Wettbewerb Gesundheitsregionen der Zukunft

Die Gesundheitswirtschaft nimmt in Deutschland derzeit eine zentrale gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung ein: Sie stellt mit einem jährlichen Umsatz von rund 240 Milliarden Euro und 4,5 Millionen Beschäftigten nicht nur den größten Zweig der deutschen Wirtschaft dar, sondern erweist sich trotz der Wirtschaftskrise als robuster Markt mit stabilen Wachstumsraten. Allerdings ist die deutsche Gesundheitswirtschaft noch stark in Forschung, Entwicklung und Verwertung fragmentiert.

Ziel des Wettbewerbs Gesundheitsregionen der Zukunft - Fortschritt durch Forschung und Innovation des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist es, Akteure aus medizinischer Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung in einer Region zusammenzubringen, damit Innovationen für das Gesundheitssystem entstehen, die eine verbesserte medizinische Versorgung der Menschen und eine gestärkte Wirtschaftskraft bewirken.

Das BMBF zeichnet die besten Konzepte aus, mit denen die Gesundheitsregionen die Akteure der Region optimal vernetzen und konkrete Produkt- oder Prozessinnovationen entwickeln wollen. Die Gewinner sollen "Leuchtturm-Charakter" für andere Gesundheitsregionen haben.

Im Jahr 2008 wählte eine interdisziplinäre Jury aus 85 Bewerbern 20 Gesundheitsregionen aus, die je 100.000 Euro erhielten, um ihre Konzepte zu konkretisieren und die Kooperationen in den Regionen zu intensivieren.

Zwei dieser Regionen wurden bereits in der ersten Wettbewerbsrunde im Mai 2009 als Gesundheitsregion der Zukunft ausgezeichnet. Für vier Jahren erhalten diese Gesundheitsregionen Fördermittel des BMBF in Höhe von insgesamt rund 15 Mio. Euro, um ihre Konzepte zur realisieren. Die Gewinner der zweiten Runde des Wettbewerbs sind weitere drei Regionen. Sie wurden am 5. Mai 2010 auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin von Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), prämiert. Das BMBF unterstützt die Umsetzung dieser Konzepte in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 22 Millionen Euro.

Die Gewinner-Regionen der Jahre 2009 und 2010 garantieren eine 50-prozentige Kofinanzierung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus Eigenmitteln der Region. Das gesamte Auswahlverfahren wurde durch die Expertise der Dienstleistungsforschung mit gestaltet und nachhaltig unterstützt.

Weitere Informationen: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/2367.php

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