem Netzwerk eingebunden.

Weitere Informationen:  NEW OSH-ERA

Ansprechpartner:
Dr. Stephanie Becker
Dr. Claudio Zettel



Netzwerk "Regional and Local Development of Work and Labour" (Work and Labour Network, RLDWL)

RLDWL ist ein loser Zusammenschluss von Personen und Institutionen, die sich in unterschiedlichen Positionen (als Wissenschaftler, Forschungsförderer, Praktiker u.ä.) mit Themen wie Arbeitsgestaltung, sozialverträgliche Modernisierung von Arbeitswelt, Wirtschaft und Gesellschaft etc. beschäftigen.

Das Netzwerk wurde 1999 auf Initiative der italienischen Stiftung Institut für Arbeit (IpL), Bologna, gegründet. Die daran beteiligten Institutionen und Einzelpersonen sind aktiv in den erwähnten Bereichen, in denen Forschungs- und Entwicklungsbedarf festgestellt wurde.

Ziele des Netzwerks sind:

  • die Intensivierung des Informationsaustausches zu Entwicklungen und Initiativen in verschiedenen Ländern und Regionen, die durch Regierungen, Gewerkschaften, Arbeitsgeberverbände u.a. getragen werden;
  • der Austausch von Wissenschaftlern, speziell jüngeren, damit diese einen besseren Überblick über Entwicklungen in anderen Ländern, Regionen und FuE-Bereichen erhalten;
  • die Konzipierung und Durchführung gemeinsamer Forschungs- und Beratungsaktivitäten;
  • die Unterstützung bei der Gründung intermediärer Institutionen in vielen anderen Ländern;
  • die Beförderung der Humanisierung der Arbeitsbedingungen, des sozialen Zusammenhaltes und der Demokratie;
  • der Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Forschungseinrichtungen, den Sozialparteien und der Politik;
  • die Durchführung jährlicher Konferenzen.

Anpsprechpartner:
Dr. Claudius H. Riegler



Europäisches Netzwerk für Gesundheitsförderung (ENWHP)

Das europäische Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung WHP (European Network for Health Promotion) versucht die Aufmerksamkeit und Verantwortlichkeit aller Beteiligten für gesundheitsrelevante Fragestellungen vor allem durch exemplarische Beispiele guter Praxis in KMU zu erhöhen.

Hierfür schlägt die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung vor, die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz durch die Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen, die Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung und die Stärkung persönlicher Kompetenzen zu erzielen.

Das Netzwerk organisiert einen breiten Informationsaustausch. Es wird koordiniert von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund.



Europäisches Informationsnetz für Bildungswesen

Aufgabe des Informationsnetzes EURYDICE ist die Erstellung verläßlicher und vergleichbarer Informationen über die nationalen Bildungssysteme und Bildungspolitiken in Europa. Dazu gehören deskriptive Analysen, vergleichende Studien, Indikatoren zu den Bildungssystemen und Umfragen zu aktuellen Themen.

Durch die Verbreitung der Ergebnisse seiner Tätigkeiten leistet EURYDICE einen Beitrag zu einem besseren wechselseitigen Verständnis der Bildungssysteme und der gemeinsamen Problembereiche, die sich durch die verschiedenen nationalen Systeme ziehen.

Die Europäische Informationsstelle in Brüssel hat die Aufgabe, die Aktivitäten des Netzes aktiv zu begleiten und zu koordinieren und Datenbanken zu erstellen (EURYBASE).



Coalition of Service Industries (CSI)/Global Services Network (GSN)

Die Coalition of Service Industries ist ein informelles Netzwerk privatwirtschaftlicher nationaler Organisationen. Diese internationale Vereinigung nationaler Netzwerke hat im April 1998 das Global Services Network im Interesse einer Liberalisierung des Dienstleistungshandels mit engen Verbindungen zur WTO gegründet.



Service Operations Management Association (SOMA)

SOMA ist ein internationales Netzwerk von Fachleuten, die im Rahmen von Forschung und Lehre insbesondere auf den von ihnen zweijährlich veranstalteten Kongressen einen interdisziplinären Wissens- und Informationsaustausch pflegen.



Benchmarking-Netzwerke

Es gibt eine Reihe internationaler Benchmarking-Aktivitäten, die in Deutschland im Berliner Informationszentrum Benchmarking IZB des Fraunhofer IPK gebündelt sind.

Siehe beispielsweise:

  • Benchmarking & Best Practices Network
  • London Business School Centre for Operations Management
  • Netherlands Observatory of Science and Technology (NOWT)
  • European Foundation for Quality (EFQM)
  • Benchmarking for Regulatory Reform (OECD)

Ansprechpartner


  • Dr. Claudio Zettel

    • (ERA-NET)
    • Telefonnummer: 0228 3821-306
    • Faxnummer: 0228 3821-248
    • E-Mail-Adresse: Claudio.Zettel@dlr.de