Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt

Ziel des Förderschwerpunktes:

In der Wettbewerbs- und Standortdiskussion wird gegenwärtig die Notwendigkeit von Flexibilität besonders betont. Dabei rückt das Element der Stabilität, das wesentlich weniger erforscht, aber nicht weniger bedeutend für den Innovationsprozess ist, in den Hintergrund. Ohne ein Mindestmaß an Stabilität sind aber wichtige Kriterien für Unternehmen und Beschäftigte wie Arbeitsplatzsicherheit, planbare Erwerbsbiografien, Kundenbindung, Einzigartigkeit, Personal- und Organisationsentwicklung usw. nicht möglich. Erforderlich ist es, eine ausgewogene Balance zwischen erforderlicher Flexibilität und dem notwendigen Maß an Stabilität herzustellen. Die vermeintlichen Widersprüche zwischen Flexibilität und Stabilität sind zu analysieren und Wechselwirkungen ebenso wie Wege mit größtmöglicher Flexibilität einerseits und andererseits einem Mindestmaß an Stabilität aufzuzeigen. Modelle und Konzepte, die dieses Spannungsverhältnis aufgreifen, indem sie eine innovationsförderliche Balance zwischen beiden Seiten schaffen, sind zu erarbeiten.


Umsetzung im Förderschwerpunkt:

Die Verbundprojekte wurden auf acht Fokusgruppen verteilt, die aufgrund ihrer thematischen Nähe zusammenarbeiteten. Sie deckten die folgenden Themenfelder ab:
- Interne und externe Vertrauensbeziehungen
- Vertrauen in Innovationsprozessen
- Flexibilisierungsstrategien für Produktionssysteme
- Veränderungsprozesse gestalten - Vertrauen fördern
- Inner- und überbetriebliche Kooperationsstrategien
- Zukunftsorientierte Arbeitszeitformen
- Arbeits- und Beschäftigungsformen im Wandel
- Work-Life-Balance

Aus den 134 eingegangenen Projektskizzen wurden nach einem Begutachtungsprozess 41 zur Förderung ausgewählt. Die Gesamtanzahl der geförderten Projekte betrug 156. Der Förderschwerpunkt lief 2013 aus.


Wissenschaftliche Begleitung:

Über das Metaprojekt "Balance - Flexibilität und Stabilität in der Forscherwelt" wurden der Transfer aus den Fokusgruppen verstärkt, die Koordinierung des Förderschwerpunkts durch den Projektträger unterstützt und die Steuerungsmöglichkeiten des Ministeriums verbessert. Mit der Untersuchung "Matching von Innovationsfähigkeit und nachhaltigen Organisationsmodellen (M.I.N.O.)" wurden die Eigenschaften und Bedingungen von Organisationsmodellen identifiziert, die erfolgreich die Nachhaltigkeit der Arbeitsgestaltung mit Innovationsfähigkeit und Flexibilität in Unternehmen verbinden.

  • Untersuchung "M.I.N.O. - Matching von Innovationsfähigkeit und nachhaltigen Organisationsmodellen"

    Ziel des Verbundprojektes war es, die Eigenschaften und Bedingungen von Organisationsmodellen zu identifizieren, die erfolgreich die Nachhaltigkeit der Arbeitsgestaltung mit Innovationsfähigkeit und Flexibilität in Unternehmen verbinden. Mit Hilfe von qualitativen Untersuchungen und in Verbindung mit den durch das IAB erbrachten Ergebnissen dienten Bestimmung der Eigenschaften und Bedingungen von Lebensentwürfen sowie der konkreten Ausgestaltung nachhaltiger Organisationsmodelle in Abhängigkeit von lokalen Kontextbedingungen. Den Fragestellungen der Untersuchung wurde mit Hilfe von Fallstudien von Unternehmen, d. h. Experteninterviews, sowie mit Gruppendiskussionen mit Beschäftigten nachgegangen. Die Auswahl der Fälle (Branchen, Regionen, konkrete Fälle) basierte dabei auf den Ergebnissen quantitativer Auswertungen in Zusammenarbeit mit dem IAB sowie auf den Analysen einer CATI-Befragung.
    [mehr] (URL: http://www.pt-ad.pt-dlr.de/de/187.php)
  • Metaprojekt "BALANCE - Flexibilität und Stabilität in der Forschungswelt"

    Das Projekt BALANCE wurde von einem interdisziplinär zusammengesetzten Forschungsteam getragen und arbeitete eng mit dem Projektträger sowie den Projektbeteiligten der Einzel- und Verbundprojekte des Förderschwerpunkts zusammen. BALANCE unterstützte die Arbeit der Projektpartner durch die Entwicklung eines flexiblen und stabilen Kooperations-, Kommunikations- und Diffusionskonzepts zum Breiten- und Tiefentransfer der in den thematischen Feldern erarbeiteten Forschungsergebnisse. Neben dieser Unterstützung übernahm BALANCE Mediatoraufgaben: Es verfolgte die Aktivitäten anderer Organisationen (z.B. Forschungsvorhaben des 7. Rahmenprogramms der EU), bündelte Informationen und stellte diese den geförderten Projekten zur Verfügung.
    [mehr] (URL: http://www.pt-ad.pt-dlr.de/de/1004.php)

Dokumente

  • Projektliste

    [PDF - 220,4 kB]

     (URL: http://www.pt-ad.pt-dlr.de/_media/Projektliste_Balance.pdf)

Ansprechpartner


  • Dr. Claudio Zettel

    • Telefonnummer: 0228 3821-1306
    • Faxnummer: 0228 3821-1248
    • E-Mail-Adresse: Claudio.Zettel@dlr.de